<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686</id><updated>2011-11-24T00:45:04.118-08:00</updated><category term='Absurde'/><category term='Pop'/><category term='Filmmusik'/><category term='Medienkultur'/><category term='zeitversetztes Fernsehen'/><category term='live'/><category term='Download'/><category term='Medien'/><category term='Schrecken'/><category term='Welt'/><category term='Film'/><category term='Apple'/><category term='Bühne'/><category term='Ben Becker'/><category term='Kanäle'/><category term='Steve Jobs'/><category term='iphone'/><category term='Veröffentlichung'/><category term='Fernsehen'/><category term='Politik'/><category term='Merkel'/><category term='Produzieren'/><category term='Schreiben'/><category term='Handy'/><category term='Obama'/><category term='Autor'/><category term='Kontemplation'/><category term='Recht'/><category term='Geschichte'/><category term='Downloads'/><category term='Urheberrecht'/><category term='Musik'/><category term='Kunst'/><category term='Show'/><category term='Technik'/><category term='Gesamtkunstwerk'/><category term='Internet'/><category term='Aktion'/><category term='Werbung'/><category term='Filmkritik'/><category term='Konzert'/><category term='Benigni'/><category term='Radio'/><category term='Bibel'/><category term='Buch'/><category term='Bilder'/><category term='Web 2.0'/><category term='Schiller'/><category term='McLuhan'/><category term='Autorschaft'/><category term='Oper'/><category term='video on demand'/><category term='Wirklichkeit'/><category term='Kultur'/><category term='Torrents'/><category term='Wandel'/><title type='text'>Medienkultur heute. Living Li(v)e in Digital</title><subtitle type='html'>Den rasanten Wandel der Medienkultur heute aufzuhalten wird dieses Weblog nicht schaffen, vielmehr wird es versuchen, mit der Strömung zu treiben, ein Gespür zu entwickeln für die Veränderungen unserer Zeit, ein kritisches Bewusstsein zu schaffen für ein Leben im Digitalen, die Beobachtungen des täglichen Lebens festzuhalten. Das ist, was das Weblog kann: Festhalten,Stilllegen, Stoppen - und sei es für einen kurzen Augenblick. Das meiste übers Digitale, alles im Digitalen!</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>44</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-4299985476248359283</id><published>2011-02-23T16:07:00.000-08:00</published><updated>2011-02-23T16:34:19.488-08:00</updated><title type='text'>Dr. Guttenberg a.D.: Deutschland schreibt sich ab</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Was für ein gesellschaftspolitischer Supergau: Da darf sich Deutschland endlich wieder an einem politischen Hoffnungsträger, einem edlen Staatsmann, einem charismatischen Heilsbringer erfreuen - einem Mann, der einer nebulösen Wertedebatte von einst endlich ein Gesicht gibt, dem Ehre, Moral, Aufrichtigkeit und Integrität noch etwas zu bedeuten scheinen. Und dann ist es just dieser Saubermann, noch dazu von edlem Geblüht, der das wohl größte Plagiatsvergehen in der deutschen Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte begangen hat. Was für eine Schande! Kein Gesicht wäre von nun an glaubwürdiger auf dem Cover von Stefan Webers Standartwerk „Das Google-Copy-Paste-Syndrom. Wie Netzplagiate Ausbildung und Wissen gefährden“ als Guttenbergs. War man am Anfang dieser Debatte noch gewillt, im flüchtigen Vergessen von Fußnoten eher einen kleinen Fauxpas denn eine große Verfehlung zu sehen, steht man jetzt vor gesellschaftspolitischen Ruinen, deren letzte Mauerreste immer weiter zerfallen. Eine Doktorarbeit, die fast ausnahmslos aus nicht angegebenem Fremdmaterial besteht, hat nicht nur den Titel Doktorarbeit nicht verdient, sie lässt auch erhebliche Zweifel am moralischen Gewissen ihres Verfassers aufkommen. Dass ein solch ehrenwerter Titel aberkannt wird, steht außer Frage – und ist denn auch recht schnell geschehen. Dass die Betitelung eine tiefere Dimension hat als eine formelle Konsequenz, wird die Volksseele hoffentlich noch begreifen. Denn der Doktortitel ist ein persönliches Verdienst. Folglich ist die Erschleichung des selbigen eine persönliche Niederlage. Und die erstreckt sich nicht nur auf das wissenschaftliche Feld, sie zieht sich in dem Maße durch das Leben des Trägers, wie ihm der Titel Würde und Anerkennung verliehen hätte – ein Leben lang, in allen Bereichen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wir können dankbar sein über dieses recht einfach zu bewertende und ziemlich simple Debakel Guttenbergs. Es steht pars pro toto für das Politikverständnis des Verteidigungsministers. Als Meister strategischer Amtsführung versteht er es wie kein Zweiter, zu manövrieren, lavieren, zu umschiffen, sich Bahn zu brechen, zu blenden. Erst verteidigt er die Bombardierung des Tanklasters in Kundus als „angemessen“, später rudert er zurück, entlässt erst den Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan und Staatssekretär Peter Wichert wegen angeblicher Informationsvorenthaltungen, dann den  Brigadegeneral Henning Hars, weil dieser ihn in einem Brief frontal angegriffen hatte. Bei der Causa Gorch Fock das gleiche Muster: Erst warnt er öffentlich davor, Vorvorurteilungen vorzunehmen, dann setzt er wenige Stunden später den Schiffskommandanten Norbert Schatz ab – angeblich zu dessen eigenem Schutz. Was zu Guttenberg hier vollzogen hat, hat nichts mit Integrität, Fürsorge und konsequentem Handeln zu tun, es schadet der deutschen Politik und es schadet der deutschen Bundeswehr. Diese  aus finanziellen Gründen verkleinern zu wollen, obwohl die geplante Bundeswehrreform bis 2014 1,2 Milliarden Euro mehr kosten dürfte und das Sparziel von 8,3 Milliarden Euro aller Voraussicht nach nicht erreicht wird, ist absurd. Genau dieses Einsparvolumen hatte Guttenberg zuvor versprochen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Und eh man sich von diesen politischen Wirren erholen kann, kommt nun also die nächste große Rückrufaktion: Am Freitag noch bezeichnete er die Plagiatsvorwürfe gegen ihn als „absurd“, heute räumt der Minister nun doch „gravierende Fehler“ ein, spricht gar von „Blödsinn“. Heute hat er Recht. Am Freitag hatte er gelogen. Hätte er gleich von einer unentschuldbaren Verfehlung gesprochen, man hätte ihm verzeihen können. Stattdessen treibt er ein absurdes Spiel mit den Medien, sperrt sie quasi aus, lässt nur wenige ihm wohl gesonnene Pressevertreter an seiner Stellungnahme im Ministerium teilhaben. Währenddessen sitzen die Hauptstadtkorrespondenten nichts ahnend in der Bundespressekonferenz. Tugendhaftes Verhalten sieht anders aus. Feiges kommt dem sehr nahe.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Man mag darüber staunen, dass derzeit 72 Prozent der Bundesbürger uneingeschränkt hinter ihrem Minister stehen. Die Gründe dafür dürften dennoch auf der Hand liegen: Erstens will sich die Volkseele nicht selbst enttäuschen, indem sie ihren einzigen politischen Hoffnungsträger entzaubert, zweitens haben die Bürger gemeinhin keine Ahnung von den Gepflogenheiten des Akademikerbetriebs, wissen nicht, wie man eine wissenschaftliche Arbeit verfasst, geschweige denn eine Promotion erlangt – möglicherweise ist ein Guttenberg ohne Dr. noch näher an ihnen dran. Und drittens spüren die Menschen im Land hier wohl eine Gelegenheit, sich einmal mehr gegen die Politik aufzulehnen und die derzeit so beliebte Revolutionskeule zu schwingen. Immerhin: In der Sendung „Hart aber Fair“ hat ein Zuschauer die Tragweite erkannt und den Schummel-Skandal mit den Worten „Deutschland schreibt sich ab“ kommentiert. Dass sich die Medien auf der anderen Seite gegen ihren tragischen Helden verschworen haben, war nicht auf Anhieb zu erwarten. Allerdings ist der richtige Umgang mit Quellen- und Faktenlage das wichtigste Rüstzeug im Journalistenbetrieb. Insofern verwundert es kaum, dass sich immer mehr Journalisten in ihrem eigenen Berufsethos verletzt fühlen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zu Guttenberg wird sein Amt als Verteidigungsminister weiterhin ausführen. Es gäbe ohnehin keine Alternative. Denn kein anderer Politiker könnte einem so unlösbaren Problem wie Afghanistan so viel Zuversicht ausstrahlenden Glanz verleihen. Aus moralischen Gründen müsste er zweifellos das Amt niederlegen. An einem Faktum aber kommt zu Guttenberg künftig nicht vorbei: Von jetzt an darf er sich keinen einzigen Fehler mehr erlauben. Gerät sein Schiff noch einmal in Schräglage, droht ihm das gleiche wie der Gorch Fock! Seine Glaubwürdigkeit hat bereits Schiffsbruch erlitten. Sollte sich herausstellen, dass der Freiherr auch noch so frei war, seinen Lebenslauf zu schönen, kann ihn wohl höchstens noch ein geschlagener Gaddafi medial aus der Schlinge ziehen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-4299985476248359283?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/4299985476248359283/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=4299985476248359283' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/4299985476248359283'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/4299985476248359283'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2011/02/dr-zu-guttenberg-ad-deutschland.html' title='Dr. Guttenberg a.D.: Deutschland schreibt sich ab'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-551733969476718745</id><published>2010-03-29T09:49:00.000-07:00</published><updated>2010-03-29T09:52:27.151-07:00</updated><title type='text'>iPad: Ein Kunstgriff der Moderne</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CDieter%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:applybreakingrules/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:usefelayout/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:SimSun; 	panose-1:2 1 6 0 3 1 1 1 1 1; 	mso-font-alt:宋体; 	mso-font-charset:134; 	mso-generic-font-family:auto; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:3 680460288 22 0 262145 0;} @font-face 	{font-family:"\@SimSun"; 	panose-1:2 1 6 0 3 1 1 1 1 1; 	mso-font-charset:134; 	mso-generic-font-family:auto; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:3 680460288 22 0 262145 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:SimSun;} @page Section1 	{size:595.3pt 841.9pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --&gt; &lt;/style&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; font-family: georgia;"&gt;Medienkritiker und Internet-Pioniere wie &lt;a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc%7EE12F3D72CF9EF4D4E8D7CF187C735D881%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;Jaron Lanier&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc%7EE203ADCA223FC466FB7E894C181C1E485%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;Nicholas Carr&lt;/a&gt; zweifeln. Aber sie zweifeln weniger am Erfolg des iPads, als dass sie nach wirklichen Gründen für den Misserfolg suchen. So zweifeln sie eher an ihrem eigenen Verstand. Und sie sind schlau genug, das selbst zu wissen. Wenn Nicholas Carr sagt „Das iPad ist auf keinen Fall eine sichere Wette. Es ist trotz allem immer noch eine ziemlich große und ziemlich schwere Tafel. Anders als ein iPod oder ein iPhone kann man es sich nicht in die Hosentasche oder in die Handtasche stecken. Es macht immer noch den Eindruck eines sperrigen Geräts. Das iPad wäre ideal für einen dreihändigen Menschen - zwei Hände, um es zu halten und eine weitere, um den Touchscreen zu bedienen - aber die meisten Menschen haben nun einmal leider nur ein Paar Hände“, dann erkennt er den Widerspruch seiner eigenen These selbst. Denn das iPad zieht seine Stärke gerade aus einer neu gewonnenen „Usability“, die dennoch nicht viel an „Mobility“ einbüßt. Die Stärke des iPhones lag sozusagen in „Apps-to-Go“, kleinen, nützlichen Anwendungen wie Organiser, Navigation, Maps oder Messaging. Doch lebten diese Apps eher von ihrer ortsungebundenen und vor allem schnellen Nutzung als von konstanter,&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;auf Rezeption von Inhalten ausgelegter Kapazität. Dabei scheint es tatsächlich, als arbeite das iPad mit einer Art Reduktion. Als hätte es den viel beklagten „Information-Overkill“ erkannt, verweigert es Multitasking ebenso wie multimediale Anwendungen (Kamera, Telefon) bewusst. Steve Jobs, als „Impresario aller Mediengattungen“ (Nicholas Carr) gefeiert (und verteufelt gleichermaßen),&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;kommt mit dem iPad seinem Ziel der Perfektionierung des „Mobile Devices“ ein großes Stück näher. All jene, die Maus, Tastatur, Programme und Funktionen vermissen, haben nicht verstanden, dass unsere gegenwärtige Medienkultur nicht im Geringsten darauf angewiesen ist. Und es bedarf erst eines Steve Jobs, uns dies vor Augen zu führen. Steve Jobs beweist mit dem iPad augenscheinlich einen Rückschritt. In Wahrheit schöpft er die wahre Essenz des Web 2.0 aus. Die liegt möglicherweise gar nicht, wie angenommen, in der Weisheit der Vielen, im Erstellen und Publizieren von Inhalten. Vielmehr haben Weblogs gezeigt, dass ihnen bei aller hin und wieder aufkeimenden Sprengkraft eine Eigenschaft zweifellos zugesprochen werden kann: sich gegenseitig zu neutralisieren. Das wiederum stellt deren Relevanz in Frage und damit auch, ob es wichtig ist, sich beteiligen zu müssen. Das iPad wird eher als eine moderne Fernbedienung denn als ein Computer gehandelt. Tatsächlich schreiten wir zurück vom „Marktplatz des Glücks“, auf dem alle möglichen Inhalte produziert und verhandelt werden, zum alt bewährten „Kramladen des Glücks“ (Harald Hillgärtner). Und dieser trägt fortan den Namen „iTunes“&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;- ein überdimensionierter „Kramladen“, der einzelne Musik- und Buchtitel ebenso anbietet, wie Filme, Serien oder ganze Staffeln. Wenn Jaron Lanier, Autor, Künstler, Computer-Experte, zu bekennen gibt: „Für die Menschheit wird es jedoch eher von grundlegender Bedeutung sein, ein weltweit gültiges Abkommen über die Bezahlung von Information, von geistigem Eigentum zu treffen. Sonst ist es nicht möglich, wirklich vernetzt zu sein“, dann weiß er – ebenso wie Carr – um den Widerspruch seiner These. So ist es eben das iPad selbst, was dem ohnehin mit bislang 3 Billionen Downloads viel genutzten itunes-Store in die Riege des Establishments verhilft. Und weiter gedacht, könnte dieser digitale Kramladen die Lösung aller Urheberrechtsprobleme und Rechtsverletzungen im Internet sein. Lanier beklagt zu Recht, dass es an klaren Konzepten zur Wahrung des Urheberrechts und der komfortablen Nutung von Medieninhalten gibt. Mit entsprechenden Kooperationen – was sicher noch Jahre dauern wird – könnte sich der itunes-Store zu einer allumfassenden Medienbibliothek etablieren, in der möglicherweise auch Inhalte für bestimmte Zeit ausgeliehen werden könnten. Bereits fünf amerikanische Verlage bieten bereits ihre Werke im neuen iBook-Store an. Mit erschwinglichen Preisen, komfortablen Nutzungsmöglichkeiten auf Software-Basis (dank Synchronisation und Organisation), sowie intuitiver Anwendungskapazität auf Hardware-Seite, könnte Apple ein weiterer revolutionärer Kunstgriff der Moderne gelingen. Das iPad verändert nicht nur das Denken, es vermag sogar, das Denken in vielen Bereichen zu übernehmen. Nicht mehr muss sich der Anwender ein Gerät und seine Funktionen erschließen. Vielmehr reagiert das Gerät auf die Bedürfnisse des Nutzers. So ist auch hier das iPad die ideologische Weiterführung des Web 2.0, in dem die Option des Abonnierens von Inhalten genau auf diesen Umstand setzt. Nicht mehr muss der Nutzer zu den Inhalten gelangen. Die Inhalte gelangen zu ihm. So zeichnet sich schon jetzt ab, dass das iPad nicht nur als „Fun-Machine“ und „Art-Gadget“ fungiert oder Medien vereint. Es strukturiert vielmehr die Wahrnehmungsweise seiner Nutzer. Es stellt neue bürokratische und juristische Paradigmen zur Seite – und es überführt entmaterialisierte Kultur wieder einer traditionellen, antiken Haptik. Fortan hält man Bücher, Zeitungen und Bilder doch wieder in der Hand, damit entschwinden sie nicht mehr dem Geist, sondern bemächtigen sich seiner. Vielleicht zeugt das Gefühl, die Medien in Händen zu halten, auch von einer neuen Macht – freilich einer Unbeschwerten. &lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-551733969476718745?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/551733969476718745/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=551733969476718745' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/551733969476718745'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/551733969476718745'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2010/03/ipad-ein-kunstgriff-der-moderne.html' title='iPad: Ein Kunstgriff der Moderne'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-7726724915466604612</id><published>2010-03-16T12:24:00.001-07:00</published><updated>2010-03-16T17:24:15.877-07:00</updated><title type='text'>Herangezoomt: Über den Dächern von Paris</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Und dann gibt es doch wieder Dinge, die überraschen, die einen verblüffen, einen die Augen reiben lassen. Wer hier hin schaut, der träumt nicht, der kann seinen Augen trauen, der sieht tatsächlich richtig: &lt;a href="http://www.paris-26-gigapixels.com"&gt;www.paris-26-gigapixels.com&lt;/a&gt;. Auf der Internetseite wurde ein überdimensionaloes Stadtbild von Paris digital aufbereitet, das in nie &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;da gewesener&lt;/span&gt; Qualität aufgenommen wurde. Vom Turm der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;Saint&lt;/span&gt;-&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;Sulpice&lt;/span&gt;-Kirche im Pariser Stadtteil &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Saint&lt;/span&gt;-&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;Germain&lt;/span&gt;-des-&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;Prés&lt;/span&gt; fotografiert, zeigt es Paris in schwindelerregender und atemberaubender Qualität - das größte Panoramabild der Welt. Und so sieht man neben den bekannten Pariser Monumenten auch Belangloses, Privates: Per Mauszeiger schweift man über die dichten grauen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;Dächerlandschaften&lt;/span&gt;, vorbei an bunten Häuserfassaden, &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;rustikalen&lt;/span&gt; Fensterläden. Zieht von der Galerie &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;Claudine&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;rüber&lt;/span&gt; zur "&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;La&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;Péna&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;Saint&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;Germain&lt;/span&gt;", während man das kleine "&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;La&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;Chambre&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;Clair&lt;/span&gt;" passiert. Was der Betrachter sieht, erhebt ihn zum Allwissenden, lässt ihn zoomen, heran an jedes Fenster, bis hinauf aufs leere Kinderbett, in dem lediglich ein Teddybär liegt. Ein Mann in lila-&lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_17"&gt;kariertem&lt;/span&gt; Hemd sitzt zurück gelehnt auf einem Stuhl, Bauarbeiter reparieren eine Häuser-Fassade in der Nähe der "&lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_18"&gt;Academie&lt;/span&gt; de &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_19"&gt;France&lt;/span&gt;". Viele Blumenkästen scheinen unter der heißen Pariser Sonne knochentrocken, manche aufgehängte Wäsche im Wind will noch trocken werden. Und damit die &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_20"&gt;Schornsteine&lt;/span&gt; gar nicht erst nass werden, zieren abertausende Schonsteinrohre aus braunem Kunststoff die grauen Dächer, teil mit einer Metallhaube abgedeckt, meistens jedoch ungeschützt. Der Schornsteinfeger nennt die oft überflüssigen Abdeckungen übrigens "Wohlstandshauben". Paris scheint besonders wohlständig zu sein.  Das Projekt ist so atemberaubend wie verstörend, so faszinierend wie abstoßend, ein Flug, der sich manchmal wie ein tiefer Fall &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_21"&gt;an fühlt&lt;/span&gt;. Privat ist hier nichts mehr. Zugänglich und sichtbar ist hingegen fast alles. Gesichter sind &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_22"&gt;gepixelt&lt;/span&gt;, doch das gelingt nicht in jeder &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_23"&gt;Patisserie&lt;/span&gt; oder &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_24"&gt;Brasserie&lt;/span&gt; besonders gut. Das Bild wurde am 8. September 2009 bei strahlendem Sonnenschein aufgenommen. Es ist aus über 2000 Einzelbildern zusammengesetzt und besteht aus 26 Billionen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_25"&gt;Pixeln&lt;/span&gt; (26 &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_26"&gt;Gigapixel&lt;/span&gt;).&lt;br /&gt;Zur melancholisch anmutenden Musik von &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_27"&gt;Yann&lt;/span&gt; &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_28"&gt;Tiersen&lt;/span&gt; aus dem Film "Die fabelhafte Welt der &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_29"&gt;Amelié&lt;/span&gt;" lässt man also den Blick schweifen über ein verträumtes und  erstrahlendes Paris unter blauem Himmel. Doch dieses Gefühl der Allwissenheit überfordert. Tausende von "Lebensentwürfen" lassen sich an den Bildschirm heranzoomen. Jedes Fenster sieht anders aus, die meisten sind geöffnet, viele Bewohner haben die &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_30"&gt;Rollläden&lt;/span&gt; heruntergezogen, auf einer Terrasse liegt ein gelber Wasserschlauch, in einem Badezimmer hängt ein &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_31"&gt;pinker&lt;/span&gt; Bademantel. Und während &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_32"&gt;Tiersens&lt;/span&gt; Akkordeon weiter spielt, ertappt man sich bei der Sinnfrage. Was mache ich hier? Warum vergrößere ich jetzt. Bin ich jetzt ein Voyeur? Tatsächlich mag das Projekt so manchem Voyeur ein Paradies sein und ihm sprichwörtlich Tür und Tor öffnen. Benötigte er früher noch ein Fernglas und musste sich selbst immer vor der eigenen Entdeckung schützen, hat er jetzt freie Fahrt. Und jetzt kann er nicht nur ein Haus ins Visier nehmen, jetzt liegt ihm gleich eine ganze Stadt zu Füßen. Man mag das kritisieren. Vielleicht sollten wir es an dieser Stelle bei der Faszination belassen. Und auch wenn sich weiter denken lässt, was sich noch alles entdecken ließe, würde man diese Aufnahmequalität für ein kleineres Sichtfeld verwenden, ist man dorch irgendwie erleichtert, dass nicht Google hinter diesem Projekt steht. Paris ist übrigens nicht die einzige Stadt, die jetzt per Internet erkundet werden kann. Auch Dresden und Prag  wurden mit 26 &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_33"&gt;Gigapixeln&lt;/span&gt; aufgenommen. Mit den Abmessungen von 354.159 x 75.570 Bildpunkten ist  das Pariser Panorama allerdings 733 &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_34"&gt;Megapixel&lt;/span&gt; größer als das von Dresden.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-7726724915466604612?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/7726724915466604612/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=7726724915466604612' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/7726724915466604612'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/7726724915466604612'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2010/03/uber-den-dachern-von-paris.html' title='Herangezoomt: Über den Dächern von Paris'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-762614732658474194</id><published>2010-03-16T10:51:00.000-07:00</published><updated>2010-03-16T12:23:13.954-07:00</updated><title type='text'>Kommentar in stürmischen Zeiten</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wir leben in stürmischen Zeiten, und eigentlich kann einen nichts mehr wirklich überraschen. Aus diesem Grund hat dieses Weblog pausiert, hat sich selbst auf Stopp gestellt. Um durchzuatmen? Um loszulassen? Um in Stille hinzuschauen? Oder weg? Bedürfen düsetere Gegebenheiten der jetzigen Zeit Worte? Oder lassen sich gar überhaupt welche finden? Was soll noch gesagt werden zum schwarz-gelben Regierungsdesaster, zum desaströsen Staatsbankrott Griechenlands, zur Verpuffung des Obama-Zaubers, zu den verachtungswürdigen Verfehlungen  der katholischen Kirche, zu der schnell wieder eingesetzten Zügellosigkeit ohnehin vermögender Manager? Und selbst im Inland schaut man manchmal lieber weg, will man sich nicht der Wortlosigkeit preisgeben. Da ist das Feuilleton außer sich ob der Plagiat-Sünderin Helene Hegemann und erhebt sie schließlich  unentschlossen zur Plagiat-Künstlerin - willkommen in stürmischen Zeiten, wo der Autor längst kein Schreiber mehr ist, sondern ein Remixer. In der Computer-Branche gibt längst Apple den Ton an. Das iPad wird wieder einmal der Maßstab aller Dinge werden. Es wird den Computer revolutionieren, weil es keiner mehr ist. Es zeigt gar seine Überflüssigkeit. Private Anwendungs-Computer brauchen keine Terrabyte-Festplatten mehr und sind erst recht nicht mehr statisch. Dezentrale Datenhaltung und mobile Nutzung überall zu jeder Zeit ist das Gebot der Stunde. Notebook und Netbook haben den PC längst auf das Abstellgleis befördert. Was auch dem Technologie-Markt Apple heißt, trägt in der Filmwelt den Namen James Cameron. Der hat mit seinem Kino-Wunder "Avatar" seit dem Start im Dezember 2009 knapp 3 Milliarden US-Dollar eingenommen und stellt damit einen Besucherrekord auf. Allein in Deutschland sahen über 10 Millionen Zuschauer den teuersten Film aller Zeiten. Avatar rettet damit das Kino aus der Krise und läutet zugleich eine neue Ära ein: Die der 3D-Technik.  Und das Zepter will er sich so schnell nicht mehr aus der Hand nehmen lassen:  14 Jahre nach dem Kinostart seines bislang größten Erfolgs "Titanic" will Cameron 2012 eine neue 3D-Version des Untergangs-Epos´ ins Kino bringen. Auch wenn es stürmische Zeiten sind, so bleibt zu hoffen, dass wir aus der Geschichte gelernt haben und den Eisberg rechtzeitig zu umschiffen wissen...&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-762614732658474194?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/762614732658474194/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=762614732658474194' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/762614732658474194'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/762614732658474194'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2010/03/kommentar-in-sturmischen-zeiten.html' title='Kommentar in stürmischen Zeiten'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-2953975672576615645</id><published>2009-11-09T13:48:00.000-08:00</published><updated>2009-11-09T13:49:49.370-08:00</updated><title type='text'>Medien. Information. Dauerrausch(en)</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CXS-SSIVE%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:applybreakingrules/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:usefelayout/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Font Definitions */  @font-face 	{font-family:SimSun; 	panose-1:2 1 6 0 3 1 1 1 1 1; 	mso-font-alt:宋体; 	mso-font-charset:134; 	mso-generic-font-family:auto; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:3 680460288 22 0 262145 0;} @font-face 	{font-family:Georgia; 	panose-1:2 4 5 2 5 4 5 2 3 3; 	mso-font-charset:0; 	mso-generic-font-family:roman; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:647 0 0 0 159 0;} @font-face 	{font-family:"\@SimSun"; 	panose-1:2 1 6 0 3 1 1 1 1 1; 	mso-font-charset:134; 	mso-generic-font-family:auto; 	mso-font-pitch:variable; 	mso-font-signature:3 680460288 22 0 262145 0;}  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-language:DE;} p 	{mso-margin-top-alt:auto; 	margin-right:0cm; 	mso-margin-bottom-alt:auto; 	margin-left:0cm; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:SimSun;} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --&gt; &lt;/style&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;&lt;span style="font-family: Georgia;"&gt;Wenn sich Bundespräsident Horst Köhler die Ehre eines &lt;a href="http://lyrikline.wordpress.com/2009/10/26/gruswort-von-bundesprasident-horst-kohler-anlasslich-der-festveranstaltung-%E2%80%9E10-jahre-internetplattform-%E2%80%9Alyrikline-org%E2%80%99%E2%80%9C-am-26-oktober-2009/"&gt;Grußwortes&lt;/a&gt; anlässlich der kleinen, unauffälligen Internetseite „lyrikline.org“ gibt, dann sollte man genauer hinhören, was er zu sagen hat:&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;„Wenn manchmal gefragt wird, wofür der Bundespräsident zuständig ist, dann sagt man gerne: Für’s Große und Ganze. Das ist auch richtig – im Großen und Ganzen. Wenn man aber genauer hinschaut, woraus das Große und Ganze denn besteht, dann wird mir immer klarer, dass es aus sehr vielen kleinen Teilen besteht.“ Damit hat er zweifellos Recht. Auf der Internetseite lyrikline.org kann man sich Gedichte von den Autoren selbst vorlesen lassen. Damit wird das älteste Medium, das Gedicht, mit dem neusten, dem Internet zusammengebracht, um allen Zugang zur Poesie zu ermöglichen. Ein ambitioniertes und lobenswertes Projekt. Im Kern geht es um etwas anders. „Weil Gedichte die dichteste, anspruchsvollste und subjektivste Art sind, Sprache zu gestalten, die Welt ins Wort zu fassen, die Existenz zum Ausdruck zu bringen.“ So kommt Köhler schnell vom Kleinen aufs Große: „Gedichte sind kleine Widerstandsnester gegen die riesige Flut an Sprachmüll, der uns täglich aus allen Medien entgegenkommt. Wir reden vom Kommunikations- und Informationszeitalter, in dem wir leben – aber oft kommt es uns so vor, als sei die Kommunikation noch nie so belanglos und als sei die Information noch nie so leer gewesen. Die Sender müssen ja rund um die Uhr senden und die Online-Dienste ihre Schlagzeilen möglichst stündlich ändern – so kommt es, dass die Sprache in eine Art Überproduktionskrise geraten ist.“ Schaut man sich die Bestrebungen vorbildlicher und gleichermaßen ambitionierter Internetjournalisten und Bloggern an – wie sie etwa mit dem „Internet-Manifest“ Ausdruck finden sollen, so scheint es, als bewegten wir uns derzeit zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite wird das Internet als Möglichkeits- und Gestaltungsraum für Diskurse aufgefasst, die über das eigene Medium hinaus reichen, und in dem qualitative Inhalte zu partizipativen Inhalten werden – nach dem Motto: „Ich schreibe, mach mit“. Auf der anderen Seite wird dieses Motto oft allzu ernst genommen und ergießt sich dann in allerhand Unernstes, das sich fernab eines Informationsmehrwertes befindet. Bundespräsident Köhler beklagt den Informations-Overkill zu Recht. Möglicherweise ist die Jugendsprache auch eine Folge dieser informellen Orientierungslosigkeit, in der man sich mit einer individualisierten, herausragenden, eine sozialen Gruppe begrenzenden Sprache Gehör verschaffen will – wenn auch nur unter Gleichgesinnten. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Georgia;"&gt;&lt;br /&gt;Ein jeder Klickt und klickt, liest und liest, hört und hört, sieht und sieht. Medien. Information. Dauerrausch. Wir verlieren uns in Bilderfluten und Sprachgebölke. Der Turmbau zu Babel könnte zum Sinnbild gegenwärtiger Medienkultur werden, in dem keiner mehr einander versteht im endlosen Gemurmel. Ist Babylon Verderb und Ausweg zugleich, wie Lorenz Engell konstatiert? Was tun? Unterbrechen, pausieren, durchatmen, sagt Köhler und sieht die Möglichkeit in einem kleinen Gedicht: „In dieser Situation stellt das Gedicht eine Unterbrechung dar. Das Gedicht unterbricht für einen Augenblick das ewige Weiterreden. Es ermöglicht ein Atemholen – vielleicht sogar einen Moment der Wahrheit und der Selbsterkenntnis. Insofern ist es eine wunderbare List, dass durch lyrikline ausgerechnet im vielleicht geschwätzigsten Medium das gelesene Gedicht diese Unterbrechung, dieses Atemholen ermöglichen kann. Man hat mir gesagt, dass die meisten Aufrufe wohl während der Mittagspause stattfinden – also dann, wenn die Menschen eine Unterbrechung brauchen – und sich dabei buchstäblich auf einen Gedankenausflug bringen lassen möchten.“ Mahnt Köhler nicht geschickt, genauer hinzuschauen? Den kleinen Dingen Aufmerksamkeit zu schenken? Das ist keine Zerstreuung, die er propagiert, er mahnt eher zur Kontemplation, ja sogar zur Konzentration. Man darf nicht müde werden, die Vielfalt als Chance zu sehen. Wenn Hingabe in Auseinandersetzung mündet, haben auch neue Medien ein gutes Werk getan. Dann ist die Hingabe nicht Orientierungslosigkeit, sondern gut begründet. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;    &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-2953975672576615645?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/2953975672576615645/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=2953975672576615645' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/2953975672576615645'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/2953975672576615645'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/11/medien-information-dauerrauschen.html' title='Medien. Information. Dauerrausch(en)'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-5568618072554897926</id><published>2009-10-29T12:18:00.001-07:00</published><updated>2009-10-29T12:36:20.260-07:00</updated><title type='text'>Ein überfälliges Internet-Manifest</title><content type='html'>&lt;div  style="text-align: justify;font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Es war längst überfällig! Jetzt haben Journalisten, Autoren und Wissenschaftler ein „Internet-Manifest“ formuliert. 15 Verfasser haben 17 Punkte zum Wandel des Journalismus im Internet-Zeitalter aufgestellt. Übersetzt in bislang 17 Sprachen spricht sich das Manifest für einen qualitativen, die digitalen Möglichkeiten nutzenden Online-Journalismus aus. Dafür fordern die Verfasser, die Blockadehaltung von Seiten printorientierter Berufsschreiber aufzugeben und einen Wahrnehmungswandel anzustreben. So könne das Internet den Journalismus nicht nur verändern, sondern ihn sogar verbessern, heißt es bei Punkt 6. Der Verlust der printbedingten Unveränderlichkeit im Onlinemdium sei ein Gewinn, so die Verfasser. Dem ist zweifellos beizupflichten. Was hätte wohl die Frankfurter Rundschau getan, hätte sie ihre Fotostrecke über weinende Prominente mit dem Titel „Prominente Heulsusen“ in der Zeitung gedruckt (&lt;a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/trauern-mit-der-frankfurter-rundschau/"&gt;vgl. Stefan Niggermeiers Blogeintrag&lt;/a&gt;)? Es hätte haufenweise Leserbriefe gehagelt – und eine Gegendarstellung in Form einer Entschuldigung wäre angesichts des geschmacklosen Titels (es sind überwiegend Tränen der Trauer) fast schon geboten gewesen. Dank Online-Medium konnte die Frankfurter Redaktion den Titel mit einem Klick ändern. Er lautet jetzt „&lt;a href="http://www.fr-online.de/_em_cms/_multifunktion/index.php?em_client=fr&amp;amp;em_art=galery&amp;amp;em_loc=3285&amp;amp;em_cnt=2013896&amp;amp;em_page=1"&gt;Prominente Tränen&lt;/a&gt;“. Zweifellos ist das Internet auch ein Ort für den politischen Diskurs, erst recht auch für den gesellschaftlichen (wie man erweitern könnte). Die Autoren konstatieren auch, dass es kein „Zuviel“ an Informationen gibt. Im Hinblick auf den Information-Overkill des Internets müsste man sicher ergänzen, dass unsere Selektionsfähigkeit zunehmend gefordert ist und sie eben auch geschult werden muss. Es ist letztlich die Wahl jedes einzelnen Nutzers, mit welchen Seiten er seinen täglichen Informationsbedarf deckt, und welche Sites seine Linklisten zieren. Gerade RSS-Feeds und Trackback-Funktionen erleichtern den Umgang mit Informationen. Die Entwicklungen in diese Richtung werden weiter gehen. Und möglicherweise ist diese große Informationskette keine Bedrohung sondern eine Chance. Im Internet würde das Urheberrecht zur Bürgerpflicht, heißt es dort auch. Dabei dürfe seine möglich werdende Verletzung nicht als Rechtfertigung für alte Distributionsmodelle dienen. Des Weiteren seien die Inhalte im Netz nicht mehr flüchtig, wie immer wieder bemängelt, sondern bleiben vorhanden und formieren sich zu einem „Archiv der Zeitgeschichte“. Nicht umsonst lautet das Diktum: Das Netz vergisst nie. Oder wie es im Manifest steht: „Was im Netz ist, bleibt im Netz.“ Im finalen Punkt fordern die Verfasser, die Recherche-Fähigkeiten der Nutzer von Seiten der Berufsrechercheure zu respektieren und mit ihnen zu kommunizieren. Auch diese Forderung ist zweifellos berechtigt. Letztlich deuten alle Punkte auf eine bestimmte Tatsache hin, die jedoch nicht ausgeführt wird. Und das wäre Punkt 18, der möglicherweise das Manifest selbst ad absurdum führen würde: Die Unterscheidung zwischen Leser und Autor ist hinfällig geworden. So sind die passiven Nutzer von einst die neuen Schreiber: Autoren, Journalisten, Verfasser. Das Netz ist die Erfüllung zahlreicher mediengeschichtlicher- und philosophischer Utopien: Schon Walter Benjamin wusste: Indem das Schrifttum an Breite gewinnt, was es an Tiefe verliert, gewinnen die Leser einen Zugang zur Autorschaft. Auch Berthold Brechts Forderung, den Rundfunk in einen beidseitig offenen Kommunikationsapparat zu wandeln und ihn vom reinen Zustand des Lieferantentums zu befreien, ist im Netz längst Wirklichkeit geworden. Diese Entwicklung hin zu masssenweiser Autorschaft (Norbert Bolz; &lt;a href="http://www.amazon.de/Medienkultur-Wandel-Autorschaft-Web-2-0/dp/3639077024/ref=sr_1_4?ie=UTF8&amp;amp;s=books&amp;amp;qid=1256844945&amp;amp;sr=8-4"&gt;Christian Hensen&lt;/a&gt;) muss nicht das Aus für qualitativen Journalismus bedeuten. Vielmehr ist er gefordert, noch besser zu werden und sich den Herausforderungen einer ernst zu nehmenden Gegenöffentlichkeit zu stellen. Zunehmend entdecken Zeitungsredaktionen die partizipativen Möglichkeiten, mit Lesern in Kontakt zu treten. So schreiben die Redakteure Weblogs, Twittern oder sind in sozialen Netzwerken aktiv. Es bleibt abzuwarten, ob sich Synergieeffekte entwickeln und wie man diese am besten nutzt. Eine Ignoranz neuer Medien von Seiten der alten Medien würde langfristig gesehen zur Selbstzerstörung führen. Das Internet-Manifest stellt fest, rüttelt wach, fordert. Es wurde bislang heftig diskutiert. Der Diskurs findet noch ausschließlich im Internet statt. Er muss diese Grenzen endlich überwinden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Internet-Manifest wird nachfolgend in voller Länge „abgedruckt“:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div id="header"&gt;    &lt;h1&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Internet-Manifest&lt;/span&gt;&lt;/h1&gt;    &lt;p&gt;Wie Journalismus heute funktioniert. 17 Behauptungen.&lt;/p&gt;   &lt;/div&gt;&lt;!-- header --&gt;           &lt;p&gt;&lt;small&gt;&lt;a href="http://www.internet-manifesto.org/"&gt;English Version&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://owni.fr/2009/09/09/un-manifeste-internet-traduction/"&gt;Version française&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://uberblogged.com/periodismo/como-funciona-el-periodismo-hoy-manifiesto/"&gt;Versión en español&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://mediablog.corriere.it/2009/09/il_giornalismo_ai_tempi_di_int.html"&gt;Versione in italiano&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://manifesto-internet.org/"&gt;Versão em português&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://www.internet-manifest.cz/"&gt;Česká verze&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://www.blogowski.eu/2009/09/15/internet-manifest/"&gt;Srpsko-Hrvatski&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://blog.akgul.web.tr/?p=30"&gt;Türk Versiyon&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://www.news247.gr/a/5%21101128"&gt;Ελληνική έκδοση&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://journalism.com.ua/archives/359"&gt;Русская версия&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://economie.hotnews.ro/stiri-media_publicitate-6119844-moartea-ziaristului-atotstiutor-aparut-manifestul-internetului-17-puncte.htm"&gt;Versiunea in limba romana&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://peer2peer.blog79.fc2.com/blog-entry-1552.html"&gt;日本語版&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://capcold.net/blog/4629"&gt;한국어 버젼&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://www.fringer.org/?p=446"&gt;ฉบับภาษาไทย&lt;/a&gt; | | &lt;a href="http://www.al-khabar.info/%D8%A8%D9%80%D9%8A%D8%A7%D9%86-%D8%A7%D9%84%D8%A3%D9%86%D9%80%D8%AA%D9%80%D8%B1%D9%86%D9%80%D8%AA-%D9%83%D9%80%D9%8A%D9%81-%D8%AA%D9%80%D8%B4%D9%80%D8%AA%D9%80%D8%BA%D9%84-%D8%A7%D9%84%D8%B5%D9%91%D8%AD%D8%A7%D9%81%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D9%8A%D9%88%D9%85-%D8%B3%D8%A8%D8%B9%D8%A9-%D8%B9%D8%B4%D8%B1-%D8%A5%D8%AB%D9%80%D8%A8%D8%A7%D8%AA%D8%A7_a7842.html"&gt;النسخة العربية 1 &lt;/a&gt; | &lt;a href="http://owni.fr/2009/09/12/%D8%A8%D9%80%D9%8A%D8%A7%D9%86-%D8%A7%D9%84%D8%A3%D9%86%D9%80%D8%AA%D9%80%D8%B1%D9%86%D9%80%D9%8A%D8%AA-un-manifeste-internet/"&gt;النسخة العربية 2&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://muvi.ir/?page_id=121"&gt;فارسی&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h2&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;1. Das Internet ist anders.&lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;  &lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Es schafft andere Öffentlichkeiten, andere Austauschverhältnisse und andere Kulturtechniken. Die Medien müssen ihre Arbeitsweise der technologischen Realität anpassen, statt sie zu ignorieren oder zu bekämpfen. Sie haben die Pflicht, auf Basis der zur Verfügung stehenden Technik den bestmöglichen Journalismus zu entwickeln - das schließt neue journalistische Produkte und Methoden mit ein.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h2&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;2. Das Internet ist ein Medienimperium in der Jackentasche.&lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Das Web ordnet das bestehende Mediensystem neu: Es überwindet dessen bisherige Begrenzungen und Oligopole. Veröffentlichung und Verbreitung medialer Inhalte sind nicht mehr mit hohen Investitionen verbunden. Das Selbstverständnis des Journalismus wird seiner Schlüssellochfunktion beraubt - zum Glück. Es bleibt nur die journalistische Qualität, die Journalismus von bloßer Veröffentlichung unterscheidet.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h2&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;3. Das Internet ist die Gesellschaft ist das Internet.&lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Für die Mehrheit der Menschen in der westlichen Welt gehören Angebote wie Social Networks, Wikipedia oder Youtube zum Alltag. Sie sind so selbstverständlich wie Telefon oder Fernsehen. Wenn Medienhäuser weiter existieren wollen, müssen sie die Lebenswelt der Nutzer verstehen und sich ihrer Kommunikationsformen annehmen. Dazu gehören die sozialen Grundfunktionen der Kommunikation: Zuhören und Reagieren, auch bekannt als Dialog.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h2&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;4. Die Freiheit des Internet ist unantastbar.&lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Die offene Architektur des Internet bildet das informationstechnische Grundgesetz einer digital kommunizierenden Gesellschaft und damit des Journalismus. Sie darf nicht zum Schutz der wirtschaftlichen oder politischen Einzelinteressen verändert werden, die sich oft hinter vermeintlichen Allgemeininteressen verbergen. Internet-Zugangssperren gleich welcher Form gefährden den freien Austausch von Informationen und beschädigen das grundlegende Recht auf selbstbestimmte Informiertheit.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h2&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;5. Das Internet ist der Sieg der Information.&lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Bisher ordneten, erzwungen durch die unzulängliche Technologie, Institutionen wie Medienhäuser, Forschungsstellen oder öffentliche Einrichtungen die Informationen der Welt. Nun richtet sich jeder Bürger seine individuellen Nachrichtenfilter ein, während Suchmaschinen Informationsmengen in nie gekanntem Umfang erschließen. Der einzelne Mensch kann sich so gut informieren wie nie zuvor.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h2&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;6. Das Internet &lt;strike&gt;verändert&lt;/strike&gt; verbessert den Journalismus.&lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Durch das Internet kann der Journalismus seine gesellschaftsbildenden Aufgaben auf neue Weise wahrnehmen. Dazu gehört die Darstellung der Information als sich ständig verändernder fortlaufender Prozess; der Verlust der Unveränderlichkeit des Gedruckten ist ein Gewinn. Wer in dieser neuen Informationswelt bestehen will, braucht neuen Idealismus, neue journalistische Ideen und Freude am Ausschöpfen der neuen Möglichkeiten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h2&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;7. Das Netz verlangt Vernetzung.&lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Links sind Verbindungen. Wir kennen uns durch Links. Wer sie nicht nutzt, schließt sich aus dem gesellschaftlichen Diskurs aus. Das gilt auch für die Online-Auftritte klassischer Medienhäuser.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h2&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;8. Links lohnen, Zitate zieren.&lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Suchmaschinen und Aggregatoren fördern den Qualitätsjournalismus: Sie erhöhen langfristig die Auffindbarkeit von herausragenden Inhalten und sind so integraler Teil der neuen, vernetzten Öffentlichkeit. Referenzen durch Verlinkungen und Zitate – auch und gerade ohne Absprache oder gar Entlohnung des Urhebers – ermöglichen überhaupt erst die Kultur des vernetzten Gesellschaftsdiskurses und sind unbedingt schützenswert.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h2&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;9. Das Internet ist der neue Ort für den politischen Diskurs.&lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Demokratie lebt von Beteiligung und Informationsfreiheit. Die Überführung der politischen Diskussion von den traditionellen Medien ins Internet und die Erweiterung dieser Diskussion um die aktive Beteiligung der Öffentlichkeit ist eine neue Aufgabe des Journalismus.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h2&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;10. Die neue Pressefreiheit heißt Meinungsfreiheit.&lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Artikel 5 des Grundgesetzes konstituiert kein Schutzrecht für Berufsstände oder technisch tradierte Geschäftsmodelle. Das Internet hebt die technologischen Grenzen zwischen Amateur und Profi auf. Deshalb muss das Privileg der Pressefreiheit für jeden gelten, der zur Erfüllung der journalistischen Aufgaben beitragen kann. Qualitativ zu unterscheiden ist nicht zwischen bezahltem und unbezahltem, sondern zwischen gutem und schlechtem Journalismus.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h2&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;11. Mehr ist mehr – es gibt kein Zuviel an Information.&lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Es waren einst Institutionen wie die Kirche, die der Macht den Vorrang vor individueller Informiertheit gaben und bei der Erfindung des Buchdrucks vor einer Flut unüberprüfter Information warnten. Auf der anderen Seite standen Pamphletisten, Enzyklopädisten und Journalisten, die bewiesen, dass mehr Informationen zu mehr Freiheit führen - sowohl für den Einzelnen wie auch für die Gesellschaft. Daran hat sich bis heute nichts geändert.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h2&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;12. Tradition ist kein Geschäftsmodell.&lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Mit journalistischen Inhalten lässt sich im Internet Geld verdienen. Dafür gibt es bereits heute viele Beispiele. Das wettbewerbsintensive Internet erfordert aber die Anpassung der Geschäftsmodelle an die Strukturen des Netzes. Niemand sollte versuchen, sich dieser notwendigen Anpassung durch eine Politik des Bestandsschutzes zu entziehen. Journalismus braucht einen offenen Wettstreit um die besten Lösungen der Refinanzierung im Netz und den Mut, in ihre vielfältige Umsetzung zu investieren&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h2&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;13. Im Internet wird das Urheberrecht zur Bürgerpflicht.&lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Das Urheberrecht ist ein &lt;strike&gt;zentraler&lt;/strike&gt;* Eckpfeiler der Informationsordnung im Internet. Das Recht der Urheber, über Art und Umfang der Verbreitung ihrer Inhalte zu entscheiden, gilt auch im Netz. Dabei darf das Urheberrecht aber nicht als Hebel missbraucht werden, überholte Distributionsmechanismen abzusichern und sich neuen Vertriebs- und Lizenzmodellen zu verschließen. Eigentum verpflichtet.&lt;br /&gt;*) Stilblüten-Alarm aufgehoben&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;  &lt;h2&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;14. Das Internet kennt viele Währungen.&lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Werbefinanzierte journalistische Online-Angebote tauschen Inhalte gegen Aufmerksamkeit für Werbebotschaften. Die Zeit eines Lesers, Zuschauers oder Zuhörers hat einen Wert. Dieser Zusammenhang gehört seit jeher zu den grundlegenden Finanzierungsprinzipien für Journalismus. Andere journalistisch vertretbare Formen der Refinanzierung wollen entdeckt und erprobt werden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h2&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;15. Was im Netz ist, bleibt im Netz.&lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Das Internet hebt den Journalismus auf eine qualitativ neue Ebene. Online müssen Texte, Töne und Bilder nicht mehr flüchtig sein. Sie bleiben abrufbar und werden so zu einem Archiv der Zeitgeschichte. Journalismus muss die Entwicklungen der Information, ihrer Interpretation und den Irrtum mitberücksichtigen, also Fehler zugeben und transparent korrigieren.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h2&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;16. Qualität bleibt die wichtigste Qualität.&lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Das Internet entlarvt gleichförmige Massenware. Ein Publikum gewinnt auf Dauer nur, wer herausragend, glaubwürdig und besonders ist. Die Ansprüche der Nutzer sind gestiegen. Der Journalismus muss sie erfüllen und seinen oft formulierten Grundsätzen treu bleiben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;h2&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;17. Alle für alle.&lt;/span&gt;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; Das Web stellt eine den Massenmedien des 20. Jahrhunderts überlegene Infrastruktur für den gesellschaftlichen Austausch dar: Die “Generation Wikipedia” weiß im Zweifel die Glaubwürdigkeit einer Quelle abzuschätzen, Nachrichten bis zu ihrem Ursprung zu verfolgen und zu recherchieren, zu überprüfen und zu gewichten – für sich oder in der Gruppe. Journalisten mit Standesdünkel und ohne den Willen, diese Fähigkeiten zu respektieren, werden von diesen Nutzern nicht ernst genommen. Zu Recht. Das Internet macht es möglich, direkt mit den Menschen zu kommunizieren, die man einst Leser, Zuhörer oder Zuschauer nannte - und ihr Wissen zu nutzen. Nicht der besserwissende, sondern der kommunizierende und hinterfragende Journalist ist gefragt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;i&gt;Internet, 07.09.2009&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://www.netzpolitik.org/" title="Markus Beckedahl "&gt;Markus Beckedahl&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://www.mercedes-bunz.de/" title="Mercedes Bunz"&gt;Mercedes Bunz&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://www.blinkenlichten.com/" title="Julius Endert"&gt;Julius Endert&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://www.spreeblick.com/" title="Johnny Haeusler"&gt;Johnny Haeusler&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://blog.handelsblatt.com/indiskretion/" title="Thomas Knüwer"&gt;Thomas Knüwer&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://www.saschalobo.com/" title="Sascha Lobo"&gt;Sascha Lobo&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://www.carta.info/" title="Robin Meyer-Lucht"&gt;Robin Meyer-Lucht&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://www.autoren-reporter.de/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=23&amp;amp;Itemid=66" title="Wolfgang Michal"&gt;Wolfgang Michal&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://www.stefan-niggemeier.de/" title="Stefan Niggemeier"&gt;Stefan Niggemeier&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kathrin_Passig" title="Kathrin Passig"&gt;Kathrin Passig&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://www.lowpass.cc/" title="Janko Röttgers"&gt;Janko Röttgers&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://www.peter-schink.de/" title="Peter Schink"&gt;Peter Schink&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://www.elektrischer-reporter.de/" title="Mario Sixtus"&gt;Mario Sixtus&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://www.xing.com/profile/Peter_Stawowy" title="Peter Stawowy"&gt;Peter Stawowy&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://www.netzjournalismus.de/" title="Fiete Stegers"&gt;Fiete Stegers&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;  &lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;i&gt;Wer dabei mithelfen möchte, diesen Text weiterzuentwickeln, kann das gerne &lt;a href="http://netzpolitik.org/wiki/index.php/Internet_Manifest"&gt;hier&lt;/a&gt; tun.&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;[Update: ] &lt;a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-manifest-das-wozu-und-das-danach/"&gt;Nachgereichter Beipackzettel von Stefan Niggemeier&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-manifest-das-wozu-und-das-danach/"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://internet-manifest.de/"&gt;Quelle: Internet-Manifest&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-5568618072554897926?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/5568618072554897926/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=5568618072554897926' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/5568618072554897926'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/5568618072554897926'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/10/ein-uberfalliges-internet-manifest_29.html' title='Ein überfälliges Internet-Manifest'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-3208422290539190433</id><published>2009-10-19T10:41:00.000-07:00</published><updated>2009-10-19T11:05:11.331-07:00</updated><title type='text'>Frankfurter Buchmesse: Angst vor dem E-Book</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Die Krise hat auch die Buchmesse in Frankfurt erreicht. Aber es gibt weder zu wenig gute Bücher noch gibt es zu wenig interessierte Leser. Die Krise betrifft das Dazwischen. Wie kann man Leser und Bücher über unterschiedliche Kanäle zusammenbringen? Und wie lässt sich dabei obendrein noch etwas verdienen? Antworten auf die Fragen verlangen nach einem Umdenken, nach einer Auflösung festgefrorener Strukturen, die einem von Bewegung abhängigen Buchmarkt die Dynamik entzieht. E-Book heißt das Gebot der Stunde. Gerade schon aus der Taufe gehoben, gilt es fast schon als Mythos. Es ist ein neues Medien-Dispositiv  zwischen Hoffnung und Bangen. Vielen Verlegern treibt das E-Book gar die Angstperlen auf die Stirn - aus Sorge vor Urheberrechtsverletzungen durch illegale Downloads. Angesichts einer überschaubaren Zahl von 65.000 verkauften E-Books in Deutschland im ersten Halbjahr dieses Jahres, ist das E-Book bislang ohnehnin kein Frontalangriff auf das „physische Buch“ (zum Vergleich: In den USA werden 10 Mal so viele pro Woche verkauft). Vielmehr müssen beide Medienformen, das gedruckte und gescannte Buch eine sinnvolle Verbindung eingehen. Das pünktlich zur Buchmesse in Deutschland erhältliche Lesegerät „Kindle“ von Amazon ist ein wichtiger Schritt in die mediale Zukunft. Jedoch muss sich der Reader hinsichtlich Komfortabilität und Alltagstauglichkeit erst noch bewähren. Die Buchmesse muss zum Anlass genommen werden, einen öffentlichen Diskurs über digitalisierte Bücher und elektronische Formate zu führen. Zudem müssen Strategien für die Eindämmung der illegalen Nutzung entwickelt werden. Es schadet keineswegs, wenn sich die neue Regierung unter Kanzlerin Merkel dieses Projekt auf die Fahnen schreibt, denn nach Milliarden Einbußen auf dem Musikmarkt durch illegale Downloads droht nun das gleiche Dilemma für eingescannte Buchtitel. Auch diese können über einschlägige Filesharing-Programme mühelos aus dem Netz heruntergeladen werden. Viele E-Book-Verlage versuchen den illegalen Anbietern gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen und gleichzeitig das neue Medium E-Book den potentiellen Käufern näher zu bringen: Indem sie kostenlose Downloads ganzer Bücher auf den Verlagspages anbieten. Diese Präsente sind ganz nett,  aber auch hier ist fraglich, ob sie nachhaltigen Erfolg bringen werden.&lt;br /&gt;Auf der ersten „Tools of Change“ (TOC-) Konferenz am Rande der Frankfurter Buchmesse, auf der unter der Schirmherrschaft von Web 2.0-Erfinder Tim O´Reilly über die Digitalisierung des Buches diskutiert wurde, lautete denn auch die zentrale Botschaft: We just don´t know. Es gibt bislang noch keine Zahlen über einscannte Buchtitel, illegale Downloads und vor allem über deren Auswirkungen auf das traditionelle Buchgeschäft. Und zum Zahlenmangel gesellt sich der Erfahrungsmangel. Wie wird sich das E-Book entwickeln, welches Standartformat wird sich etablieren, welches Lesegerät wird sich durchsetzen, und gibt es in Europa überhaupt einen Markt für das elektronische Buch, eine Leserschaft, die wie in den USA ihr Geld auch für E-Books auszugeben bereit ist? Wie bereits erwähnt, sind 65.000 hierzulande verkaufte E-Books nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die zentrale Frage muss lauten: Wie kann man potentielle Käufer für das Medium E-Book nicht nur gewinnen, sondern sie auch begeistern: Ein paar Punkte könnten etwa sein: 1. Das E-Book auf dem Reader gelesen, vergilbt, verknickt, verblasst nicht. Es ist dauerhaft archivierbar. Sofern eine sichere Datenhaltung garantiert ist. 2. Es kann auf dem beleuchteten Display vielleicht komfortabler gelesen werden, als  ein  Buch im Halbdunkel des Zuges. Die Taschenlampe unter der Bettdecke hat also ausgedient. 3. Der Reader ist leichter als das Buch. Und er beherbergt nicht nur ein einzelnes Buch, sondern hat Platz für eine ganze Bibliothek. Das Bestreben, das gesamte Weltwissen portabel zu machen, trägt die ersten Früchte. Die Hochleistungsscanner von Google laufen auf Hochtouren. Die Anwälte und Verlagschefs geben sich millionenfach die Klinke in die Hand. 4. E-Books sind größtenteils günstiger als gedruckte Bücher und könnten so mehr Käufer anlocken. 5. Sie könnten zudem attraktiver sein, wenn die Verlage – wie bei DVDs  - Bonusmaterial zusätzlich anbieten würden. 6. Schließlich trägt der Reader multimedialen Anforderungen Rechnung, und kann Text ebenso wie Hörbücher und Bildmaterial abspielen. So könnte Lesen in Zukunft zu einem multimedialen, alle Sinne ansprechenden Erlebnis werden, wenn man seine Vorteile in einer digitalen Leseumgebung zu nutzen weiß. In diesem Zirkus sind alle Akteure gefragt: Verleger, Politiker, Juristen, Marketingstrategen, Programmierer, Wissenschaftlicher, Psychologen… und schließlich die Leser selbst. Bleibt nur zu hoffen, dass Apple und Konsorten nicht auch noch einen Reader mit Telefonfunktion auf den Markt werfen. Das würde auch dem E-Book schon den Garaus machen, bevor es sich etabliert hat. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-3208422290539190433?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/3208422290539190433/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=3208422290539190433' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/3208422290539190433'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/3208422290539190433'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/10/frankfurter-buchmesse-die-angst-vor-dem.html' title='Frankfurter Buchmesse: Angst vor dem E-Book'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-3036397776813018930</id><published>2009-10-16T12:21:00.000-07:00</published><updated>2009-10-20T10:40:58.447-07:00</updated><title type='text'>Die FDP und ihr gefährliches Spiel mit der Freiheit</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU und FDP kommen nicht voran. Es fehlt ein klares Konzept, fehlen Lösungen zu gegenwärtigen innenpolitischen Krisen. Noch gibt es kein Rezept für eine Novellierung des Gesundheitsfonds, für die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke oder die Senkung der Steuern. Angesichts eines Haushaltsdefizits von mehr als einer Billion Euro sind starke Ausgabenkürzungen vor allem bei Rentnern und Hartz IV-Empfängern langfristig gesehen unumgänglich, will man sich einer neuen EU-Mahnung entziehen. Nachdem das Schonvermögen für Hartz IV-Empfänger auf 750 Euro angehoben wurde, gibt es nun ein zweites endgültig beschlossenes Papier der neuen Koalition. Die FDP konnte sich im Streit um die Computersicherheit durchsetzen und stimmte selbst Hardliner Wolfgang Schäuble (CDU) gnädig: Online-Durchsuchungen dürfen künftig nur unter strenger richterlicher Genehmigung und nur im Falle akuter Lebensgefahr durchgeführt werden. Eine Regelung, die so zwar auch im aktuellen Gesetzentwurf von SPD und CDU formuliert gewesen ist, allerdings müssen private Durchsuchungen des Computers jetzt von einem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof genehmigt werden und dürfen nicht von anderen Behörden angeordnet werden. Auch die unreflektierte und äußerst fragwürdige Sperrung kinderpornografischer Seiten im Internet -  das letzte große Ass der Ursula von der Leyen (CDU) – wird sprichwörtlich gestoppt und durch eine Löschung entsprechender Inhalte ersetzt. Die private Lebensführung soll zunehmend geschützt werden, weshalb auch Lausch- und Videoangriffe untersagt sein sollen. Vorrätig gespeicherte Verbindungs- und Kommunikationsdaten sollen nur im Falle „akuter Gefahr für Leib und Leben“ zur Verfolgung von Straftaten herangezogen werden. Des Weiteren dürfen Journalisten künftig aus geheimen Papieren zitieren. Die Verhandlungsführerin der FDP Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sagte, es sei gelungen, in diesem sensiblen Bereich die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit herzustellen. Dem stimmten Schäuble und der CSU-Innenexperte Hans-Peter Uhl ausdrücklich zu. Schäuble sagte, es sei allen drei Parteien wichtig gewesen, eine Einigung in der Arbeitsgruppe herbeizuführen und nicht mit strittigen Punkten in die große Runde zu gehen. Die Ergebnisse seien mit Billigung von Kanzleramtschef Thomas de Maizière verkündet worden.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ungeachtet schwieriger Verhandlungen in den politischen Problemfeldern, hat die Koalition aber nur scheinbar einen ersten nennenswerten Beschluss auf den Weg gebracht, der in eine optimistische, weil freiheitsbejahende Zukunft weisen soll. Rasend schnell haben die Liberalen begriffen, wie unausweichlich eine Orientierung in Richtung Mitte ist. Schon jetzt scheint sie sich vom Image der „Klientelpartei“ befreien zu wollen. Mit einem strikteren Gesetz zur Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken oder einer wettbewerbsfreundlicheren Gesundheitsreform könnte der einst kleinen FDP der nächste "große Wurf "gelingen. Die neuen Regeln zur Computersicherheit waren nicht all zu schwer zu realisieren, zu offensichtlich waren die Freiheitsbeschneidungen unbescholtener Bürger durch ein auf zu großer Vorsorge basierendes Konzept. Allerdings darf nicht außer Acht gelassen werden: Abgeschafft ist die Internetkontrolle nicht. Weder die Online-Durchsuchung noch die Vorratsdatenspeicherung sind wirklich außer Kraft gesetzt worden, sie wurden bei näherem Hinsehen lediglich etwas abgemildert.  Eigentlich wollte sich die FDP, allen voran   Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, gegen eine unter Staatskontrolle gestellte Informationsfreiheit wehren. Das ist ihr im Kern nicht gelungen. Jetzt verkauft die FDP ihr neues Papier als Schlüssel, welcher  der schwierigen Situation Rechnung trägt, einerseits der immer größer werdenden Internetkriminalität gerecht zu werden und andererseits die Lebensführung der Bürger nicht unnötig zu beschneiden. Leider nehmen die Entwürfe nur augenschleinlich Einfluss auf die Lebensführung der Bürger. In der Sache ändert sich fast nichts. Die Entwürfe mögen immerhin ein Vorstoß in die richtige Richtung sein. Vielleicht sind sie ein Teilerfolg der FDP. Doch, wenn Augenwischerei zum Koalitionskonzept wird, werden die Wähler um ihre Stimme geprellt und Politik verliert noch mehr an Substanz als zuvor. Dann treibt die FDP ein gefährliches Spiel mit der Wahrheit und der Freiheit gleichermaßen, bei dem am Ende nicht nur sie selbst sondern auch Deutschland verliert!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-3036397776813018930?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/3036397776813018930/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=3036397776813018930' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/3036397776813018930'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/3036397776813018930'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/10/fdp-gibt-ein-stuck-informationsfreiheit.html' title='Die FDP und ihr gefährliches Spiel mit der Freiheit'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-8273876344346955312</id><published>2009-10-14T12:34:00.000-07:00</published><updated>2009-10-20T10:40:28.927-07:00</updated><title type='text'>Obama´s Welt: Kleiner Preis für große Visionen</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CXS-SSIVE%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:applybreakingrules/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:usefelayout/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-language:DE;} @page Section1 	{size:595.3pt 841.9pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --&gt; &lt;/style&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Die Rhein-Zeitung titelt "Nobelpreis für Obamas Traum vom Frieden", die Süddeutsche nennt ihn den "Nobelpreis für die Hoffnung". Kommentatoren und Kritiker sind sich einig: Der vom Nobel-Komitee in Oslo verliehene Friedensnobelpreis an US-Präsident Barack Obama ist verfrüht verliehen worden und gilt als Vorschusslorbeer. Nicht einig sind sich erwartungsgemäß Demokraten und Republikaner. Während die einen laut jubeln und ihren Präsidenten in den Himmel loben, sprechen die anderen von einer unverdienten Auszeichnung, Obama müsse seinen Worten erst noch Taten folgen lassen. Beide Positionen haben einen wahren Kern. Alfred Nobel hat in seinem Testament ausdrücklich die Friedensbemühungen als preiswürdig festgelegt. Und bei aller Kritik und Polemik: Obama hat die Welt bereits verändert, hat sie bereits ein Stück weit verbessert. Seine Bestrebungen, der islamischen Welt die Hand zu reichen, Verhandlungen zwischen Israel und Palästina zu beeinflussen, sowie Gespräche über eine weltweite atomare Abrüstung zu führen, sind nicht selbstverständlich. Vor allem nicht in dieser Schnelligkeit, Stringenz und rhetorischen Sorgfalt. Schon unmittelbar nach seinem Amtsantritt im Januar 2009 bereiste er die Krisenherde der Welt und mimte den verständnisvollen, feinfühligen Zuhörer. Als konsequenter Zupacker hat sich der mächtigste Mann der Welt indes noch keinen Namen gemacht. Auch wenn die Raketenstellungen in Russland aufgegeben wurden, müssen Atomabrüstungsprogramme erst noch auf den Weg gebracht werden. Der ehrenwerte – und längst überfällige - Vorsatz, gemeinsam mit China die Emmissionsraten entscheidend zu senken, muss denn auch verbindlich in Schriftform festgelegt und schlussendlich befolgt werden, damit Klimapolitik keine Klimarhetorik bleibt. Und auch wenn Obama die Bankentransparenz fordert und größeren staatlichen Einfluss auf den amerikanischen Geldmarkt nehmen will, war er in Sachen Manager-Boni auf dem Wirtschaftsgipfel in Pittsburgh nicht gänzlich auf die Linie der Bundesregierung zu bringen. Seine ersten Dämpfer hat Obama ausgerechnet bei innenpolitischen Problemfeldern erhalten. Sein Großprojekt einer einheitlichen Gesundheitsreform, die allen Bürgern eine Krankenversicherung garantieren soll, hat nach harscher Kritik und Straßenprotesten eine wichtige Abstimmungsrunde im Kongress mit 14&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;gegen 9 Stimmen genommen. Dennoch sind Nachbesserungen und reformferne Zugeständnisse unumgänglich, um eine Beschlussfähigkeit zu erreichen. In der Rassismusdebatte kommt Obama bislang keinen nennenswerten Schritt voran.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style=";font-family:georgia;font-size:100%;"  &gt;Besonders die innenpolitische Realität beweist, dass Obama nicht der Messias ist, für den ihn anfangs die Medien gehalten haben, und jetzt das Nobel-Komitee hält. Nun ist die messianische Erwartungshaltung offiziell verankert. Und es scheint gar, als versuche man der Heilsbringungen einen kleinen Schups geben zu wollen, die Erfüllung ein bisschen voranzutreiben. So funktioniert natürlich keine Politik. Weder zu Helmut Schmidts Zeiten, dessen Annäherungsversuche an die Ostblockstaaten&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;1971 ebenfalls geehrt worden waren, bevor er überhaupt Taten folgen ließ, noch zu Obamas Zeiten. Obama selbst muss den Preis als Bürde sehen, die nun auf ihm lastet. Allerdings ist er Profi genug, sich nicht beeinflussen oder lenken zu lassen. Er verfolgt eine klare Linie und nimmt einen kleinen Preis am Wegesrand gerne dankend in Empfang. Die Probleme löst dieser Preis alleine nicht. Und Obamas Motivation wird er nicht steigern. Ohnehin macht Obama immer wieder deutlich, dass nicht er alleine globale Konflikte lösen kann, sondern dass nur eine Zusammenarbeit aller Staatenführer und Länder zum Ziel führen kann. Auch wenn der Preis den USA eine Vormachtstellung bescheinigt, so ist sich Obama bewusst, dass er auf Verbündete angewiesen ist. Seine Politik des Miteinanders wiegt mehr als ein One-Man-Preis. Angesichts ernsthafter globaler Krisen wirkt eine „Auszeichnung“ ohnehin perfide. Obama hat alle Hände voll zu tun. Gerade tagte er im „Situation Office“ mit seinen Beratern, um über eine Aufstockung der Soldaten in Afghanistan zu beraten. Nach dem erschreckenden Bericht des Kommandanten der US-Soldaten General McChrystal ist diese zwingend erforderlich, um der wachsenden Bedrohung durch die Taliban Einhalt zu gebieten. Im Gespräch ist eine Aufstockung von bis zu 40.000 US-Soldaten. Kritiker befürchten, dass dennoch keine Verbesserung der Lage zu erwarten sei. Es wird gar von einem zweiten Vietnam gesprochen. Ob Obama also ein würdiger Preisträger ist, bzw. ob er überhaupt ein würdiger Preisträger sein kann, wird er – wie im Falle der Atomabrüstung und auch der Weltbefriedung -  nicht einmal beweisen können.  So gerne er es würde. Und so scheint dieser Preis selbst, so aufrüttelnd er ist, nichts weiter zu sein als eine gut gemeinte aber schlecht durchdachte Utopie.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-8273876344346955312?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/8273876344346955312/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=8273876344346955312' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/8273876344346955312'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/8273876344346955312'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/10/obamas-welt-one-man-preis-fur-visionen.html' title='Obama´s Welt: Kleiner Preis für große Visionen'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-1623074007728042952</id><published>2009-09-30T15:37:00.000-07:00</published><updated>2009-09-30T15:49:37.864-07:00</updated><title type='text'>Bundestagswahl 2009: Farben, Fallen und die FDP</title><content type='html'>&lt;div  style="text-align: justify;font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Die beiden großen Volksparteien haben ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl erzielt. Die CDU hat sich quasi – wie die &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_0"&gt;RP&lt;/span&gt; richtig bemerkt – zum Wahlsieg verloren. Diese Paradoxie wird sich wahrscheinlich auch in der Regierungsarbeit widerspiegeln. Schon kurz nach der Wahl mehrten sich die Stimmen, Parteivorsitz und Kanzleramt sollten besser getrennt werden. Vor allem blickt alle Welt auf die Vergabe der Ministerposten. Wird Guido &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_1"&gt;Westerwelle&lt;/span&gt; tatsächlich deutscher Außenminister? Wird er Verhandlungen in den USA, Russland oder China führen können? Angesichts seiner akuten Fremdsprachenschwäche, und seiner schlichten Unkenntnis selbst von der englischen Sprache, lassen Zweifel aufkommen. Und auch das &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_2"&gt;westerwellesche&lt;/span&gt; Wesen eines zwar guten &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_3"&gt;Rhetorikers&lt;/span&gt; aber nicht wirklich ernsthaften Staatsmannes macht die Sache nicht einfacher. Innenpolitisch steht indes fest: Die Zeiten für &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_4"&gt;Merkel&lt;/span&gt; werden noch ungemütlicher als in der großen Koalition. &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_5"&gt;Zickereien&lt;/span&gt; sind vorprogrammiert, und sie werden keineswegs von &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_6"&gt;Merkel&lt;/span&gt; kommen! Wie dir &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_7"&gt;RP&lt;/span&gt; weiter schreibt, ist die FDP zwar noch keine Volkspartei, wohl aber eine „Vollpartei“, gigantische 14 Prozent sprechen für sich. Die Bundestagswahl 2009 ist ein &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_8"&gt;Richtungswechsel&lt;/span&gt;, der, wenn man ihn weiter denkt, das Aus der großen Volksparteien sein könnte. Die kleinen Fraktionen, vor allem die Linke haben enorm zugelegt, selbst die Piratenpartei hat es aus dem Stand auf 2 Prozent gebracht. Vielleicht ist ein Gegengewicht zu den großen Volksparteien gut, und vielleicht kann der Streitwille einer starken Opposition der politischen Sache, also inhaltlichen Auseinandersetzung dienlich sein. Es steht jedoch weiterhin zu befürchten, dass personelle Querelen und persönliche Eitelkeiten sowohl den Bürgerwillen untergraben als auch die politische Führung Deutschlands überschatten werden. Politik in der &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_9"&gt;Sackgasse&lt;/span&gt;? Ist auch der bewussten  - und massenhaft getroffenen - Entscheidung des Nichtwählers Respekt zu zollen? Nichtwähler tun dem Land besser als Linkswähler! Insofern hätte man vielleicht dazu aufrufen sollen, am Sonntag nicht zur Wahl zu gehen!&lt;br /&gt;Jetzt erleben wir fast demütig den Niedergang der SPD. Tigerenten und Biene-&lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_10"&gt;Mayas&lt;/span&gt;, welche den Abgeordneten unbeschwerte Kindheiten bescherten, werden ihnen im Alter zu Ikonen des &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_11"&gt;Scheiterns&lt;/span&gt;, ja, zu Symbolen des Schreckens, zum Damoklesschwert der Politik. Und das gerade  in wirtschaftlichen Krisenzeiten, in denen &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_12"&gt;Arbeitsplatzverlust&lt;/span&gt; und soziale Ungerechtigkeit das Tagesgeschehen bestimmen.  Die Wahl hat gezeigt: Die Menschen im Land dürsten nach zuverlässigen Werten, nach einer starken Hand, die gleichzeitig zupacken kann und einfach nur schützend über den Köpfen schwebt. Das ist sie die bürgerliche Hand, die sich versucht auf die Mitte zu zu bewegen. Das wird ihr gelingen, wenn sie sich jetzt nicht an &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_13"&gt;Sondierungsgesprächen&lt;/span&gt; – auch auf NRW-Ebene – festbeißt und dem kindischen Farben- und Bilderspiel (schwarz-gelb, rot-rot, grün,/Jamaika, Ampel, Tigerente…) gut durchdachte und nachhaltige Inhalte entgegen setzt. Die Zeiten sind ernst. Nicht gegeneinander, sondern Miteinander muss die &lt;span class="blsp-spelling-corrected" id="SPELLING_ERROR_14"&gt;Devise&lt;/span&gt; lauten. Krisen bewältigt man nur mit vereinten Kräften. Es gibt viel zu tun für &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_15"&gt;Merkel&lt;/span&gt; und &lt;span class="blsp-spelling-error" id="SPELLING_ERROR_16"&gt;Westerwelle&lt;/span&gt;! Der Wähler hat entschieden. Packen Sie es an!&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-1623074007728042952?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/1623074007728042952/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=1623074007728042952' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/1623074007728042952'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/1623074007728042952'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/09/bundestagswahl-2009-farben-fallen-und.html' title='Bundestagswahl 2009: Farben, Fallen und die FDP'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-8115330841747793758</id><published>2009-09-18T13:27:00.000-07:00</published><updated>2009-09-24T08:28:02.208-07:00</updated><title type='text'>Harald Schmidt: Der Großmeister ist zurück!</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; 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Der ARD-Wetterexperte überließ die Zuschauer in Schmidts Hände mit den Worten: "Ich kenne niemanden, der überhaupt noch mit Bart moderiert. Und wir hoffen alle, dass er sich rasiert hat", sagte einer, der selbst ob seines gesichtlichen Haarwuchses in kritisches Visier genommen worden ist. Fast demütig, devot, platzräumend brachte er den Satz: "Freuen Sie sich auf Harald Schmidt" über die Lippen. Der Großmeister der Anspruchs-Unterhaltung ist wieder da! Und was war das für ein Auftakt für eine Sendung, von der man nicht mehr viel&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; zu erwarten hatte, oder nicht mehr viel erwarten konnte. Zugegeben, nach&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; dem Abtritt von Oliver Pocher konnte es nur aufwärts gehen mit&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; "Deutschlands Polit-Magazin Nummer Eins". Aber die Messlatte vor dem Start&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; gestern Abend setzte der "Edel-Entertrainer" (Süddeutsche) selbst&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; erwartungsgemäß hoch. Nicht mehr mit zweifelhaften Showgrößen und&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; Medienstars wolle sich Schmidt künftig unterhalten. Stattdessen ziehe er es vor,&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; Unternehmer zu Wort kommen zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="text-align: justify; font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;Überraschenderweise hielt er, was er&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; versprach. Und als der Trigema-Chef Wolfgang Grupp das Studio 449 in Köln&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; betrat, fand eine eh schon gelungene Sendung ihren Höhepunkt. Harald Schmidt&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; soll jetzt endgültig das Label für richtige Late Night im Stile eines Jay Leno oder David Lettermans sein - deren legendäre Show "Late Night" im März erst von Neuling Jimmy Fellon übernommen worden ist - das zeigte&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; schon der Vorspann der Sendung. Großstadtflair zu nächtlicher Stunde wollte&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; dieser suggerieren und setzte sich konsequent in der Studiokulisse mit&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; leuchtenden Lichtern der Skyline fort. Schmidt lief gleich zu Beginn zur&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; Hochform auf: "Ich finde, einmal hat es richtig gefunkt in diesem Wahlkampf: Das war die Landung von Müntefering." Oder:&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;"Wenn er das Wahlduell noch gesehen hätte, hätte Michael Jackson kein Propofol gebraucht." Harald Schmidt brachte es auf den Punkt.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Dann zeigte er ein Bild, auf dem die Eingangstür der Agentur für Arbeit mit dem Wahlslogan "Wachstum schafft Arbeit" überschrieben wurde, um rumänische Arbeiter nach Deutschland zu locken. Ein Schelm, der Böses dabei dachte. Nicht nur eine Kombination aus&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; den Rüttgers-Entgleisungen vergangener Tage und dem CDU-Wahlslogan,&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; sondern zugleich ein subtiler Kommentar, der beinahe das vielfach kritisierte "Nazometer" wieder in Erinnerung rief. Umweltminister Gabriel nannte er den "Asketen von Niedersachsen", Dieter Althaus den "Geist vom Landtag in Thüringen". Der Zusammenschnitt der&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; Wahlwerbefilme von CDU und SPD war ein gekonnter Wink in Richtung Große&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; Koalition. Weitere Einspieler wie etwa zum "Schweinegrippenjournalismus"&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; sprachen vielen Zuschauern aus dem Herzen. Die Schmidtsche Erklärung zum Afghanistan-Einsatz blieb jedoch substanzlos und unverständlich: "Für die einen Krieg, für die anderen eine Art Hausaufgabenbetreuung mit Maschinenpistolen", hieß es da. Und weiter: "Der Befehl zur deutschen Einheit kam unmittelbar aus einer Höhle in Afghanistan." Der Late-Night-Talker zeigt dazu einen Einspieler, in dem Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden eine Botschaft verliest. Der Ton dazu war dem amerikanischen Präsident Ronald Reagan entliehen, der 1987 am Brandenburger Tor jene Worte an den Präsidenten der Sowjetunion richtete: "Mister Gorbatschow, open this gate, tear down this wall." Als dann soziale Netzwerke in Beschlag genommen wurden - "die Zuschauer holen sich den Journalismus von den Plattformen" - und der Philosoph Boris Groys mit den Worten zitiert wurde "Was wir haben, ist eine Kultur, in deren Mitte sich so etwas befindet wie ein Grab für einen unbekannten Zuschauer", widmete er per Video den "Usern von Twitter und Facebook" ein anonymes Grab, auf dem ein Laptop niedergelegt wurde. Anschließend gedachte er der unzähligen "klicklosen Homepages und Blogs" im Internet. In der anschließenden Hyperschnell-Konversation über die Regisseurin Andrea Breth, in der zufällig Namen wie Michel Foucault oder Jean Baudrillard fielen, wirkte der Zusammenhang leider verkrampft und undurchsichtig.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;"Star-Reporterin" Katia Bauerfeind, die es nach Polylux zuletzt&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; mit einer Internet-Sendung nach 3Sat schaffte, überzeugte fürs erste, sowohl in&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; Einspielern als auch live im Studio. Dort pries sie gemeinsam mit Schmidt Terrantinos&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; "Inglorious Bastards" als Liebesschnulze an, wonach der Kinoschocker Lars van Triers&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; Antichrist mit Bullis Wicki-Film gekreuzt wurde. Kombinatorische Höchsleistung&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; mit künstlerischen Ansprüchen durfte man dieser Auftaktsendung wohl irgenwie bescheinigen. Schließlich gab der Unternehmer Wolfgang Grupp ein&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; überraschend symphatisches und moralisch einwandfreies, schlagfertiges und&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; äußerst gewitztes Gegengesicht zur Finanzkrise ab.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Natürlich trat Schmidt,&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; erneut mit Bart, gewohnt jovial auf, doch verlieh er seiner Erscheinung&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; diesmal die nötige Substanz, die einen Abend - auch zu später Stunde - noch&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; kurzweilig, beinahe nachhaltig werden ließ. Nur bei Momenten wie dem Interview mit dem imaginären Bruder Peter Scholl-Latours in Fidel Castro-Montur musste man sich&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; der eigenen peinlichen Berührtheit hingeben. Ansonsten konnte man sich&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; vertrauensvoll in die Hände des Conferenciers begeben, ja fast Fallenlassen&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; war möglich. Wenn das so weiter geht, dann hat er endlich seine Form&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; gefunden, die er so lange gesucht hat!&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-8115330841747793758?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/8115330841747793758/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=8115330841747793758' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/8115330841747793758'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/8115330841747793758'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/09/harald-schmidt-der-gromeister-ist.html' title='Harald Schmidt: Der Großmeister ist zurück!'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-2998072965944053794</id><published>2009-09-15T12:53:00.000-07:00</published><updated>2009-09-23T14:08:57.399-07:00</updated><title type='text'>TV-Duell: "Wahlkampf für Kenner"</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Frank-Walter Steinmeier hatte ganz recht, als er sagte: „Schauen Sie genau hin.“ Auch wenn 42 Prozent der (nur) 15 Millionen Zuschauer im Fernseh-Duell zwischen Kanzlerin und Vizekanzler keinen inhaltlichen Unterschied zu sehen vermocht haben, so war er gewiss da. Focus-Chefredakteur Helmut Markwort sagte ebenfalls ganz richtig: "Das ist ein Wahlkampf für Kenner." Und natürlich redet die vier Jahre der großen Koalition  keiner weg. Liebe fragenden Journalisten: Große Koalition bedeutet gemeinsames Regieren. Das kann auch kein Beteiligter, bstreiten, sofern er nicht sein eigenes Arbeitswerk untergraben und die großen Entscheidungen vom Elterngeld und Ganztagsschulen über Kurzarbeit und Gesundheitsfond bis hin zur Abwrackprämie und der Opel-Rettung dem politischen Gegner allein zuschreiben will. Und in der Tat hat die große Koalition auch gute Politik gemacht – nicht nur im Ausland. National ist sicher der – erst späte, dann aber entschiedene - Umgang mit der Wirtschaftskrise zu nennen. Auch wenn der tiefe Fall der Autobranche noch bevorsteht. Außenpolitisch konnte Merkel die Herren Obama und Sarkozy nicht nur umschmeicheln, sondern sie auch dazu bringen, in Sachen Bankentransparenz, Afrika-Unterstützung und Umweltpolitik an einem Strang zu ziehen. Die Atomprovokationen von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il verurteilte sie ebenso entschieden wie den israelischen Siedlungsbau Nitnajahus. Den von der Bundeswehr befohlenen Angriff auf die beiden von den Taliban umlagerten Tanklaster versuchte sie weder abzuwiegeln noch allzu schön zu reden, sondern fand geeignetere, klügere Worte als ihr eigener Verteidigungsminister Frank-Josef Jung. Dass der auch nach der Bundestagswahl im Amt bleibt, gilt als höchst unwahrscheinlich.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die richtigen Worte finden. Das gelang der Amtsinhaberin im TV-Duell weniger gut als dem Herausforderer Steinmeier. Der lief besonders in der ersten Hälfte zur rhetorischen Höchstform auf, sprach die Wähler immer wieder an, formulierte kurze und prägnante Sätze und zauberte auch außerpolitische Schönworte aus dem Hut, von denen die Kanzlerin nicht einmal gehört haben mag. Rhetorisch war das mithin eine Lehrstunde und man fühlte sich an alte Schröder-Zeiten erinnert – obschon sich die Zeiten gewandelt haben. Steinmeier war angriffslustig, blieb aber fair. Vielleicht erwarten deutsche TV-Journalisten eher eine Schlammschlacht als einen sachlich und nüchtern geführten Wahlkampf. Gleichwohl zeigte Steinmeier zum ersten Mal so was wie Leidenschaft. Aber immer wieder dreschten die Fragenden in die "Diskussion" und unterbrachen selbst die Kanzlerin mitten in ihren Ausführungen. Eine Benotung der „sozialen Gerechtigkeitslage“ in Deutschland war ebenso absurd  wie von einer Tigerentenkoalition zwischen CDU und FDP zu sprechen. Dass eine solche infantile Bezeichnung dem Ernst der Lage nicht gerecht wird, insistierte Merkel zu Recht. Allerdings war es seltsam zu hören, dass sie sich tatsächlich bereits auf ein FDP-Bündnis festgelegt zu haben scheint. Westerwelle als neuer Außenminister? Das wäre wohl der Super-Gau. Da hört man lieber wieder den Worten Steinmeiers zu und vernimmt verblüfft, wie kompetent der als zu seicht und unerfahren deklarierte SPD-Frontmann doch sein kann. Zugegeben, sich auf die Vermehrung von Arbeitsplätzen und den Atomausstieg zu versteifen, reicht inhaltlich nicht an die Ausführungen von Merkel heran, die nichtsdestoweniger ihren Amtsbonus auszuspielen wusste. Wer von beiden aber jetzt die „soziale Gerechtigkeit/Marktwirtschaft“ gepachtet hatte, das wusste der geneigte Fernsehzuschauer nicht so recht. Beide haben für sich beansprucht, Wachstum generieren und Arbeitsplätze schaffen zu wollen. Aber auch hier gab es entscheidende Unterschiede, die auch die Journalistenriege nicht überhört haben kann: Merkel will richtigerweise eine Steuersenkung, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln und den potentiellen Käufer zu ermutigen. Steinmeier lehnt das mit Blick auf das Haushaltsdefizit und dem Finanzminister im Rücken ab. Am Schluss riss die Kanzlerin das Ruder wieder an sich. Ob die Verantwortlichen der Wirtschaftskrise ungeschoren davon kommen, wählte man die CDU, wie Steinmeier in seinem Schlusswort prophezeite, sei dahin gestellt. Immerhin sprach die Kanzlerin kurz von Familie und Bildung. Zwei zentrale Themen, denen die Moderatoren des Duells nicht den Hauch einer Aufmerksamkeit widmeten. Das ständige, äußerst unhöfliche Unterbrechen und der Wunsch, ein Feuer zu entfachen, wo nicht mal eine Glut sich anbahnte, schien den Fragenden wichtiger als sachliche und zu Ende gedachte Ausführungen der Befragten. Überhaupt war das ein Fernsehduell zwischen Journalisten und Politikern, bei dem nicht Deutschland verloren hat, wie anschließend attestiert wurde, sondern die Journalisten: Statt einer sachlichen Diskussion Raum zu geben, wollten alle ihrem eigenen Image gerecht werden: Plasberg fragte hartnäckig und stellte raffinierte Fallen, Maybritt Illner ließ nicht ausreden und wollte Polit-Talk generieren, Peter Kloeppel versuchte mit brisanten Fragen die Duellanten zu bewegen, wobei die Dienstwagenaffäre ebenso ausdiskutiert ist wie das Ackermann-Geburtstagsessen, und Peter Limbourg hielt sich zurück und meinte analysierend während der Sendung, eher ein „Duett statt ein Duell“ und ein „Ehepaar“ statt politische Gegner ausgemacht zu haben. Hier hat das Medium über den Inhalt entscheiden, war das Medium die Botschaft selbst, wie einst McLuhan medienwissenschaftlich konstatierte. Das Fernsehen würde Sachlichkeit und Konsens nur allzu gerne gegen Angriff und Dramaturgie eintauschen. Den entscheidenden Unterschied vergessen die Macher in diesen Tagen wieder besonders – wohl ob ihres blinden Flecks: Den zwischen medialer Regeln und politischer Relevanz. Und auch die Entlarvung von der Akte-Sendung, über Domian bis hin zu Quizsendungen durch die Politposse Horst Schlemmers bemerken nicht mal ihre Erschaffer. Das ist ein Wahlkampf für Kenner! &lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-2998072965944053794?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/2998072965944053794/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=2998072965944053794' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/2998072965944053794'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/2998072965944053794'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/09/tv-duell-wahlkampf-fur-kenner.html' title='TV-Duell: &quot;Wahlkampf für Kenner&quot;'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-1522066390124108129</id><published>2009-09-11T14:06:00.000-07:00</published><updated>2009-09-23T14:11:39.434-07:00</updated><title type='text'>Killerspiele: Wie Gewalt im Kopf entsteht</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CXS-SSIVE%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:applybreakingrules/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:usefelayout/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-language:DE;} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --&gt; &lt;/style&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Da wurde so lange von „Wiederaufbauhilfe“ statt von „Krieg“ gesprochen und jetzt das. Über 50 Zivilisten könnte die Deutsche Bundeswehr in Afghanistan auf dem Gewissen haben, weil sie einen Befehl zum Luftangriff auf zwei von den Taliban belagerten Tanklastern gegeben hat. Die darauf gefolgte Abwiegelungstaktik von Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung gleicht einer Farce. Wiederholt äußerte er, dass sich keine Zivilisten unter den Opfern befunden hätten. Man fragt sich, wie es dem Oberbefehlshaber  (und dann auch Jung) möglich gewesen ist, Zivilisten von Taliban-Kämpfern zu unterscheiden, wo letztere eben nicht in Kriegsmontur sondern bewusst zivil zu Felde ziehen. Noch dazu geschah der Angriff in nächtlicher Dunkelheit, nicht etwa am Tag. Seine Tage im Amt sind jedenfalls gezählt. Und es besteht kein Zweifel: Es ist Krieg in Afghanistan. Und die Deutsche Bundeswehr ist mitten drin als zweit wichtigster Akteur im Kampf gegen den Terror. Denn „Wiederaufbauhilfe“ ist zugleich „Gewaltabbauhilfe“. Dass die Taliban westliche Demokratiesemantik nicht versteht, dürfte klar sein. Mit der Sprache der Waffen begegnet man den Taliban-Milizen dagegen auf Augenhöhe. Und das ist das Mindeste, was man tun muss. Zivilisten zu schützen muss aber Vorrang haben – noch dazu in diesem als “sauber“ deklarierten Krieg, in dem modernste Luftabwehr-, Aufklärungs- und Raketensysteme im Einsatz sind, die an Treffsicherheit Vietnam- und Golfkrieg in den Schatten stellen sollen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Krieg findet aber nicht nur draußen, sondern auch in heimischen Wohn-, besser Kinderzimmern statt. Killerspiele schimpfen sich virtuelle Plattformen - mit zunehmendem Live-Charakter dank Internet-Direktübertragung und weltweiter Vernetzung der Spieler - auf denen Krieg simuliert wird. Er wird sogar sprichwörtlich in die Hand genommen: Am eigenen Joystick. Nicht erst nach den jüngsten Amokläufen - Erfurt (2002) und Winnenden (März 2009) wurde darüber spekuliert, ob eine Korrelation zwischen Spielekonsum und Amokverhalten besteht. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:applybreakingrules/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:usefelayout/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	mso-layout-grid-align:none; 	punctuation-wrap:simple; 	text-autospace:none; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-language:DE;} p.35anschl, li.35anschl, div.35anschl 	{mso-style-name:35anschl; 	margin-top:0cm; 	margin-right:184.3pt; 	margin-bottom:0cm; 	margin-left:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	line-height:18.0pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	mso-layout-grid-align:none; 	punctuation-wrap:simple; 	text-autospace:none; 	font-size:12.0pt; 	mso-bidi-font-size:10.0pt; 	font-family:"Courier New"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-language:DE;} @page Section1 	{size:595.3pt 841.9pt; 	margin:70.9pt 70.9pt 2.0cm 70.9pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-line-numbers-count-by:2; 	mso-line-numbers-distance:2.0cm; 	mso-line-numbers-restart:continuous; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --&gt; &lt;/style&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;&lt;div  style="text-align: justify;font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Prof. Dr. Bernhard Bogerts sagt Ja. Allerdings seien dafür auch eine Reihe anderer Dispositionen notwendig. Der in Bingen geborene Psychiater bestritt mit seinem Vortrag "Gehirn und Verbrechen - Neurobiologische Erklärungsversuche für Gewalt, Terror und Völkermord" den Auftakt zum neuen Programm 2009/20010 des Wissenschaftlichen Vereins Mönchengladbach. Bogerts war von 1984 bis 1994 Oberarzt in der Psychiatrischen Klinik der Universität Düsseldorf (Rheinische Landesklinik). Seit 1994 ist er Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und psychosomatische Medizin an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Der Referent betonte: „Für Gewalttaten gibt auch ganz andere Erklärungsansätze philosophischer, theologischer, juristischer Art, die hiermit nicht geschmälert werden sollen.“ Seine These untermauerte der Hirnforscher indes durch Bilder von Computertomografen und MRT-Messungen von Gewalttätern. Er zeigte die Hirnaufnahmen vom ersten Amokläufer Ernst August Wagner, der 1913 ebenfalls in Winnenden 17 Menschen getötet hat. Ebenso von RAF-Terroristin Ulrike Meinhof (1934-1976), sowie von unbekannten Gewaltverbrechern. Auf allen Bildern waren Veränderungen gegenüber einem gesunden Gehirn im limbischen System zu erkennen. Jener Funktionseinheit des Gehirns, die Emotionen, Triebe und Intelligenz steuert. Ein dortiger Fehler verursacht die Hemmung des Neokortex, in dem kulturelle und moralische Erfahrungen gespeichert sind. Das wiederum führt zu einer Aktivierung des archaischen Stammhirns (auch Reptilhirn genannt), das zuständig ist für Atmung, Reflexe, Selbsterhaltung. Bogerts folgert: „Aggressives Verhalten kann durch einen Fehler im limbischen System verursacht werden, obwohl keine Umwelteinflüsse vorhanden sind.“ Solche Schäden könnten entweder durch operative Eingriffe, etwa nach Entfernen eines Tumors, wie im Fall von Ulrike Meinhof, oder durch psychosomatische Störungen auftreten. Bogerts zeigte anhand von Untersuchungen, dass Gewaltbereitschaft zudem genetisch bedingt sein kann. Auch seien traumatische Kindheitserfahrungen und gewaltverherrlichende Ideologien (zweiter Weltkrieg) Auslöser von Gewalt. Hinzukommen müsse ferner ein auslösendes psychosoziales Umfeld. „Wenn mehrere Faktoren zusammenkommen, steigt die Gewaltbereitschaft exponentiell“, so Bogerts. Es lässt sich leicht erahnen, was einstudierte und gelebte virtuelle Kriegsszenarien im Kopf bei enstprechender Disposition und sozialen Umständen&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;  &lt;/span&gt;&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CXS-SSIVE%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:applybreakingrules/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:usefelayout/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	mso-layout-grid-align:none; 	punctuation-wrap:simple; 	text-autospace:none; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-language:DE;} p.35anschl, li.35anschl, div.35anschl 	{mso-style-name:35anschl; 	margin-top:0cm; 	margin-right:184.3pt; 	margin-bottom:0cm; 	margin-left:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	line-height:18.0pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	mso-layout-grid-align:none; 	punctuation-wrap:simple; 	text-autospace:none; 	font-size:12.0pt; 	mso-bidi-font-size:10.0pt; 	font-family:"Courier New"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-language:DE;} @page Section1 	{size:595.3pt 841.9pt; 	margin:70.9pt 70.9pt 2.0cm 70.9pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-line-numbers-count-by:2; 	mso-line-numbers-distance:2.0cm; 	mso-line-numbers-restart:continuous; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --&gt; &lt;/style&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;in Natura anrichten können.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-1522066390124108129?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/1522066390124108129/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=1522066390124108129' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/1522066390124108129'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/1522066390124108129'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/09/killerspiele-wie-gewalt-im-kopf.html' title='Killerspiele: Wie Gewalt im Kopf entsteht'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-1098051508024382352</id><published>2009-08-25T11:20:00.001-07:00</published><updated>2009-09-23T14:15:05.528-07:00</updated><title type='text'>Quentin Tarantino´s Rache an der Wirklichkeit</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im neuen Film von Kult-Regisseur Quentin Tarantino mögen sich ein furioser Brad Pitt und ein fragwürdiger Till Schweiger die Klinke in die Hand geben. Beiden stiehlt ein anderer die Show: Der deutsche Schauspieler Christoph Waltz wurde für seine Verkörperung des „zynischen Judenjägers“ und SS-Manns Hans Langa in „Inglorious Basterds“ bei den Filmfestspielen in Cannes mit dem wohlverdienten Darstellerpreis ausgezeichnet. Im &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/kino/Quentin-Tarantino-Christoph-Waltz;art137,2875637"&gt;Interview&lt;/a&gt; mit dem Tagesspiegel äußerte er sich über seinen Regisseur, die Funktion einer Uniform und die Rolle des Films. In Tarantinos Werken spiegelt sich genau das wider, was die niederländische Autorin Nelleke Noordervliet kürzlich auf einer Lesung sagte – auch wenn sie sich auf ein anderes Medium bezieht: „Mein Roman liefert nur eine kondensierte, selektive Wirklichkeit. Aber er eröffnet den Blick auf die wirkliche Wirklichkeit da draußen. Und vielleicht verändert sich die Wirklichkeit des Lesers nach der Lektüre ja auch ein wenig.“ In ihrem Roman „Im Schatten von Pelican Bay“, der sich vor allem mit Schuld und Sklaverei beschäftigt und das 18. Jahrhundert mit der Gegenwart verknüpft, erzählt die Autorin nicht bloß eine Geschichte. Sie setzt sich auseinander mit Geschichte, dem Konflikt zwischen Erster und Dritter Welt, der Frage nach Schuld. All das dient der Suche nach der Wahrheit. Aber handelt es sich  hier nicht um einen fiktiven Roman? Sie würde wohl der Antwort des Schweizer Schriftstellers Lukas Hartmann zustimmen, wenn er sagt: „Ich habe ins löchrige Netz der Fakten meine eigenen Fäden eingewoben.“&lt;br /&gt;Und so sind die Filme Tarantinos nicht bloß eine Aneinanderreihung von Filmzitaten, was an sich schon künstlerisch sein kann. Indem er das Groteske der Wirklichkeit (ob vergangen oder gegenwärtig) an die Oberfläche holt, spielt und tanzt er mit ihr, dekonstruiert sie, gibt ihr eine neue Stoßrichtung, entlarvt sie und gibt sie nicht selten der Lächerlichkeit preis. So geschehen im aktuellen Werk „Inglorious Basterds“, in dem es ein Mal mehr um die scheußliche Niedertracht der Nazi-Zeit geht. Doch diesmal machen die Juden Jagd auf die Nazis. Tarantinos Wirklichkeit ist eine andere – und vielleicht zeigt sie ein neues Gesicht der Geschichte.  „Tarantino bietet uns eine neue Möglichkeit, die sogenannte Wirklichkeit zu betrachten, und eröffnet eine neue Perspektive auf die Welt – es ist der künstlerische Prozess schlechthin. Die Forschung bestätigt ja zunehmend, dass erst die Perspektive die Wirklichkeit bestimmt. Das ist die Quintessenz dessen, was Kino kann“, sagt Christoph Waltz im Interview. Tarantino selbst, der beim letzten Filmtake das Set aus Trauer vor dem Ende verlassen haben soll, zeugt Waltz Respekt: „Jeder ist anders, zu jeder Minute, und Tarantino kann sich auf jeden einstellen. Er weiß für jeden die richtige Stimmung, die richtigen Gründe, die richtige Kommunikation. Darin ist er ein linguistisches und kommunikatives Genie.“&lt;br /&gt;Im Gegensatz zu anderen Filmdarstellungen der Nazi-Zeit wie bei  der enttäuschend hollywoodesken „Operation Walküre“ geht es Tarantino eben nicht nur um die Darstellung, sondern um die narrative Annäherung an Geschichte, die in eben dem Moment des Films neu entsteht. "Inglorious Basterds" ist nichts anderes als Quentin Tarantinos Rache an der Wirklichkeit, ein Feldzug der Vergeltung. Christoph Waltz sagt zu "Operation Walküre": „Solche Filme sind nicht nur kein Kunstwerk, sie sind auch keine Geschichtsbetrachtung. Sie sind, im besten Fall, Unterhaltung. Dadurch entsteht keine Wahrheit, sondern Selbstgerechtigkeit. Wir erklären unsere Geschichte für erledigt, indem wir uns mithilfe solcher Authentizitätsversicherungen auf der richtigen Seite wähnen. Wir lassen die Wunde nicht mehr aufreißen."&lt;br /&gt;Tarantino tut das. Und genau das ist die ganz große Leistung des Ausnahme-Regisseurs, der nicht zuletzt dem Kino selbst eine Wende, ein neues Denken abverlangt. 3D-Leinwände werden ihr Übriges tun. Schon jetzt werden Blockbuster dem Auge mehrdimensional präsentiert und die Filme so produziert, dass sich die 3D-Wirkung besonders eindrücklich zeigt.  Nur hilft es nicht, wenn visuelle Dreidimensionalität eine künstlerische, narrative und dramaturgische Eindimensionalität kaschiert.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="410" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/-F1ODQHgOqc&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;rel=0"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/-F1ODQHgOqc&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="410" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-1098051508024382352?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/1098051508024382352/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=1098051508024382352' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/1098051508024382352'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/1098051508024382352'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/08/quentin-tarantino-der-mit-der-wahrheit.html' title='Quentin Tarantino´s Rache an der Wirklichkeit'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-1397169939693078906</id><published>2009-08-13T14:58:00.000-07:00</published><updated>2009-08-13T15:12:39.845-07:00</updated><title type='text'>Informationsfreiheit unter Staatskontrolle</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es ist soweit. Rund 25 Jahre hat es gedauert, bis Politiker und Gesetzeshüter erkannt haben: Das Internet ist nicht nur Informationslieferant und Kommunikationsapparat. Es ist auch ein Verbreitungsinstrument für jedwede Form menschlicher Abgründe, bringt Abartigkeiten und Unvorstellbares an die Bildschirmoberfläche. Macht fremde Grenzerfahrungen im Handumdrehen zu eigenen. Oder wie es der neue Spiegel mit dem Titel „Wir sind das Netz“ schreibt: „So ist das Internet zwar die größte Befreiung des Geistes seit der Erfindung der Buchdruckerkunst, aber zugleich ein Massenspeicher für alle Übel, die Menschen sich ausdenken, vom schlichten Schmutz bis zu den schlimmsten Auswüchsen der Phantasie.“ Dass diesem Umstand Einheit geboten werden muss, ist ebenso undiskutabel, wie kinderpornografische Seiten blockiert werden müssen. Das Grundproblem aber bleibt das Gleiche. Statt den Zugang zu illegalen Inhalten zu verwehren, oder den Bürger gläsern zu machen, sollten die Inhalte selbst bekämpft und ihre Produzenten bestraft werden. Es ist nämlich nicht abwegig, dass Dinge, die einfacher Verfügbarkeit unterliegen auch wahrgenommen, vielleicht sogar aufgesucht werden. Neugierde treibt den Menschen an und ist eine essentielle Disposition für natürliche, menschliche Weiterentwicklung.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nachdem also die Bundesregierung die Sperrung kinderpornografischer Seiten im Netz gesetzlich verankern will – die zuständige EU-Kommission hat indes das Gesetz noch nicht unterschrieben, rollt nun der zweite Staatsstreich auf die Bürger zu: Die Bundesregierung erwägt, sämtliche Internetnutzer mittels eines „Internetausweises“ kenntlich zu machen und ihn quasi über einen digitalen Fingerabdruck ausfindig zu machen – und zwar bevor er den erste Seite aufgerufen hat. Da ist es dann nur folgerichtig, dass das Surfverhalten dokumentiert wird und eindeutig dem jeweiligen Nutzer zugeordnet werden kann. Was die Gesetzesplaner vergessen: All das ist bereits Internetrealität. Denn über die IP- und MAC-Adresse eines jeden Rechners kann auch jeder Nutzer eindeutig identifiziert und zurückverfolgt werden. Darüber hinaus wurde die Vorratsdatenspeicherung erst im letzten Jahr von drei auf sechs Monate angehoben. Was die Freiheitsbeschneider und IT-Banausen ebenfalls ignorieren: Lange schon ist es gängige Praxis, über im Ausland stehende Proxy-Server blockierte Seiten abzurufen, oder sogar illegale Inhalte über fremde Rechner zu transportieren, ohne dass der PC-Besitzer davon etwas mitbekommt. Waren Vieren früher noch auf größte Aufmerksamkeit bedacht und auf sichtbare Zerstörungswut hin programmiert, sind sie heute auf ganz andere Weise subversiv. Sie agieren im Hintergrund, unsichtbar – und sie machen alles – nur nicht auf sich aufmerksam.&lt;br /&gt;Die Technik war der Gesetzgebung schon immer voraus – im Übrigen auch ihren Nutzern. Nur in einem sind die Regierungen schneller: „Die Schriftsteller können nicht so schnell schreiben, wie die Regierungen Kriege machen; denn das Schreiben verlangt Denkarbeit“, wusste schon Bertolt Brecht. Das Internet ist da, es wurde vom US-Militär mit dem Ziel der dezentralen Datenübertragung geschaffen, gerade damit uneingeschränkte Kommunikation möglich wird. Jetzt wird die Dezentralität zum Damoklesschwert, weil grenzübergreifende Gesetzgebung schwierig zu realisieren ist. Das Kind ist in den Brunnen gefallen. Es herauszuholen scheint zwecklos, denn das Wasser war tief.&lt;br /&gt;Der Spiegel hat zweifellos recht, wenn er schreibt: „Längst ist das Internet ein Paralleluniversum. Die Refugien der Diebe, Rufmörder, Kinderschänder entziehen sich weitgehend der Kontrolle des Rechtsstaats. Nur einer transnationalen Instanz kann es gelingen, Ordnung zu schaffen. Das Ziel: die globale Netzdemokratie.“ Auch in diesem Punkt hat der Spiegel recht: „Während an der Oberfläche des digitalen Reichs tausend bunte Blumen blühen, Shopping, Chats, Schöngeistiges, wuchert im Wurzelwerk darunter ein Pilzgeflecht aus Intrigen, Täuschung und Terror.“. Indem das Netz die Freiheit der Welt vergrößert, bedroht es gleichsam ihren Frieden. Allerdings ist es falsch, die Oberfläche, die Gesellschaft dafür zu bestrafen. Indem man sie in ihren Grundrechten der Informationsfreiheit und der freien Meinung beschneidet, lenkt man das Augenmerk noch weiter weg vom Untergrund. Ihn gilt es zu observieren und auszuheben, mit modernster Technik zu sprengen. Gerade damit die Oberfläche weiß bleibt. Um dem neuen Zeitalter gerecht zu werden, bedarf es zwar auch ein neues Bewusstsein. Doch, statt zu denken, fällen die Verantwortlichen Entscheidungen in Form von Paukenschlägen, die doch nur Ausdruck ihrer Panik sind. Denken ist oberstes Gebot. Die Früchte heutiger Denkarbeit muss ausgefeilte Technik sein, gepaart mit didaktisch und medial vermittelten Bewusstseinsveränderungen. Eine präventive General-kriminalisierung kratzt hier nur an der Oberfläche! Ab in den Untergrund und rein ins kalte Brunnenwasser! Nur so würde das Übel an der Wurzel gepackt und die Freiheit gewahrt!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-1397169939693078906?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/1397169939693078906/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=1397169939693078906' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/1397169939693078906'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/1397169939693078906'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/08/informationsfreiheit-unter.html' title='Informationsfreiheit unter Staatskontrolle'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-1598522596423781530</id><published>2009-08-09T14:54:00.000-07:00</published><updated>2009-08-13T15:13:54.092-07:00</updated><title type='text'>Obama´s Welt: Die demokratische Mission</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CXS-SSIVE%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:applybreakingrules/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:usefelayout/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 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Schluss mit dem „provokanten Verhalten“&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;verschärft er zusammen mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon den Ton und fordert neue Gespräche im Atomstreit mit Nordkorea. Dass sich Kim Jong Il dazu durchringen kann, gilt angesichts der strategischen Vorarbeit Clintons als immer wahrscheinlicher. Auch wenn Hillary Clinton noch mal ausdrücklich betonte, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Freilassung der US-Journalistinnen und dem Thema Atomprogramm gebe. Auch für Nordkorea steht indes einiges auf dem Spiel. Das kommunistische Land könnte der internationalen Isolation entkommen, öffneten sie sich für neue Gespräche und ließen sie sich schließlich zu einem atomaren Abrüsten überreden.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Das wiederum gilt angesichts der Reketen-Provokationen der vergangenen Monate als weniger wahrscheinlich. Die angestrebten Gespräche der USA sind zumindest ein Schritt in die richtige Richtung.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; font-family: georgia;"&gt;Unterdessen werden die Töne gegen den kürzlich vereidigten iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad erneut verschärft. Es scheint, als vergesse Obama seine eigenen Worte, wollte er ja vorbehaltlos auf den Iran zugehen. Doch sein neuerlicher Kurs zeigt nur, wie kritisch und komplex die Lage um einen möglichen Dialog mit dem Iran ist. Wie einen Schulterschluss mit Teheran eingehen, wenn der illegitime iranische Machthaber seine Tyrannei fortsetzt und regimekritische Demonstranten in einem zermürbenden Schauprozess zu mehrjährigen Haftstrafen, vielleicht sogar zur Todesstrafe verurteilen könnte. Kein Wunder also, dass die Iran-Politik des Weißen Hauses verwirrt. Vizepräsident Joe Biden würde sich einem israelischen Angriff auf die Atomanlagen Irans nicht in den Weg stellen, Außenministerin Hillary Clinton zeigte sich pessimistisch, dass Verhandlungen mit Teheran ohne Vorbedingungen erfolgreich sein würden, erst recht in Zeiten solch gravierender politischer Unruhen im Land. Es scheint fast so, als seien die Amerikaner nicht überzeugt davon, dass der Iran von seinen Atomplänen abrücken werde. Und das scheint angesichts der angespannten Weltlage genauso unwahrscheinlich wie das atomare Abrüsten Nordkoreas. Die Strategie Obamas zeichnet sich nur langsam ab, doch scheint es immerhin eine zu geben. Die lautet Annäherung ohne Vorbedingungen und ohne Verächtung der Vergangenheit bei gleichzeitiger Erhöhung des politischen Drucks bis hin zur Drohung von Militärschlägen. So muss Iran den Ernst der Lange erkennen und ihm gleichzeitig die Möglichkeit geboten werden, Verhandlungen führen zu können. Dennis Ross, der Iran-Beauftragte im Weißen Haus, der diesen „Hybrid-Ansatz“ schrieb in seinem Buch laut Süddeutsche Zeitung: Damit der Iran auch beim Einlenken sein Gesicht wahren könne, müsse er weiter Uran anreichern dürfen, jedoch unter strenger Überwachung. Diese Strategie scheint insofern sinnvoll, als dass gerade religiös motivierte Machthaber ihre eigene Menschenwürde nicht angetastet wissen wollen, obschon ihre Definition eine andere ist als die westliche. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Die US-Offerten Richtung Osten weiten sich schließlich auch auf China aus. Nur geht es hier weniger um sicherheitspolitische Interessen als um finanzielle. Bei keinem anderen Land stehen die USA so tief in der Kreide wie bei China. Angesichts einer Schuldenhöhe von mindestens 800 Milliarden Dollar können Menschenrechtsverletzungen schon mal bei Seite geschoben werden. Besser kleinlaut sein als vorlaut lautet hier die amerikanische Divise. Die weltpolitische Lage ist angespannter denn je. Machtstrategien kollidieren mit Friedensbemühungen, finanzielle Abhängigkeiten gerade in Zeiten der Krise verengen den politischen Handlungsspielraum. Die USA um Präsident Obama verhalten sich richtig. Wie eine kluge Raubkatze beobachten sie leise ihre Beute, die wenn sie schlau genug ist, nicht am Entkommen gehindert wird. Obama scheint bereit, aus seinen Worten auch Kampfansagen zu machen, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Die Gegenseiten sind am Zug!&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;/div&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-1598522596423781530?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/1598522596423781530/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=1598522596423781530' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/1598522596423781530'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/1598522596423781530'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/08/obamas-welt-die-demokratische-mission.html' title='Obama´s Welt: Die demokratische Mission'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-5810832757279085173</id><published>2009-08-06T11:12:00.000-07:00</published><updated>2009-08-09T14:04:08.120-07:00</updated><title type='text'>Obama´s Welt: Ein amerikanischer Traum für alle</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Was für ein Sommer für Barack Obama. Nachdem er seinen 48. Geburtstag in Person und seinen ersten im Weißen Haus feiern durfte, und er um ein paar Jeans (so einer der vielen Vorschläge) reicher geworden sein dürfte, holte ihn die bittere Realität schneller ein als ihm lieb war. Auf dem G 20-Gipfel in London im April war die Stimmung noch perfekt, einigte sich Obama mit den Industrienationen darauf, ein Entwicklungspaket von 250 Milliarden Dollar über zwei Jahre zu schnüren. Auch beim G8-Vorzeige-Gipfel in Italien im Juli entschied man einvernehmlich die CO2-Emissionen bis 2020 um 15-30 Prozent zu senken. Auch der Schulterschluss mit Deutschland wurde immer enger: „Sie haben doch schon gewonnen“, war sich Obama im Juli sicher und sah die Kanzlerin auch in der zweiten Legislaturperiode auf sicherem Posten. Ein empfindlich getroffener Bürokrat wie Steinmeier konnte gar nicht anders, als alle Amerikareisen vorsorglich abzusagen. Auf heimischen Boden liegen die Dinge nicht ganz so einfach, lassen sich nicht als Symbolpolitik via Grundsatzrede händeln. Dort braucht es Handlung, so kurzfristig wie möglich. Denn 46 Millionen Amerikaner haben keine Krankenversicherung und brauchen eine, wollen sie behandelt werden. Die Gesundheitsreform dürfte zweifellos das größte innerpolitische Projekt des US-Präsidenten werden. Allen Amerikanern will er eine Krankenversicherung garantieren, doch könnte er dabei an der Kostenfrage scheitern, wie einst Bill Clinton, der das gleiche Wohlwollen verspürte. Fest steht: Ob Finanzkrise oder nicht, finanzielles Scheitern oder Gelingen, es muss etwas passieren. „Nichts tun ist keine Option“, weiß Obama und ist gewillt zu handeln. "Es ist eine Gelegenheit, wie sie vielleicht in Generationen nicht wiederkehrt," sagte Barack Obama am Samstag in seiner wöchentlichen Videoansprache. Deshalb solle der Kongress noch vor der Sommerpause im August ein Gesetz vorlegen, das das Gesundheitssystem der USA von Grund auf saniert. In den kommenden Tagen wird sich zeigen, ob Obama auch als Reformpräsident in die Geschichtsbücher eingehen wird. Das Problem: Die Krankenversicherung ist in den USA ausschließlich an den Arbeitsplatz gekoppelt, allerdings sehen sich viele kleine Unternehmen außer Stande, diese Leistungen für ihre Mitarbeiter zu übernehmen. Wer ein mal eine schwere Krankheit erlitten hat, wird „unversicherbar“. Das soll künftig ebenso geändert werden, wie arme und schwerkranke subventioniert werden und eine gesetzliche Versicherung garantiert bekommen – so zumindest der Plan des Präsidenten. Kostenpunkt: Eine Billion Doller. Einige Senatoren und Kongressabgeordnete unter den Republikanern werden sich erwartungsgemäß dagegen stellen, doch müssen auch sie sich einer Neuregelung des Gesundheitssystems beugen. Ob jedoch die Kostenrechnung aufgeht, und nicht wie bei Clinton 1994 vom Haushaltsbüro des Kongresses zu Nichte gemacht wird, muss sich zeigen. Doch weil Obama keine gänzlich neue Reform, sondern nur Ausbesserung anstrebt, könnte ihm das Gesundheitsprojekt gelingen. Es wäre ein wichtiges Zeichen, mehr noch: Es wäre eine wichtige Tat, ganz allein auf heimischem Boden.&lt;br /&gt;Ein zweites Projekt bringt Obama auf den amerikanischen Boden der Tatsachen: Die Rassismus-Debatte. „Legt die Xbox weg“, riet der Präsident vor wenigen Tagen den Schwarzen Amerikas. Afro-Amerikaner sollten ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen um gesellschaftlich aufzusteigen. "Machen wir uns nichts vor: Die Schmerzen der Diskriminierung sind in Amerika noch immer zu spüren", sagte der erste schwarze US-Präsident zum 100-jährigen Bestehen der Bürgerrechtsorganisation NAACP. Es war die erste große Rede zum Thema Rassendiskriminierung seit seiner Amtsübernahme im Januar. Und sie beweist, dass Obama auch seinen Regierboden nicht aus den Augen verliert – nicht aus den Augen verlieren darf. So will er die Bildungschancen für Schwarze verbessern um ihnen auf dem Arbeitsmarkt die Kluft zwischen Weiß und Schwarz zu verkleinern und findet wie immer wirkungsvolle Worte: „Der amerikanische Traum muss für alle gelten.“ Ein Satz, der wahrlich auch zur Gesundheitsreform passt. Dabei seien auch die Eltern aufgerufen. Sie sollen "die X-Box weglegen und ihre Kinder zu einer vernünftigen Zeit ins Bett bringen". Der Präsident verwies in der Rede natürlich auf seine eigene Biografie. "Ich komme nicht aus einem reichen Haus", sagte Obama, dessen Mutter alleinerziehend war. "Ich hatte einigen Ärger als Kind. Mein Leben hätte leicht in die falsche Richtung gehen können. Aber meine Mutter hat mir Liebe gegeben, sie hat für meine Bildung gesorgt. Dank ihr hatte ich die Chance, das Beste aus meinen Fähigkeiten zu machen." Obama wirkt glaubwürdig. Und mit dem Glauben lässt sich ja bekanntlich...&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-5810832757279085173?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/5810832757279085173/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=5810832757279085173' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/5810832757279085173'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/5810832757279085173'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/08/obamas-welt-ein-amerikanischer-traum.html' title='Obama´s Welt: Ein amerikanischer Traum für alle'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-3474790521000817616</id><published>2009-07-01T11:50:00.000-07:00</published><updated>2009-07-03T04:47:00.330-07:00</updated><title type='text'>Die verblasste Ikone oder: Das System "Michael Jackson"</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Tod Michael Jacksons wird verständlicherweise lebhaft diskutiert. Doch beschäftigen sich die Menschen nach dem Ableben des Ausnahmetalentes weniger mit seinem Tod als mit seinem Leben. Auf den Straßen hört man Aussagen wie: „Er war doch selbst noch ein Kind“ oder: „Als Mensch war er mir suspekt, seine Musik hab ich gemocht.“ Die Medien sind weniger zurückhaltend und packen die Superlative aufs Tableau: „Der größte Entertainer aller Zeiten“, „eine Ikone der Pop-Musik“, er wird gar als Quasi-Erfinder des Musikvideos (und MTV) gehandelt. Vielleicht ist vieles, was derzeit verhandelt wird, richtig. Im Internet prägen neben Huldigungen auch wüste Beschimpfungen das Bild. Der Tod einer Ausnahmeerscheinung führt derzeit zu einem wahren Ausnahmezustand. Für einen kurzen Moment wird das eigene Leben, werden die eigenen Probleme des Alltags aufs Abstellgleis befördert, freut man sich über das Andere im immer gleichen – ohne es zu merken. Für die Medien ist es Geschäft, für die Menschen ist es eine Sensation, die trotz aller Tragik Anlass zur Zerstreuung liefert. Ähnlich einer Fußball-WM ist der Tod Michael Jacksons ein Event, so böse das klingt. Und er ist ein Ereignis, das jeder auf seine persönliche Weise teilen kann. Denn jeder kennt ihn, verbindet etwas anderes mit ihm. Der Tod Michael Jacksons ist ein kollektives Ereignis. Im Kollektiv soll die Komplexität aufgelöst werden. Denn ein Tod ist immer auch etwas, was sich dem Verständnis und auch dem Verstehenwollen entzieht. Auf den sich keiner vorbereiten kann. Schnell ruft ein solcher Tod die Verschwörungstheoretiker auf den Plan. Ein großer Komplott trägt einem „bedeutsamen Tod“ Rechnung, macht ihn verstehbar, akzeptierbar. Nun liegen die Dinge im Fall Michael Jackson anders als bei Kennedy und Co. Michael Jackson wird zur Ikone stilisiert, in Wahrheit ist er seit Ende, vielleicht schon Mitte der 90er Jahre ein gebrochener Mann, eine verblasste Ikone. Ein Mann, der als Kind auf Erfolg und Selbstvermarktung getrimmt wurde, der gegen seine eigenen Wurzeln, seine eigene Identität gekämpft hat, der sich in seiner Eigenschaft als Mensch zu Gunsten der Erschaffung eines Systems marginalisiert hat – weil er sich marginalisieren musste.  Und je mehr sein Gesicht durch seine 50 Operationen verblasste, desto mehr verblasste auch das System Michael Jackson.&lt;br /&gt;Er versuchte der Mühsahl dieser genialistischen wie tragischen "Systematik" zu entrinnen, und wo er den Ausweg aus einem zermürbenden Starsein suchte, antwortete er mit Verve und Progression. Was er fand, war nur eine neue Ausfahrt nach Babylon. Erkaufte Kinderliebe mündete in Missbrauchs-Verdachtsfälle.  Es mag der Wunsch nach Menschlichkeit, Nächstenliebe, Zuneigung, nach Unschuld und Neutralität gewesen sein. Und ungeachtet der Tatsache, dass die Eltern leichtes Spiel hatten, gehören kleine Kinder nicht in große Betten, da kann das Spiel noch so herzlich gemeint sein. Und dass es zum Austausch von „Zärtlichkeiten“ (welcher Form auch immer) gekommen ist, darüber besteht fast kein Zweifel. Michael Jackson ist nicht nur der Held, als den ihn jetzt gerne alle hochhalten, auf ihm lastet auch ein Geheimnis. Es ist diese Dichotomie aus Heldentum und Mysterium, aus (Musik)-Genie und (OP)-Wahnsinn, die Michael Jackson auch posthum so undurchsichtig macht. Da fällt es schwer, sich auf eine Seite zu schlagen. Er war wohl so wenig tadellos wie es der Mensch per se auch ist. Mit dem Unterschied, dass Jackson bei seinem Tod kein Mensch mehr war. Geistähnlich ist er abgetreten. Die 50 geplanten Konzerte in London hätte er vielleicht nie bestreiten können -  wollte er vielleicht auch nie.  Was letztlich zu seinem Tod führte oder nicht, er war verblasst. Sein Tod dürfte nicht verwundern. Vielmehr war er zu erwarten.&lt;br /&gt;Zu Lebzeiten hat der (im Übrigen selbsternannte) „King of Pop“ mehr Platten verkauft, als je ein Künstler vor ihm, und als je wieder ein Musiker verkaufen wird – so die Prophezeiungen. Wenige Tage nach seinem Tod belegen seine Platten die ersten 10-20 Plätze in den Verkaufslisten von Amazon und iTunes. Media Control verzeichnet derzeit die meisten Plattenverkäufe, die jemals in einem so kurzen Zeitraum verbucht wurden. Die CD-Regale in den Kaufhäusern sind wie leer gefegt. Auf Bestellungen müssen Kunden mit zwei Wochen Wartezeit rechnen. Gerade erleben wir den Reboot des „MJ“-Systems. Seine Meriten  sind unanfechtbar. Zweifellos hat es die Medienkultur geprägt, hat es die Ästhetik von Pop-Musik und Videoclips entscheidend mitbestimmt, hat es gezeigt, wie Marketing-Strategien funktionieren und wie elementar Disziplin und Perfektionismus im Künstlergeschäft sind. Doch die Niedertracht der Welt konnte es nicht besiegen, ironischerweise ist sie Teil  von Michael Jackson selbst geworden. Die Nachwelt wird von „MJ“ lernen, und sie lernt auch, wie unberechenbar, verwundbar, unhuman, fatal und tragisch ein System sein kann, wenn es erstmal ein Eigenleben entwickelt hat. Ein eben solches hätte man dem Menschen Michael Jackson nur wünschen können! Dann würde er noch leben!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-3474790521000817616?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/3474790521000817616/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=3474790521000817616' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/3474790521000817616'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/3474790521000817616'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/07/die-verblasste-ikone-oder-das-system.html' title='Die verblasste Ikone oder: Das System &quot;Michael Jackson&quot;'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-7503494425725047582</id><published>2009-06-24T12:12:00.000-07:00</published><updated>2009-08-25T11:41:49.922-07:00</updated><title type='text'>Das Neda-Video: Zwischen Iran-Revolte und Medien-Revolution</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CXS-SSIVE%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:applybreakingrules/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:usefelayout/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-language:DE;} @page Section1 	{size:595.3pt 841.9pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --&gt; &lt;/style&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:georgia;"&gt;Der immense Volkswiderstand im iranischen Teheran bekommt ein Gesicht - und eine Heldin: Neda Salehi Agha Soltan ist 26, Studentin. Als sie die Proteste gegen das Mullah-Regime am Rande beobachtet, wird sie von einer Kugel direkt in die Brust getroffen. Sie stirbt wenig später unter den Armen ihres Vaters und eines Arztes, die ihr Blut nicht stoppen können. Offenbar hat ein regimetreuer Scharfschütze die Frau von einem Dach aus gezielt getötet. Nun wird Neda zur Märtyrerin, bleibt ihr Gesicht das menschliche Sinnbild einer Revolte, vielleicht einer zweiten Revolution nach 1979 -  zumal das Märtyrertum im schiitischen Islam von großer Bedeutung ist. Seit auf Youtube und Facebook das per Handy aufgenommene Video von der kaltblütigen Ermordung Nedas und der vergeblichen Rettungsaktion kursiert, scheint die Welt wachgerüttelt. Exil-Iraner auf der ganzen Welt demonstrieren mit Plakaten wie „I Am Neda“. Ob das Video echt ist oder gestellt, darüber lässt sich nur spekulieren, denn Nachrichten dringen nicht mehr auf offiziellem Wege über Agenturen an die Öffentlichkeit. Es sind die neuen Kommunikationsplattformen im Internet,  die Social Media, die den diktatorischen Zensurmethoden unter Präsident Mahmud Ahmadinedschad (und seinem geistlichen Führer Ajatollah Ali Chamenei) ein massendemokratisches Sprachrohr entgegensetzen. Und auch wenn diese Plattformen im Iran gesperrt werden, leisten findige Studenten den oppositionstreuen Aufständischen Unterstützung, indem sie Proxyserver bereitstellen, die Seitensperrungen umgehbar machen.&lt;br /&gt;Wie selten zuvor in der Geschichte wurden Aufstände derart strikt zensiert und sind gleichzeitig derart deutlich mitverfolgbar. Die neuen Medien ermöglichen eine Direktübertragung vom Ort des Geschehens in die ganze Welt. Mit ihren Handys dokumentieren Demonstranten das Gesehene und führen es über Youtube und Facebook der Welt vor Augen. Über den Microblogging-Service Twitter werden persönliche Eindrücke und Informationen beispielsweise über den nächsten Demonstrationsort mitgeteilt, auf Weblogs wird weltweit über die Vorgänge im Iran diskutiert. Die neuen Medien können nichts ungeschehen machen, aber sie machen auch nichts mehr ungesehen. So werden Digitalmedien zur Waffe, gegen die selbst die Machthaber machtlos zu sein scheinen. Doch könnte der Schein am Ende trügen, weil mittlerweile angenommen wird, dass auch der iranische Geheimdienst über Twitter Propaganda-Nachrichten verbreitet und gezielt Twitter-Autoren bespitzelt und verfolgt. Die Twitter-Betreiber selbst haben unterdessen ihre geplanten Wartungsarbeiten auf einen Zeitraum verschoben, in dem nicht viele Nachrichten aus dem Iran erwartet werden. Die dadurch benachteiligten amerikanischen Twitterer reagierten solidarisch.&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:georgia;"&gt;Wir erleben in diesen Tagen, wie anonyme Aktivisten auch den Journalisten das Zepter aus der Hand nehmen. Erstmalig werden nicht mehr Namen von Befragten zitiert, sondern Pseudonyme wie „change for iran“, unter denen sich die Autoren auf den Netzwerk-Seiten angemeldet haben. So ist der Iran-Protest nicht nur eine neue Revolution gegen die Machthaber, er ruft uns auch die neuen technischen Möglichkeiten und deren Auswirkungen ins Bewusstsein. Auch beim Protest gegen das militante Militärregime des Vielvölkerstaates Burma in Südostasien im Oktober 2007 vernetzten sich weltweit Blogger, einten sich im Vorhaben, den Threat „one text for burma“ zu eröffnen und damit gemeinsam die Stimme für eine Befreiung der Burma-Mönche zu erheben. Die innerörtliche Sprengkraft dieser Kampagne ist hier nicht so ausschlaggebend wie das Aufsehen, für das die Aktion weltweit gesorgt hat. Auch im Fall Neda bleibt abzuwarten, welche Folgen ihr Tod die politische und gesellschaftliche Zukunft im geistlich geführten Iran hat. Die Wahrscheinlichkeit für einen Bürgerkrieg ist jedenfalls noch mal um ein Vielfaches gestiegen.&lt;span style=""&gt;    &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;US-Präsident Obama, der sich angesichts seiner Friedensbemühungen mit dem Islam leise verhalten musste, wird nun lauter. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus verurteilte er die Übergriffe der iranischen Sicherheitskräfte auf die Demonstranten scharf und stellte die Rechtsmäßigkeit der Präsidentenwahl im Iran in Frage. Er spricht von „universalen Bürgerrechten“, zu denen auch die uneingeschränkte Rede zähle. Es scheint gar, als distanziere er sich von der Anfang Juni gehaltenen Grundsatzrede in der Universität in Kairo. In Bezug auf das Neda-Video sagte Obama, mutige Frauen hätten sich der Brutalität der Sicherheitskräfte widersetzt. Deren Verlust sei brutal und schmerzlich. "Aber wir wissen auch dieses: Diejenigen, die sich für Gerechtigkeit einsetzen, sind immer auf der richtigen Seite der Geschichte."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object style="font-family: georgia;" width="400" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ZmrB2FOLqiE&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;rel=0"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/ZmrB2FOLqiE&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Die Proteste auf Teherans Straßen werden weiter gehen. Doch die Maschinen kämpfen mit. Das haben sie schon zu Zeiten der „embedded journalists“ im Irakkrieg und noch früher im Vietnamkrieg getan, doch diesmal sind es tausende Amateure, die machtvolle Fäden spinnen – und das rund um die Welt!&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-7503494425725047582?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/7503494425725047582/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=7503494425725047582' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/7503494425725047582'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/7503494425725047582'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/06/das-neda-video-zwischen-medien-und-iran.html' title='Das Neda-Video: Zwischen Iran-Revolte und Medien-Revolution'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-8300691888720444327</id><published>2009-06-17T11:27:00.000-07:00</published><updated>2009-06-20T02:51:57.321-07:00</updated><title type='text'>Google und die Vermessung der Welt</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eine Astra-Armada schwärmt derzeit aus, um die Welt zu vermessen. Die schwarzen Auftragsautos sind ausgerüstet mit mächtigen 360 Grad-Kameras, die von großen Masten erhaben auf die Welt blicken. Doch sie tun mehr: Sie lichten sie ab, halten sie fest, legen sie still, um dagegen das Medientreiben noch hektischer werden zu lassen. Und welches andere Weltunternehmen außer Google sollte es sein, dessen Ziel die mediale Weltherrschaft ist. Nachdem bald der gesamte Buch- und Wissensstand der Welt eingescannt und digital verfügbar sein wird, schickt sich Google nun an, die Welt zu kartografieren. Landschaften, Straßenzüge, sogar einzelne Häuser werden abgelichtet, und in die unendlichen Datenbanken des Suchmaschinen-Monopolisten eingespeist.  Bestückt wird damit nicht nur der Google Service „Street View“, sondern auch der Landkartendienst „Google Maps“. Die ersten Autos wurden bereits gesichtet. Und Hamburg ist als erste deutsche Stadt gerichtlich gegen Die Ablichtungszeremonien Googles vorgegangen – &lt;a href="http://www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F04DD787CDC274993E94C1/Doc%7EEA46CD37AD5AD47A78CC0F523DAED8996%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;mit Erfolg&lt;/a&gt;. Jeder Hausbesitzer kann sich gegen eine Veröffentlichung seiner „Privatfotos“ aussprechen und eine Löschung veranlassen, und das auch nachträglich. Auch die europäischen Datenschützer haben diese Möglichkeit europaweit verankert und schränken damit den weltweiten Vermessungswahn Googles ein wenig ein. Google hat auch eingeräumt, die Route der Astra-Autos vor ihrem Streifzug bekannt zu geben. Ob sich Privatpersonen die Mühe machen, sich zwecks eines Fotoverbots an Google zu wenden, ist fraglich. Der Konzern versichert ferner, Menschen und Autos unkenntlich zu machen.&lt;br /&gt;Wie jetzt &lt;a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/658815"&gt;bekannt&lt;/a&gt; wurde, soll Google künftig auch dem Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)  Arbeitslosenstatistiken liefern - und das schneller als die Bundesagentur für Arbeit. Schon jetzt verzeichnet Google einen Rückgang der Arbeitslosigkeit für die erste Jahreshälfte. Die Erhebung basiert wieder einmal auf dem enormen Datenbestand Googles. So würden entsprechende Jobanfragen über die Suchmaschine ausgewertet. Wahrscheinlich ist, dass auch Formulardaten und andere vertrauliche Informationen in eine solche Statistik einfließen. Fraglich bleibt, wie aussagekräftig und zuverlässig solche digitalen Statistiken sind. Es zeigt sich einmal mehr, dass heute digital verfügbare Daten immer wichtiger und einflussreicher werden – und das in allen Lebensbereichen. Wir leben in einer Datenkultur, die den richtigen Umgang und die nötige Sensibilität von jedem Einzelnen notwendig macht. Forderungen, einer Datenkultur Einheit zu gebieten, sind sinnlos und laufen ins Leere. Die Vermessung der Welt hat gerade erst begonnen. Aufhalten lässt sie sich nicht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-8300691888720444327?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/8300691888720444327/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=8300691888720444327' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/8300691888720444327'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/8300691888720444327'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/06/google-und-die-vermessung-der-welt_17.html' title='Google und die Vermessung der Welt'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-5107153123280250767</id><published>2009-06-10T13:30:00.000-07:00</published><updated>2009-06-11T13:54:45.910-07:00</updated><title type='text'>Obama´s Welt: Friedensfeldzug mit Folgen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Der Feldzug des Friedens geht weiter: Präsident Barack Obamas &lt;a href="http://my.barackobama.com/page/community/post/obamaforamerica/gGGGhZ"&gt;historische Grundsatzrede&lt;/a&gt; vom 4. Juni 2009 in der Kairoer Universität in Ägypten richtete sich vor allem an die muslimische Jugend, welche sich von ihm zu Begeisterungsstürmen hat hinreißen lassen. Auf frequentierten Web 2.0-Plattformen stellen die Medienbeauftragten des Präsidenten die wichtigsten Zitate online – machen sie sichtbar, konservierbar, diskutierbar. &lt;a href="http://twitter.com/BarackObama"&gt;Twitter&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.youtube.com/user/barackobamadotcom?blend=1&amp;amp;ob=4"&gt;Youtube&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.facebook.com/barackobama"&gt;Facebook&lt;/a&gt; und co. dienen dem mächtigsten Mann der Welt schon seit seinem Wahlkampf als demokratisches Sprachrohr. Zweifelsohne ist er Vorreiter einer digitalen Politik. Das muss er auch sein. Eine Vernachlässigung der neuen medialen Entwicklung würde nicht nur seine weltweite Erreichbarkeit einschränken, sie würde auch dem gegenwärtigen medienkulturellen Bewusstsein zuwiderlaufen. Und das muss besitzen, wer von der Jungend gehört werden will. So begegnet der mächtigste Mann der Welt den jungen Menschen dieser Welt auf Augenhöhe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: georgia;"&gt;Dass er die Rhetorik des Herrschens besser versteht als jeder gegenwärtige Politiker und die meisten Amtsinhaber vor ihm, hat er bereits mehrfach bewiesen. Mittlerweile scheint es gar, als stecke hinter den Bonmots ein echtes Herzensanliegen. Noch vor einiger Zeit hätte man jedem, der einen solchen Friedensfeldzug führt, wie es Obama derzeit tut, realitätsferne Naivität bescheinigt. Dieser machtvolle Hoffnungsträger, der selbst islamische Wurzeln hat, wirkt glaubwürdig. Als er eine Welt ohne Atomwaffen propagiert hat, wirkte er noch ein wenig stürmisch. Doch seine neuen Ziele sind nicht weniger schwungvoll. Was vollmundig "A new Beginning" geannt wird, könnte nachhaltig sein. Er fordert eine Zwei-Staaten-Lösung für den Nahostkonflikt, verbrüdert sich öffentlich mit dem islamischen Volk, appelliert symbolträchtig in Buchenwald an die Wachsamkeit der Gesellschaft. Der Holocaust-Verleugnung erteilt er ein für allemal eine Absage. Dass der Islam die Renaissance und die Aufklärung in Europa vorbereitet hat, wie es Obama ausführte, sei dahin gestellt. Fest steht: Es sind Sentenzen der Hoffnung im Pathos eines Erlösers.&lt;br /&gt;Auch die anfänglichen Spannungen zwischen Merkel und Obama sind endgültig gelöst. Wenn auch nicht in Berlin, so doch in Dresden hat Barack Obama den Weg für eine Freundschaft geebnet. Er betonte die herausragende Stellung Deutschlands als Verbündeter der USA und räumte auch die letzten Zweifel an einer guten Beziehung zu Merkel aus. Der Kampf gegen die Terroristen wird weiter gehen, das hat auch Obama nicht bestritten, entscheidend ist jedoch, wie er geführt wird. Die Holzhammer-Taktik eines Bushs war nicht klug, sie hat zahllose unschuldige Opfer gekostet. Obama ist sehr viel feinsinniger, versteht sich auf kleine Gesten und leise Worte – mit mächtiger Wirkung. Er ist ein kluger Mann auf einem Friedensfeldzug. &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=Y9k1zesxyxQ"&gt;Erste Reaktionen &lt;/a&gt;aus der islamischen Welt sind positiv. Das Volk glaubt ihm. Und Glaubwürdigkeit ist die beste Grundlage für Vertrauen. Es sieht ganz danach aus, als würde sein Friedensfeldzug Folgen haben, als würde die Welt tatsächlich ein bisschen besser werden. Der kluge Mann spielt das frohgemute Lied der Versöhnung. Der kluge Mann könnte sich als weise herausstellen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-5107153123280250767?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/5107153123280250767/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=5107153123280250767' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/5107153123280250767'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/5107153123280250767'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/06/obamas-welt-friedensfeldzug-mit-folgen.html' title='Obama´s Welt: Friedensfeldzug mit Folgen'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-2071875305934135677</id><published>2009-06-04T12:56:00.000-07:00</published><updated>2009-06-11T13:48:00.955-07:00</updated><title type='text'>Wolfram Alpha: Willkommen im Web 3.0</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CXS-SSIVE%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:applybreakingrules/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:usefelayout/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-language:DE;} @page Section1 	{size:595.3pt 841.9pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --&gt; &lt;/style&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; font-family: georgia;"&gt;Bis die Maschine fühlen kann, wird es noch etwas dauern. Aber sie ist auf dem besten Wege dahin. Denn Fragen beantworten kann sie schon. „Antwortmaschine“ nennen &lt;a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,612268,00.html"&gt;Spiegel&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/508/468076/text/3/"&gt;Süddeutsche&lt;/a&gt; die Erschaffung des englischen Elite-Physikers Stephen Wolfram. Und die sorgt seit einigen Wochen weltweit für Wirbel. Es scheint, als bekomme Suchmschinen-Monopolist Google ernsthafte Konkurrenz. Aber ist dem wirklich so, oder entpuppt sich die Antwortmaschine als ein weiterer vergeblicher Versuch, Google das Digitalwasser zu reichen?&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; font-family: georgia;"&gt;Wolfram Alpha, so der offizielle Name des Suchdienstes greift auf firmeneigene Datenbanken zurück, betrieben von Wolfram Research. Auf ihre Inhalte werden Algorithmen angewendet, die Antworten auf Nutzerfragen generieren sollen. Echte Antworten auf Fragen? Fachkundige erkennen schell, dass die Crux in den Fragen stecken muss. So wie auch die Antworten bei Google von den Formulierungen und Zeichensetzungen abhängen – Viele Nutzer stellen gerne Anfragen auf eine Weise, die eine gewünschte Antwort nahe legt. Zur Suchnachfrage „Krebs ist tödlich“ erhält der Nutzer mindestens genauso viele Antworten wie zur Anfrage „Krebs ist nicht tödlich“. Das Problem dahinter ist, dass diese sprichwörtliche Halbwahrheit für die Nutzer nicht selten als Weisheit genommen wird – getreu dem Motto, was nicht im Internet steht, ist nicht. Schon jetzt bahnt sich an, dass sogar Literatur, die nicht im Internet aufgeführt wird, aus dem kollektiven Gedächtnis verschwinden wird. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;David Talbot machte für das Technik-Magazin des Massachusetts Institute for Technology, &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: georgia;" href="http://www.heise.de/tr/Wolfram-Alpha-vs-Google--/artikel/137310"&gt;Technology Review &lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;den Test und ist dabei eindeutigen Fragestellungen aus dem Weg gegangen. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Während Alpha auf die Anfrage „Sydney New York“ eine Fülle von Tabellen mit geografischer Lage, Flugrouten, Bevölkerungsgrößen und Uhrzeiten liefert, gibt Google hauptsächlich New Yorker Firmennamen aus, die das Wort „Sydney“ enthalten oder Buchungsformulare für einen Flug von Sydney nach New York. Während Alpha auf die Frage „Krebs New York“ allerdings das Sternzeichen im „Sinn“ gehabt haben muss und anzeigt, wo es im New Yorker Nachthimmel zu sehen ist, liefert Google ein Krebs-Register, Anlaufstellen und eine Informationsseite der New Yorker Gesundheitsbehörde. Schnell wird klar: Wenn der Computer überhaupt jemals selbstständig sinnvolle Zusammenhänge herstellen oder gar Fragen beantworten können wird , dann wird es wohl noch eine Weile dauern. Nach ersten Einschätzungen wird Wolfram Alpha die Welt nicht so stark verändern, wie es Google getan hat. Und natürlich hat Google schon einen eigenen Dienst angekündigt, der auf ähnliche Weise funktionieren wird wie Wolfram Alpha. Wir stehen scheinbar vor einem digitalen Wettrüsten, bei dem es vor allem darauf ankommt, wer die meisten Daten gesammelt hat und vor allem, wie er sie verwertet. Dabei muss dem Computer gelingen, die Absichten des Nutzers zu erlernen und zu „verstehen“. Doch im Gegensatz zum Kalten Krieg kann das digitale Wettrüsten am Ende dem Nutzer nützen. Momentan ist die neue Antwortmaschine nicht das, was sie verspricht. Sie hat jedoch das Potenzial, nach dem erfolgreichen Web 2.0 zu einer nächsten Bewusstseinsstufe zu leiten: In Zukunft gibt es nicht mehr nur den Nutzer (Web 1.0) und den Autor (Web 2.0), sondern auch computereigene Datengenerierung – das „semantic web“ (Web 3.0). Mehr als eine „sinnvolle“ Datenverknüpfung, eine Art wohlklingende digitale Komposition ist aber bislang nicht in Sicht. &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-2071875305934135677?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/2071875305934135677/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=2071875305934135677' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/2071875305934135677'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/2071875305934135677'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/06/wolfram-alpha-willkommen-im-web-30.html' title='Wolfram Alpha: Willkommen im Web 3.0'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-6787924601718330792</id><published>2009-04-26T11:07:00.000-07:00</published><updated>2009-04-27T12:21:52.958-07:00</updated><title type='text'>Fachtagung: Medienkultur im Wandel</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Endlich wird sich einem Thema in großem und offiziellen Rahmen angenommen, dem mehr Aufmerksamkeit gebühren sollte, als ihm bislang geschenkt wurde und dem auch dieses Weblog explizit gewidmet ist: Medienkultur. Nur noch wenige Tage bis zur &lt;a href="http://www.dgpuk2009.uni-bremen.de/"&gt;54. Jahrestagung&lt;/a&gt; der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) in Bremen. Und dort geht es genau um "Medienkultur im Wandel", so der Titel. Am 30. April werde ich dort ebenfalls einen Beitrag leisten und einen Vortrag zum Titel: Medienkultur im digitalen Wandel. Autorschaft im Web 2.0 halten, der im Sommer 2008 bereits unter (lustigerweise) gleichem Titel in &lt;a href="http://www.amazon.de/Medienkultur-Wandel-Autorschaft-Web-2-0/dp/3639077024"&gt;Buchform&lt;/a&gt; erschienen ist. Die Teilnahme freut mich und ehrt mich als Nichtmitglied der Gesellschaft besonders. Die Präsentation steht, ich bin bereit für Bremen, die Tagung kann beginnen! Über meine Eindrücke und neue Erkenntnisse aus der Wissenschaft der Medienkultur werde ich hier berichten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Im Mittelpunkt der DGPuK Jahrestagung 2009 steht die Auseinandersetzung mit Medienkulturen und deren gegenwärtigen wie auch historischen Wandel. Dabei wird das mit dem Begriff der Medienkultur bezeichnete Phänomen der Mediatisierung von Kulturen bewusst breit  gefasst: Medienkulturen bestehen nicht nur als Nationalkulturen, sondern beispielsweise auch als politische Diskurs-, als Populär-, Migrations-, Redaktions- oder Unternehmenskulturen. Medienkulturen sollten also zeitlich, räumlich und sozial differenziert betrachtet und untersucht werden.&lt;/p&gt;       &lt;h2&gt;Themenfelder der Tagung sind&lt;/h2&gt;       &lt;ul&gt;&lt;li&gt;Konzepte der Medienkultur&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Empirie der Medienkulturforschung&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Historizität und Aktualität von Medienkulturwandel&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Medienpolitik, Öffentlichkeit und politische Diskurskulturen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Integration, Segregation und Konflikte von Medienkulturen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Journalismus-, Produktions- und Organisationskulturen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Inhalte, Formate und Diskurse von Medienkulturen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Alltag, Rezeption und Sozialisation in Medienkulturen&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;    &lt;h2&gt;Hauptvorträge der Konferenz halten&lt;/h2&gt;   &lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://german.lss.wisc.edu/homes/hadler/" title="externer Link zur Webseite von Hans Adler" target="_blank"&gt;Hans Adler&lt;/a&gt;, University of Wisconsin,  Madison&lt;/li&gt;&lt;!--li&gt;&lt;a href="http://www.kwi-nrw.de/home/profil-cleggewie.html" title="externer Llink zur Webseite von Claus Leffewie" target="_blank"&gt;Claus Leggewie&lt;/a&gt;, Kulturwissenschaftliches Institut Essen&lt;/li--&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.lse.ac.uk/collections/media@lse/whosWho/robinMansell.htm" title="externer Link zur Webseite von Robin Mansell" target="_blank"&gt;Robin Mansell&lt;/a&gt;, London School of Economics and Political Science&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.goldsmiths.ac.uk/media-communications/staff/morley.php" title="externer Link zur Webseite von David Morley" target="_blank"&gt;David Morley&lt;/a&gt;, Goldsmiths College University of London&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;Vgl. &lt;a href="http://www.dgpuk2009.uni-bremen.de/"&gt;Tagungs-Homepage&lt;/a&gt; mit PDF-Programm und Abstract-Katalog&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-6787924601718330792?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/6787924601718330792/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=6787924601718330792' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/6787924601718330792'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/6787924601718330792'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/04/fachtagung-medienkultur-im-wandel.html' title='Fachtagung: Medienkultur im Wandel'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-2216565004418730673</id><published>2009-04-22T17:12:00.000-07:00</published><updated>2009-04-22T17:27:21.019-07:00</updated><title type='text'>Plädoyer für ein "zensiertes" Internet</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CXS-SSIVE%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:applybreakingrules/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:usefelayout/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 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 &lt;/span&gt;Wobei es im ersten Fall nach zähen Verhandlungen und Streitereien immerhin eine Entscheidung gibt. Die Rede ist (bei Fall 1) von der Sperrung kinderpornografischer Seiten im Internet, zu der Familienministerin Ursula von der Leyen die Provider aufgefordert hat. Die größten deutschen Internetanbieter, darunter die Telekom, Arcor und Alice haben bereits zugestimmt, den Zugriff auf einschlägige Seiten zu blockieren und dem Surfer (der sicher nicht zufällig auf diese Seiten „gerät“) ein Stopp-Schild vor Augen – oder besser vor den Kopf – zu knallen. Nicht nur ist es unfassbar, dass Datenschützer, allen voran ausgerechnet Bundesjustizministerin Brigitte Zypries einen &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/politik/348/465933/text/"&gt;„Grundrechtseingriff in die Informationsfreiheit“&lt;/a&gt; in den Verträgen sehen und damit potentielle Täter in Schutz nehmen wollen, getreu dem Motto: Datenschutz ist Täterschutz! Es ist genau so unbegreiflich, dass eine Sperrung eindeutig illegaler und nicht beschreibbarer Seiten, von denen oftmals bekannt ist, nicht nur dass es sie gibt, sondern auch wo es sie gibt, überhaupt erst jetzt in Erwägung gezogen wurde. Als wäre das nicht schon weltfremd genug, streitet man allen Ernstes darüber, dass auch legale Seiten ins Sperr-Raster fallen könnten. Die Verantwortung wird schnell und einfach dem BKA überlassen, das ohnehin am liebsten alles sperren würde, was mit nackten Tatsachen zu tun hat. Oder wollen sie doch eher alles „offen“ lassen, damit pädophile Surfer überführt werden können? Es wäre ihr gutes Recht, wobei die Strategie natürlich bedenklich wäre, weil immer noch die wenigsten Täter gefasst werden. Nichtsdestotrotz ist die Sperrung erstmal beschlossen, die gesetzliche Verankerung muss folgen. Von der Leyen hat hart gekämpft. Eine Wahlkampftaktik wollen wir ihr in diesem Fall nicht unterstellen, auch wenn es natürlich solch brisante Themen sind, die im Wählergedächtnis haften bleiben. Wenn es Datenschützer und Demonstranten Zensur nennen, dass Kinderpornografie „gestoppt“ wird, oder legale Seiten in Mitleidenschaft gezogen werden könnten – zur Erinnerung: Es gibt Millionen weitere legale Pornoseiten – dann gehört das Internet zensiert!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: georgia;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="georgia" style="line-height: 150%; text-align: justify; font-family: georgia;"&gt;Kommen wir zu Fall 2, der fast genauso fernab von gut und böse ist – nur betrifft er in diesem Fall das Urheberrecht: Illegale Tauschbörsen. &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/858/465449/text/4/"&gt;Der Fall Pirate Bay&lt;/a&gt; sorgt derzeit für erhebliches Aufsehen, jedoch werden keine Konsequenzen aus den Diskussionen gezogen. Die Betreiber von Pirate Bay sind zu einem Jahr Gefängnis und einer erheblichen Schadensersatzforderung verurteilt worden. Die illegale Tauschbörse aber bleibt am weltweiten Netz. So als tauge sie noch zur Kriminalisierung unzähliger Internetsurfer. Natürlich ist es Schwachsinn, das Wort „jugendlich“ als Schutzbehauptung anzuführen, ebenso wie die Möglichkeit, dass man nicht wissen könnte, dass es sich um illegale Dateien handelt. Dennoch bestünde die Möglichkeit, kriminelle Machenschaften – zu denen solche Plattformen unweigerlich verleiten, und die in Anbetracht von Internetpreisen und der immer weiter fortschreitenden Netzwerkgesellschaft irgendwie auch vertretbar scheinen mögen – zu sperren! Warum tut man das nicht? Warum argumentiert man mit einem Bereitstellungsservice und unterscheidet zwischen Zugangsgewährer und Inhalten?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: georgia;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="georgia" style="line-height: 150%; text-align: justify; font-family: georgia;"&gt;Neuste Tauschplattformen erheben sogar Geld für den Zugang zu illegalen Daten (wie etwa Firstload). Solche Machenschaften sind besonders perfide, weil sie ahnungslose Internetnutzer irreführen und sie im Glauben lassen, sie hätten eine Pauschale für die Inhalte bezahlt. Man kann es unbedarften Internetnutzern nicht verübeln, wenn sie die Kulturtechnik „Ware gegen Zahlung erhalten“ nicht anders kennen. Eine MP3-Seite aus Russland bietet sogar einzelne Musikstücke gegen einen auffallend geringen Preis an. Mit einem gravierenden Unterschied zu MP3-Stores: Die Daten sind vollkommen illegal, obwohl sie kostenpflichtig sind. Das Web 2.0 lehrt uns gerade neue Techniken, die sich noch in rechtlicher und moralischer Grauzone befinden mögen. Bleiben darf das so nicht. Die neuen technischen Möglichkeiten verlangen nach einer Neujustierung kultureller Kategorien. Sicherlich ist bei brisanten Fragen auch ein offener und demokratischer Umgang geboten. Wenn der aber zu falschen Ergebnissen führt, wurden falsche Diskussionen geführt. Auch hier gilt: Wenn die Sperrung einer kostenlosen Verbreitungsmaschine urheberrechtlich geschützter Werke als Zensur gilt, dann gehört auch hier das Netz zensiert. Es sollte das Diktum gelten: Zensur pro Kultur.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: georgia;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" face="georgia" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: georgia;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify; font-family: georgia;"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Was wir derzeit in der Internet- und baldigen Realwelt erleben, gleicht einer Farce. Diskussionen sind überflüssig: Kinderporno weg, Tauschbörsen weg (ungeachtet der graduellen Nichtvergleichbarkeit), und wir haben zwei große internetgemachte Probleme weniger.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Das verhindert, dass sie zu „hausgemachten“ Problemen werden und eine etablierte Kultur aus den Angeln heben. Denn: Sie sind gerade dabei, genau das zu tun! (Fortsetzung folgt, denn sie muss!)&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-2216565004418730673?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/2216565004418730673/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=2216565004418730673' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/2216565004418730673'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/2216565004418730673'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/04/pladoyer-fur-ein-zensiertes-internet.html' title='Plädoyer für ein &quot;zensiertes&quot; Internet'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-4247919383583772667</id><published>2009-04-08T11:11:00.000-07:00</published><updated>2009-06-10T14:02:04.050-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Politik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kultur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschichte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Obama'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Merkel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Welt'/><title type='text'>Obama´s Welt: Der schwarze Messias</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Yes, sie ist endlich auch bis nach Irak angekommen – die Obamania! Wie charmant hat er den G20-Gipfel in London verzaubert, wie hat er die Kerzchen auf dem Nato-Geburtstagskuchen in Deutschland und Frankreich zum brennen gebracht. Dann noch die Superstar-Stipvisite nach Prag. Ohne Zweifel: Obama ist der Schwarze Messias. Wenige Tage vor Ostern wird er Innbegriff eines revolutionären Zeitgeistes, wird er Symbol des Aufbruchs, geht er ein in die Historie – schon jetzt. Schuld ist nicht zuletzt die Euphorisierung in den Medien, die sich in diesen Tagen mit Hymen überschlagen. Selbst britische Zeitungen nehmen Michelle die königliche Handgreiflichkeit nicht übel.  Dabei ist der schwarze Heilsbringer, der sich gerne mal von Kanzlerin Merkel richtungsweisend – im wahrsten Sinne -  am Ärmel ziehen lässt, ein cleverer Stratege: Weg mit dem Bankgeheimnis und den Steueroasen,  weg mit den Atomwaffen, Kompromissbereitschaft mit dem Irak – aus dem natürlich nie ein Schulterschluss werden kann -, und nicht zuletzt der Einsatz für die EU-Mitgliedschaft der Türkei (Okay, mit Rasmussen als Gewinn). Im Kern sind diese „Auslandseinsätze“ natürlich „Inlandseinsätze“, sie dienen der guten Stimmung, der Schadensbegrenzung, der Wiedergutmachung. Sie versöhnen den mächtigsten Mann der Welt wieder mit der Welt und zaubern nicht zuletzt ein Lächeln auf die amerikanischen Lippen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Was sich erst allmählich zeigen wird: Der schwarze Messias verleiht auch den Amerikanern wieder jene Identität, die ihnen nach dem 11. September mit bushesquen Kampfparolen west-wild abgesprochen wurde. Vor allem steht „Obama“ für eine neue Qualität politischer Führung. Sein Führungsstil ist dialektisch, gleicht dem einer Raubkatze, die jedoch äußerst putzig und charmant ist. Mit Paukenschlägen hat er die Welt wach gerüttelt, sie aus der Schockstarre der Krise befreit und wirkungsvoll an seiner Geschichtsbuch-Karriere gearbeitet: Einen Dialog statt einen Kampf der Kulturen ist er gewillt zu führen. Auch wenn er scheitern wird, macht er das, was dringend geboten ist in diesen Tagen: zu handeln. Eine nuklearfreie Welt zu fordern, das macht ihm so schnell keiner nach. Und vor allem hinterlässt er damit auch nach seinem politischen Abtreten und möglicherweise auch nach seinem menschlichen Ableben einen bleibenden Eindruck. Jenseits des Schmetterns versteht er sich auf eine Handlung des Wortes, eine Strategie des Zuhörens, des Zurückhaltens – ja, des bewussten Zurücknehmens. Ganz anders als der „breitbeinige Bush“.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Natürlich hat es der Revolverheld auf dem Golfplatz dem schwarzen Messias aus Reihe zwei leicht gemacht. Doch die politische Führung Obamas beschränkt sich nicht auf eine bloße Negation der Bush-Ära. Sein Führungsstil ist – auch im Vergleich der Weltpolitik – mehrdimensional.  Er macht kleine Stilfehler, verhält sich leise und bescheiden, hat dabei stets ein Lächeln auf den Lippen. Dieses schon drückt wenn nicht Überheblichkeit so doch Überlegenheit aus. Sein Charisma verleibt die Gegner ein, weckt Hoffnung, steckt an. Seine Verbal-Rhetorik ist gleichsam von messerscharfer Professionalität – fehlerfrei.&lt;br /&gt;Der Spagat, einerseits auf die Trommel zu hauen, andererseits die Harfe zu zupfen, ist ihm bislang gelungen. Fraglich ist, wie lange er die Tonart solch unterschiedlicher Instrumente bei simultaner Spielweise halten kann. Vor allem dann, wenn sich dem Spiel die Erwartungen des Publikums zugesellen. Es heißt, er könne die Erwartungen an ihn nicht erfüllen. Nun, ein Messias zu sein, dürfte wahrlich nicht jeder "Mann" gelingen. Er kann den Klimawandel nicht aufhalten, die Bankenkrise nicht umkehren, die islamische Welt nicht bekehren. Aber wenn man ihm eines zugesteht, dann wird er seinen rhetorischen Zeichen auch realistische Taten folgen lassen:  einfach nur ein Mensch zu sein.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-4247919383583772667?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/4247919383583772667/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=4247919383583772667' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/4247919383583772667'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/4247919383583772667'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/04/obama-der-schwarze-messias.html' title='Obama´s Welt: Der schwarze Messias'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-1421909713729907935</id><published>2009-02-25T13:31:00.000-08:00</published><updated>2009-02-25T13:37:46.456-08:00</updated><title type='text'>Zeitungen im Wandel der Zeit</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CXS-SSIVE%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:applybreakingrules/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:usefelayout/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-language:DE;} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --&gt; &lt;/style&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify; font-family: georgia;"&gt;Die Zeitungsbranche befindet sich im größten Umbruch aller Zeiten. Zahlreiche Redakteure werden entlassen, sogar Lokalredaktionen müssen schließen. Selbst die renommierte WAZ-Mediengruppe hat eine Redaktion eingestampft. 32 Millionen Euro sollen eingespart werden, 300 Mitarbeiter müssen gehen, meldet das Journalisten-Portal newsroom. Demnach müssen sich auch alle fest angestellten Fotografen selbständig machen. Und auch Magazine mit großem Namen wie beispielsweise „Vanity Fair“ bleiben nicht verschont und werden eingestellt. Was ist da los, fragt man sich in diesen Tagen. Schwappt die Wirtschaftskrise auf die eh schon gebeutelte Zeitungsbranche über? Deutsche Traditionsunternehmen wie Märklin und Schiesser stehen bereits vor dem aus, Opel vor einer ungewissen Zukunft, die selbst Bund („Franky“ Steinmeier) und Länder („Anchorman“ Rüttgers) spaltet und Banken werden enteignet und unter staatliche Kontrolle gestellt. Folgerichtig also, dass angesichts dieser disaströsen Lage auch die Medienbranche nicht verschont bleibt. Was die Zeitungsbranche und auch TV-Sender langsam erkennen, haben Buchverlage längst für sich entdeckt. Das Internet, respektive Web n.0. hat sich selbst ein Traditionsverlag wie Suhrkamp schon zu Nutze gemacht. Fortan werden seltene Werke und Fachbücher nicht mehr zu Ladenhütern sondern je nach Bedarf gedruckt (Print on Demand). Druck- und Werbekosten werden auf Sparflamme gehalten, der Ertrag kann dabei sehr hoch ausfallen, und tut er das nicht, ist es auch nicht schlimm. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Es ist zweifellos die Online-Branche, die nicht nur für die Defizite der Printbranche mitverantwortlich ist, sondern die sie auch wieder ausgleichen kann. Voraussetzung ist, dass man Onlinemedien richtig einzusetzen weiß. Auf dem zehnten European Newspaper Congress, der vom 26.-28. in Wien stattfindet (übrigens zwei Tage vor dem Tag des geistigen Eigentums) und auf dem sich Journalisten- und Designergrößen tummeln werden, wird genau darüber diskutiert werden müssen. Fest steht schon jetzt, dass sich nicht nur das Format von Zeitungen ändern, sondern auch der Journalismus einen grundlegenden Wandel erfahren wird. Zukünftig soll Schönmalerei durch Inhalte ersetzt werden, sollen sich Journalisten auf das Wesentliche konzentrieren, Nachrichtenwerte abwägen, informative Nutzwerte hinterfragen. Die erste Trainee-Stelle für Verbraucher-Journalisten wird zum vierten Mal von der Verbraucherzentrale des Bundes in Berlin angeboten und sie weist in die Richtung, in die es gehen wird: Journalismus als Dienstleistung am Verbraucher. Fakten, News, Hintergründe. Mehr nicht. Diese Strategie kann Vor- und Nachteile haben, auf jeden Fall führt sie zu Platzersparnissen. Ressourcenschonender Journalismus heißt, themenspezifisch zu schreiben. Sich vom Globalanspruch einer Tageszeitung zu lösen. So ist wahrscheinlich, dass nicht nur vermehrt Spartenzeitschriften online angeboten werden. Denkbar wäre auch, dass Nutzer zukünftig ihre Informationen selbst zusammenstellen können. Nach dem digitalen Cut &amp;amp; Paste-Prinzip könnte jeder Leser seine persönliche „lesergenerierte“ Zeitung kreieren. Im Web ist die persönliche Gestaltung von Startseiten durch gezielte Newsselektion längst Standart. Vor allem Weblogs sind nicht nur ein gesellschaftliches Sprachrohr zwischen Revolte und Demokratisierung, sie dienen auch der Selektion von Informationen und ordnen sie durch Kommentarfunktionen bisweilen sogar in einen größeren Kontext ein. Und sie machen das, was ein Synonym für Medienkultur im 21. Jahrhundert wird: Sie wandeln jeden passiven Nutzer in einen aktiven Nutzer, einen digitalen Autor. So wird auch der Printleser der Zukunft gefordert und mehr und mehr in den Selektionsprozess eingebunden. Zweifellos scheint Online das Gebot der Stunde zu sein. Und wenn es ganz gut läuft, dann spielt es sich wieder zurück: Diese Woche brachte die Internetzeitschrift „Telepolis“ erneut eine Ausgabe ihres Zukunftspecials an die deutschen Kioske. Der Heise-Verlag zeigt wie es geht. Und er tut es deshalb, weil er seit Anbeginn des Netzes ein Teil von ihm war. Ein derartiges Medienbewusstsein müssen sich die traditionellen Medien erst noch erarbeiten. Für den Brockhaus-Verlag steht indes schon fest: Seine Kult-Enzyklopädie gibt es fortan nur noch im Netz.   &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-1421909713729907935?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/1421909713729907935/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=1421909713729907935' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/1421909713729907935'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/1421909713729907935'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/02/die-krise-der-zeitungsbranche.html' title='Zeitungen im Wandel der Zeit'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-8137060022381860837</id><published>2009-02-25T13:29:00.000-08:00</published><updated>2009-02-25T13:30:41.934-08:00</updated><title type='text'>Web 2.0 + Pornografie = Schöne neue Medienwelt</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die deutsche Rechtssprechung kennt ab sofort eine neue Vokabel, die da lautet „Jugendpornografie“. Als hätte es nicht schon gereicht, dass junge Verliebte keine Fotos mehr von sich schießen dürfen ohne dafür wegen „Besitz (oder gar Verbreitung) kinderpornografischer Schriften angeklagt zu werden (Link), fahren jetzt die Gesetzeshüter noch schärfere Geschütze auf. Von nun an soll auch der Besitz von Abbildungen, auf denen die dargestellten Personen lediglich jugendlich aussehen, unter Strafe gestellt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Personen volljährig sind oder nicht. Auch Darstellungen mit sogenannten „Scheinminderjährigen“, also Personen, die dem Alter nach das 18. Lebensjahr erreicht haben, aber äußerlich minderjährig aussehen, fallen unter das neue Gesetz. Die Neuregelung geht auf einen EU-Rahmenbeschluss aus dem Jahr 2003 zur Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung von Kindern und Kinderpornografie zurück. Nicht nur Darstellungen, die ein „wirklichkeitsnahes Geschehen“ zeigen, sondern auch ein „fiktives Geschehen“ wiedergeben, könnten also künftig Strafbestand werden.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bis hier hin weitestgehend undiskutabel. Gerade in Zeiten des „user generated content“, in denen mittels einfacher Digitaltechnik in Handys und Camcordern Nutzer selbst Bilder an jedem Ort und zu jeder Zeit selbst entwickeln können und im Internet gerne öffentlich zur Schau stellen, scheint eine Gesetzanpassung an die Wirklichkeit geboten. Wirft man jedoch einen Blick in die mediale Wirklichkeit, so ist es offenkundig, dass es viel mehr einem veränderten „medienpornografischen Bewusstseins“ von Seiten der Medienmacher bedarf als einer Kriminalisierung von Jugendlichen. Denn genau die sind im Visier des neuen Gesetztes zur Jugendpornografie, denn sie sollen vor Nachahmungstaten quasi vor sich selbst geschützt werden. Angesichts der nicht aufhaltbar scheinenden Pornografisierung der Medien scheint dieses probate Ziel selbst eher „wirklichkeitsfiktiv“ als „wirklichkeitsnah“. Castingshows propagieren das Diktum „Sex sells“, Gruppen in Studivz halten von sexuell motiviertem Bildertausch bis hin zur „Bilderveredelung“ allerlei Perversionen bereit und Kinofilme wie „Sex and the City“ warten nicht nur mit höchst anzüglichen Sprüchen auf, sondern schrecken auch vor Genitaldarstellungen – bei einer Altersfreigabe von 12 Jahren! – nicht zurück. All das sollte Anlass geben, über die Medienehtik nachzudenken, anstatt die Gesellschaft derart fahrlässig und in diesem Fall völlig „unvermittelt“ zu verunsichern.&lt;br /&gt;Die Judikative sollte erkennen: Kinder und auch Jugendliche müssen nicht vor sich selbst geschützt werden, sondern vor einer medialen Pornografie-Bagatellisierung. Freizügigkeit im TV scheint nicht mehr nur geduldet sondern schlichtweg verlangt zu werden. Wenn sich zu diesem Umstand auch noch die immer frühere körperliche Entwicklung von Jugendlichen gesellt bei immer einfacher zu handhabenden Fotoausrüstungen, dann entsteht ein schwieriges und risikobehaftetes Konglomerat, dem nur über eine gesellschaftliche Bewusstseinsveränderung Einheit geboten werden kann. Dass sich diese Aufgabe als einen langen und fortwährenden Prozess ausnimmt, ist selbstverständlich. Aber diese Herausforderung an eine neue Medienethik und Medientechnik ist keine Entschuldigung für unreflektierte, fast panische Freiheitsbeschneidungen von Seiten der Gesetzgebung.&lt;br /&gt;Und die neue Gesetzeswelle schwappt auch bis nach Großbritannien über. Dort gibt es ab dem 26. Januar den gesetzlich verankerten Schutz vor sogenannter „extremer Pornografie“. Wie aber diese Termini einheitlich und sachgerecht definiert werden, hängt wie auch im Fall der Jugendpornografie vom persönlichen Ermessen der Richter, oder wie im Fall Großbritanniens, der Geschworenen ab. &lt;br /&gt;"Extrem" beinhaltet nach Abschnitt 63 Absatz 7 Handlungen, die das Leben einer Person gefährden. Die Darstellungen müssen „in grober Weise anstößig, abstoßend oder anderweitig unzüchtigem Charakter sein“, so das Gesetz. Dabei sind Worte wie „vernünftig“ und „anstößig“ in den Gesetzestext aufgenommen, die nicht nur Interpretationsspielraum lassen, sondern auch über individuelle Neigungen urteilen und damit alles „Unnormale“, jede Perversion geißeln. Nicht bestraft wird zwar derjenige, der die Dateien von seinem Rechner gelöscht hat. „Löschung“ ist aber nur dann gewährleistet, wenn die Dateien nicht wieder hergestellt werden können. Besonders IT-Fachleute scheinen von diesem Passus benachteiligt zu sein, weil sie über Kenntnisse verfügen, auch gelöschte Daten wiederherstellen zu können. Ein weiterer bedenklicher Passus sieht vor, dass Werke, die vom British Board of Film Classification (BBFC) als unbedenklich eingestuft worden, weiterhin erlaubt sind – jedoch nur als Ganzes. Einzelne Ausschnitte wie etwa die Vergewaltigungsszenen aus Filmen wie etwas Stanley Kubricks „Clockwork Orange“ oder Alfred Hitchcocks „Frenzy“ könnten also künftig unter Strafe stehen. Der Besitz solcher extrem pornografischen Schriften, die die Unversehrtheit des menschlichen Lebens beeinträchtigen, kann mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden. In Deutschland und in Großbritannien sollte zukünftig also das Surfverhalten äußerst bedacht vollzogen werden, um „extreme“ Überraschungen von Seiten der Gesetzeshüter zu vermeiden. Schöne neue Medienwelt.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-8137060022381860837?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/8137060022381860837/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=8137060022381860837' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/8137060022381860837'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/8137060022381860837'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/02/web-20-pornografie-schone-neue.html' title='Web 2.0 + Pornografie = Schöne neue Medienwelt'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-6536740129034850103</id><published>2009-01-26T12:54:00.000-08:00</published><updated>2009-01-26T14:46:21.634-08:00</updated><title type='text'>Harald Schmidt und der Sieg des Scheiterns</title><content type='html'>&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt; 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Dann trennen sich Harald Schmidt und Oliver Pocher, wird aus Schmidt &amp;amp; Pocher Schmidt ohne Pocher. Und dann wird es wieder schwierig. Dann nämlich wird Schmidt nicht mehr an seinem „Einheizer“ Pocher gemessen, sondern einzig und allein an seinem härtesten Konkurrenten: sich selbst. Schmidts Ansprüche an die eigene Person waren immer hoch, und sie sind es immer noch. Er ist viel zu eitel, viel zu selbstverliebt, als dass er sich gehen ließe. Zugegeben, auf Perfektion hat der Conferencier zunehmend verzichtet, es nicht mehr allzu genau zu nehmen, ist Teil seiner Reife. So manche Faux Pax´s der letzten „Staffel“ gingen auf Pochers Rechnung, doch längst nicht alle. Und für alle, die es bis heute nicht verstanden haben: Die vermeintlichen Schwächen der Sendung waren ihre Stärken. Das Prinzip von Harald Schmidt war sei je her eben nicht das der Perfektion, sondern ihre Negation, ihre Umkehrung. Die Dialektik einer TV-Show, die wahrlich bis heute ein Phänomen geblieben ist, besteht in der permanenten Selbstthematisierung und Ironisierung. Das ist der wahre Grund, warum Oliver Pocher für den Fortbestand der Sendung so unverzichtbar war. Er stellte die Sendung in Frage, gab Anlass, die Show sich selbst Preis zu geben, von ihr selbst Zeugnis abzulegen, sich selbst von sich selbst zu überzeugen. Oliver Pocher transzendierte Harald Schmidt und war ebenso für seine menschliche Rückverwandlung unabdingbar. Mit Pocher startete die Sendung eine Reise ins Innere, ins „Ich“ der Produktionsfirma Kogel &amp;amp; Schmidt GmbH. &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-size:14;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-size:14;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ab April wird Harald Schmidt zurückkehren und hoffentlich aus der Pocherschen Spiegelung gelernt haben. Jetzt schon ist klar, wie das Prinzip „Spiegelung“ fortgeführt wird: nämlich in der ständigen Thematisierung des Nicht-Pochers. Die Abwesenheit Pochers und die Rückbesinnung auf den kleines Kreis der Vertrauten wird dann das Familiäre – ja Elitäre – der Show wieder auf das Programm, wieder ins Gedächtnis der Vergessenden rufen. Es wird eine Weile nur Schmidt sein, der als Anchorman stilisiert wird – das deuten jetzt schon die Programmdirektoren an, wenn sie Schmidts Potenzial nach Pocher nun voll ausschöpfen wollen. Dann wird die Kunstfigur noch überhöht und weiter potenziert werden. Und dann wird man erkennen, entweder, dass hinter ihr nichts weiter steckt, als ein ausgeklügeltes System, das weder persönliche Intelligenz noch Emotionalität kennt – was zu Schmidts Verpuffung führen könnte, oder dass er gar unterschätzt wurde und  im Medium Fernsehen gänzlich am falschen Ort ist. In beiden Fällen also ist das Vorhaben, Schmidt zu positionieren zum Scheitern verurteilt. Damit die Sendung weiterhin funktioniert, braucht es die Projektionsfläche, die immer schon gegeben war. Es war die Familienetablierung um Manuel Andrack, Helmut Zerlett, Madame Nathalie und Co., die Schmidt immer die wichtige Projektions- und Absonderungsfläche boten. Nicht abwegig also, dass es zur Wiederbelebung von Manuel Andrack kommt. „Back to the roots“ wird dann das Motto lauten. Mit dem ganz entscheidenden Zusatz: Jetzt erst recht. Die Sendung ist dann nicht vorbei. Im Gegenteil: Sie steht dann erst am Anfang nach einer langen Reise der Selbstfindung. Dann – so wird zumindest die Strategie lauten – wird endlich das gemacht, was lange ausprobiert, gewollt aber doch wieder verworfen werden musste, weil die Zeit für Polenwitze vorbei, oder die Zeit für Pocher gekommen war. „Harald Schmidt“ ist und bleibt das dialektische Moment der Fernsehgeschichte: Im Scheitern siegt das System!&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:14;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="fliess" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="fliess" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-6536740129034850103?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/6536740129034850103/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=6536740129034850103' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/6536740129034850103'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/6536740129034850103'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2009/01/harald-schmidt-und-der-sieg-des.html' title='Harald Schmidt und der Sieg des Scheiterns'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-3606886367124411408</id><published>2008-12-21T09:53:00.000-08:00</published><updated>2008-12-21T09:54:17.613-08:00</updated><title type='text'>Nachtrag: Polylog als Epilog</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nachtrag: Nach dem Aus für MTV folgt also nun auch das aus von Polylux. Auch MTV stand für Pop-, Sub- und Jugendkultur. Doch im Unterschied zu Polylux hat MTV kulturelle Randbereiche geprägt. Was bei MTV Ästhetisierung, Ausdruck, Protest und Unabhängigkeit war, wich bei Polylux der Fetischisierung und Ironisierung der eigenen Inhalte und nicht zuletzt der eigenen Sendung. MTV lebt als YouTube weiter. Die Gesellschaft behält ein wichtiges Ausdrucksmittel in der Hand. Auch die Sendung Polylux bleibt ihrer Fangemeinde auf Polylog.tv erhalten. Polylog ist damit der Epilog einer ziemlich belanglosen Geschichte.  &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-3606886367124411408?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/3606886367124411408/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=3606886367124411408' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/3606886367124411408'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/3606886367124411408'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2008/12/nachtrag-polylog-als-epilog.html' title='Nachtrag: Polylog als Epilog'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-2427325856692053837</id><published>2008-12-21T09:34:00.000-08:00</published><updated>2008-12-21T09:58:25.672-08:00</updated><title type='text'>Bye Bye Polylux: Besser ein Ende mit Schrecken</title><content type='html'>&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CXS-SSIVE%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:applybreakingrules/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:usefelayout/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 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An dieser Stelle sollen Bourdieu bis Luhmann nicht mit erhobenem Zeigefinger herangezogen werden, schauen wir lieber in die Polylux-Praxis. Was dem Zuschauer dort unglaubliche 12 Jahre lang als „Gesellschaft“ verkauft wurde, war in den Augen derer, die überhaupt noch Kritik an dem kleinen „Kulturmagazin“ geübt haben, nichts anderes als eine einzige Freakshow. Die Sendung war eine Randgruppenbeleuchtung unter dem Deckmantel einer „Kultursendung“, deren Zielgruppe aus Voyeuren und Gelangweilten gleichermaßen bestanden haben muss. Anders lässt sich das Interesse an „Objektophilen“, „Jumpstylern“, „Downshiftern“ und anderen Weltverklärern und Misanthropen nicht erklären.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Da hilft es auch nicht – gnadenlos leichtfertig und ohne Unterscheidung -&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;von Sub-, Pop- oder Jugendkultur zu sprechen. Die Beiträge folgten seit 12 Jahren den Kriterien „Aktualität und Relevanz“, ließ Titta von Hardenberg von sich selbst überzeugt in der letzten Sendung verlauten. Braucht es wirklich Polylux, um zu erfahren, dass viele Pizzerien in Berlin nicht von Italienern, sondern von Albanern oder Türken geführt werden, die versuchen die italienische Mentalität gegen ihre eigene Identität einzutauschen? Soll man als Zuschauer etwa honorieren, dass die Sendung dem albanischen Italiener Hassan zu Ruhm und Ehre verholfen hat, dass RTL und ZDF dem Aufruf nach „Aktualität und Relevanz“ gefolgt sind und den feurigen Albaner per Mini-Werbeauftritt zum „Fernsehstar“ katapultiert haben? Naja, da das Wort „Star“ im deutschen Fernsehen keine Bedeutung mehr hat, ist der Ausdruck immerhin gerechtfertigt, wobei ihm zum Bauern und Hartz-IV-Empfänger wohl noch einiges fehlen dürfte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;Grünenpolitikerin Renate Künast outete sich als „Polylux-Fan“, wenngleich sie eigentlich keine Beiträge verstehe. Die dargestellten Menschen hätten alle eine „Umdrehung zu viel“, aber, so zeige die Sendung, hätte schließlich jeder mal eine „Umdrehung zu viel“. Immerhin schließt sich die Grüne Powerfrau selbst mit ein. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;Polylux: Gesellschaftskritik auf die feine Art. Obwohl: Sich gegenseitig mit Stühlen umzuhauen, hat mit Subtilität nicht viel gemein. „Happy Slapping“ ist bitterer Ernst in deutschen Schulen und braucht wohl alles andere als eine Kulturstilisierung (wenn auch in Form von Stühle-Wrestling). Die Welt hat viele Freaks, und das wissen nicht nur aufgeklärte Intellektuelle – spätestens seit Domian (und da darf und soll es bleiben). Ob es für die Aufklärung wirklich Polylux bedarf, lässt sich in Zweifel ziehen. Sich über das philosophische Quartett lustig zu machen ist unklug, da hilft auch nicht der Versuch, darüber Selbstkritik und Selbstironie gleich mit zu transportieren. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;Im Anschluss an die Sendung Harald Schmidt übt man sich seit eh und je in nicht erreichbarer Selbstreferenz. Das eigene Outing, selbst zur Randgruppe des guten (oder schlechten?) Geschmacks zu zählen, bleibt aus, stattdessen propagiert Powerfrau Titta ihre Sendung als Ausnahme im deutschen Fernsehen und verwechselt eine &lt;i style=""&gt;Ausnahmeerscheinung&lt;/i&gt; fälschlicherweise mit einem &lt;i style=""&gt;Ausnahmezustand&lt;/i&gt;. &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Als sie sich am Ende ihrer Sendung selbst abmoderieren muss, sich also von sich selbst verabschieden muss, empfindet man fast Mitleid, aber als der zugegeben etwas benachteiligte Volksrepräsentant- und kommentator (Name entfallen) der Moderatorin und Mutter einen Blumenstrauß zum Abschied überreicht, wird aus Mitleid Scham. Und nach vielen zweifelhaften und getürkten Beiträgen aus der „Szene“ zieht die ARD nun endlich die Notbremse. Aus für Polylux. Bleibt zu hoffen, dass man sich jetzt umgehend den Kriterien „Aktualität und Relevanz“ widmet – und nicht mehr &lt;i style=""&gt;über&lt;/i&gt; eine Randgruppengesellschaft &lt;i style=""&gt;lästert&lt;/i&gt;, sondern &lt;i style=""&gt;für&lt;/i&gt; eine ausdifferenzierte Gesellschaft &lt;i style=""&gt;berichtet&lt;/i&gt;.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Nicht mehr Dissidenten &lt;i style=""&gt;denunziert&lt;/i&gt;, sondern Interessenten &lt;i style=""&gt;informiert&lt;/i&gt;. Nicht mehr sich selbst fetischisiert und ironisiert, sondern schlichtweg Ernst nimmt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-size:16;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-2427325856692053837?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/2427325856692053837/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=2427325856692053837' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/2427325856692053837'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/2427325856692053837'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2008/12/bye-bye-polylux-besser-ein-ende-mit.html' title='Bye Bye Polylux: Besser ein Ende mit Schrecken'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-4129542441931188175</id><published>2008-12-09T13:42:00.000-08:00</published><updated>2008-12-09T13:54:58.853-08:00</updated><title type='text'>Die Jahresrückblicke 2008 - von Durchblick keine Spur</title><content type='html'>&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 10"&gt;&lt;link rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CXS-SSIVE%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:applybreakingrules/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:usefelayout/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-language:DE;} @page Section1 	{size:595.3pt 841.9pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --&gt; &lt;/style&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;p style="text-align: justify; font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Da lehnt der gute Reich-Ranicki noch vor wenigen Wochen den Fernsehpreis mit großer Medienwirkung ab und tut dann doch nichts anderes als an seiner eigenen Unglaubwürdigkeit, seiner Negation (s.u.) arbeiten: In der Sendung „Menschen 2008“, im ZDF von Kerner moderiert, rezensierte er – wenn auch auf die Schnelle, und lediglich per Videoübertragung – das aufsehenerregenste Buch des Jahres: Charlotte Roches Feuchtgebiete. Dass dieses Buch weder Literatur noch lesenswert ist, dafür braucht es natürlich keinen Reich-Ranicki. Dass aber die Medienmacher immer noch die Oberhand gegenüber allen Kritikern haben, für dieses Diktum brauchte es ihn sehr wohl. Mit beispielloser Prägnanz übte sich das Massenmedium „ZDF“ in der Einverleibung vom derzeit größten Fernsehkritiker, statt ihn selbst zu kritisieren. Und so durfte der Oberschichtenmann das Unterschichtenbuch – Kerner verglich den Roman mit der Wirkung der Bildzeitung, was sie gar nicht gerne hörte – rezensieren, so als ob er das Buch eines Kindes rezensieren würde. Und die Kritik eines von Kinderhänden geschriebenen Buches wäre wohl besser ausgefallen. Das Buch sei nicht mal der Rede wert, und auch das nächste Buch werde er nicht lesen, dafür hätte er keine Zeit, ließ er über die Leinwand verlauten. Wenn aber das ZDF bei Reich-Ranicki anruft, um ihn für die Sonntagabend-Primetime-Unterhaltung vor Massenpublikum zu gewinnen, dann kann man schon mal über die Ablehnung des Fernsehpreises – die symbolisierte Kommerzialisierungskritik – hinwegsehen. Zu dumm, dass er damit seine eigene Haltung gegenüber dem Fernsehen wieder einmal ad absurdum führte. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: georgia;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify; font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Und dass, wo doch die Kritik am Fernsehen besonders an diesem Abend so angebracht gewesen wäre (wie eigentlich an den anderen ca. 350 Tagen zuvor). Zwei Jahresrückblicke, zwei der best bezahlten und bekanntesten, vielleicht sogar beliebtesten Fernsehmoderatoren, doch von Shows der Superlative keine Spur. „Stars“ wie Kurt Beck, Olli Kahn, Florian Hambüchen und co. wirkten eher wie B-Promis, als wie die, die nicht abgesagt, die noch Zeit hatten. Kurt Beck lies bei Jauch das übliche Bla Bla vom Stapel, an Gehaltlosigkeit nicht zu überbieten, Kahn und Lehmann mussten bei Kerner zwei Mal beteuern, dass Konkurrenz das Geschäft belebe – Kerner hatte wohl die Antwort nicht verstanden, ebenso wie die Irrelevanz seiner eigenen Frage(n). Florian Hambüchen durfte&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;bei Jauch gegen einen (für 2008) belanglosen sportlich fitten Rentner antreten, der in der Münchener U-Bahn zusammengeschlagene Rentner kritisierte den Medienrummel um seine Person und war dafür folgerichtig bei Kerner, der Mundharmonika-Mann von RTL trällerte minderbemittelt das übliche Weihnachts-Bla Bla, Mario Barth machte Werbung für Homepage und Film, war witzlos und unspontan. Kerner mimte ein bisschen Wetten Dass und ließ zwei Kinder anhand von drei Sätzen die Bücher von Cornelia Funke erraten. Und Medizincomedian Eckhart von Hirschhausen wollte für seine 250.000 Euro-Spende für die Ein-Herz-Für-Kinder-Sendung am Tag zuvor noch einmal gelobt werden. Dass sich sein Buch bereits 1.000000 mal verkauft hat, wurde nur am Rande erwähnt, und nach so einer netten Spende sind doch sicher noch ein paar Tausend Käufer drin.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: georgia;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify; font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Lediglich bei Oliver Pocher, den Jauch am Ende mal wieder rausschmiss, konnte man für einen kurzen Moment aufatmen, gab er doch die Jauch-Sendung für wenige Sekunden der Lächerlichkeit preis und sagte das, was alle wussten, aber niemand sagen würde. Neben dem Mundharmonikamann habe er den RTL-Bauer (Namen beider Stars entfallen) vermisst, und auch für ihn könnten noch Karten auf der Homepage erstanden werden, meinte er in Anlehnung an Mario Barths Kommerzpolitik.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: georgia;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify; font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Man sah beide Sendungen im Wechsel per Zapping und fragte sich: War das Jahr wirklich so schlecht, so belanglos? Der Bankenkrise versuchte Kerner ein Gesicht zu geben – wahrlich nicht sein eigenes – und setze den WISO-Moderator neben zwei Opfer aus dem Volke, die Tausende von Euro verloren haben, sich aber für ihr Geld – und natürlich das der vielen anderen Opfer mit Demos und Auslandsreisen einsetzen. Eine lachhafte Veranstaltung, die eigentlich gar nicht zum Lachen war. So sorgte ein 11-Jähriges Mädchen auf Kerners Couch für Mitleid, weil es in Israel mit einem viel älteren Mann zwangsverheiratet wurde. Fremde Kulturen - für viele Westeuropäer unvorstellbar. Menschen 2008 – zu Tränen gerührt, oder war es doch die Herz-Für-Kinder-Show vom Vorabend?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: georgia;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify; font-family: georgia;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Noch eine Prise Obama hier, ein bisschen Ypsilanti da und fertig war der Jahresmix, leicht bekömmlich, in kleinen Häppchen serviert, dafür sorgte der RTL-Pausenmarathon per (Privat-)Definitionem. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify; font-family: georgia;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:14;"&gt;&lt;span style="font-family: georgia;font-size:100%;" &gt;Noch was vergessen in diesem Jahr? Finanzkrise, Hessen/Obamawahl, U-Bahnschläger, EM, Olympia, Reich-Ranicki. Dann ist ja sicher alles gesagt. Was soll man auch dazu setzen: Medienkultur heißt Wahrnehmung dessen, was uns Medien vorsetzen. Will heißen: Das Jahr war wirklich so. Und wenn es doch nicht gänzlich die Färbung Jauchs oder Kerners hatte, dann aller höchstens ein bisschen von beidem. Oder war Ihr 2008 etwa anders? Denken Sie mal darüber nach. &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-4129542441931188175?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/4129542441931188175/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=4129542441931188175' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/4129542441931188175'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/4129542441931188175'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2008/12/die-jahresrckblicke-2008-von-durchblick.html' title='Die Jahresrückblicke 2008 - von Durchblick keine Spur'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-6907623348640591487</id><published>2008-10-23T06:35:00.000-07:00</published><updated>2008-12-09T13:53:25.031-08:00</updated><title type='text'>Kultur im Fernsehen oder die Negation des Reich-Ranicki</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Die Diskussion schien längst beendet. Die Macher des Fernsehens haben die Regeln erkannt. Auf der Jagd nach Quoten bleiben Inhalte oft auf der Strecke. Unterhaltung wird in viele Hüllen gesteckt. Und hin und wieder ziert diese Hüllen das Label "Kultur". "Harald Schmidt" war einst ein solches Hüllenformat. Hier voreilig in Panik auszubrechen würde der Frage, was ist überhaupt Kultur keinen Raum mehr lassen. Also, was ist überhaupt Kultur? Und was ist Kultur im Fernsehen? Der Leser dieses Blogs kennt natürlich die Antwort und weiß, in welchen Term diese Diskussion heute im 21. Jahrhundert mündet. MEDIENKULTUR ist heute nicht nur das Schlagwort, welches auf die Agenda derjenigen gehört, welche sich über die Niveaulosigkeit und die Bagatellisierung des Fernsehens echauffieren. Marcel Reich-Ranicki täte gut daran, seinen Kulturbegriff zu überdenken. Wie einst Adorno zählt er sich zur Elite. Zweifellos gehört er dazu. Der Elite mangelt es jedoch an Adaptionsvermögen und emotionaler, vielleicht sogar strategischer Intelligenz. Wer sich über die Masse stellt, der erhebt damit zugleich einen Anspruch, den er nicht erüllen kann. Nicht weil er Teil der Masse ist, sondern weil er ohne sie nicht wäre! &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Das war denn auch der Teufelskreis der Medienmachinerie, aus dem auch der "Elite-Kritiker" (welch ein ironisches Wort) zusammen mit seiner verkörperten Antithese "Thomas Gottschalk" keinen Ausweg wusste. Immerhin: Sie haben die Misere erkannt. Wie soll man denn einer Amerikanisierung und Kommerzialisierung des Fernsehens entgehen, wenn Werbeeinnahmen das höchste Gut sind? Das Problem R-R´s: Zunächst einmal ist alles falsch und alles schlecht. Verneinend beginnt R-R jedenfalls nahezu jeden Satz - und das auch schon zu Zeiten des Literarischen Quartetts. R-R verfolgt seit eh und je eine Strategie der Negation. Was er nicht beachtet: Die Negation der Masse ist in einem Kahlschlag die Negation seiner selbst. Er kann abgeschieden leben, der Lust am Lesen fröhnen, und er kann die Kritik den Feuilletons kundtun. Doch kennen würde ihn wohl heute keiner, hätte er es dabei belassen. Es musste erst das Literarische Quartett die Lautstärke und Intensität des R-R in die Wohnstuben der (vielleicht kleineren Masse) übertragen, bis die Verneinung des Fernsehpreises überhaupt erst seine Wirkung tat. Die Negation ist seine Stragie. Bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises hat sie seinen Höhepunkt erreicht. Ein Elite-Mann sagt Nein zum Fernsehen und tritt von der Bühne. Doch er tut mehr: Er tritt ab, weil er sich selbst negiert hat.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Das ist das Dielmma, vor dem auch ein Harald Schmidt und viele Fernsehschaffende mehr nicht gefeit sind. Fernsehen zu machen aus tiefer Abneigung gegen das Fernsehen. Und so ergeht es bis heute allen Medienkritikern. Sie können nicht mit dem Fernsehen leben, doch ohne noch viel weniger. Die Kritik am Fernsehen ist hier gleichwohl eine andere als bei R-R: Die Fernsehnegation der Fernsehkritiker ist die Bejahnung der eigenen Arbeit. Ein Norbert Bolz, ein Neil Postman, ein Hans-Magnus Enzensberger wäre nichts ohne sein Gerät, das er so sehr verabscheut.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Und so kann sich auch Harald Schmidt nicht gegen das Fernsehen wehren. Er will lieber auf die Bühne, doch er fügt sich einem Oliver Pocher. Auch er hat nach langen Jahren des Probierens und Attackierens die Lexion des Scheiterns gelernt. Nach absterbenden Quoten "pocht" wieder das Herz der ARD-Intendanten. Das Begreifen der Misere ist der erste Ausweg. Die Ausfahrt nach Babylon (Lorenz Engell) ist die einzig verbleibende Lösung des Problems. Und so existieren die Hüllen weiter. Mal leerer, mal voller. Mal ein wenig Kultur, mal ein wenig Unterhaltung. Wenn es gut "läuft", ein wenig von beidem. Harald Schmidt wollte einst mit Bildung unterhalten. Heute sind Shakespear, Schiller und Dostorjevski Vergangenheit. Doch nach wie vor hat es Schmidt nicht verlernt, uns die Welt zu zeigen, mit Zynismus und Scharfsinn den Dingen auf den Grund zu gehen. Kleine Gesten, kurzes Zucken und alles ist gesagt. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Medienkultur ist die Antwort auf R-R. Sie weicht den Elite-Begriff der Hochkultur ein wenig auf und setzt die Akzente auf den Soft-Skills der Medienwelt. Wer das Fernsehen in die Unterhaltungshülle presst, es als Nullmedium abtut und einen Kulturverfall propagiert, der vergisst das Diktum Lumanns: "Alles was wir wissen, wissen wir aus den Massemedien". Heute muss der Satz erweitert werden: "Alles, was wir sind, sind wir ob der Massenmedien". Der Begriff der Masse, von den Soziologen dieser Welt kritisiert und gefeiert, hat längst ausgedient. Medienkultur tritt an seine Stelle und beürcksichtigt die gebotene Komplexität. Medienkultur offeriert Lebens- und Wirklichkeitsmodelle. Nicht nur ermöglichen Medien Anschlusskommunikation - so wie wir sie derzeit bei R-R erleben - und wenden damit Kulturprogramme in Form von Diskursen an. Die Soaps, Gerichtsshows, Popstars und Seelenstrips dieser Welt haben vielleicht mehr mit Brecht zu tun, als R-R glauben will. Die Geschwindigkeit und Intensität seiner Negation lässt ihm keinen Raum zu denken, über den medialen Tellerrand, in die Medienwirklichkeit zu gucken. Medien sind unabdingbar für die Wahrnehmung des Anderen, sie sind der Spiegel des Selbst - auch und gerade das Fernsehen.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Und wie geht es weiter? Was macht unser Teufelskreis? Was machen die Hüllen und die Negation? Nun, man kann versuchen, den Rettungsring zu erhaschen, den Anker zu werfen und die Segel zu setzen, so wie es R-R tat: Ja, Shakespeare war unterhaltsam. In der Tat. Und sicher könnte man versuchen, mit "Kultur" zu unterhalten, oder mit Unterhaltung zu bilden. Doch das Hüllendenken macht im Fernsehen wenig Sinn. Wer fern sieht, der sucht sich ein wenig von allem heraus, abhängig, von dem was er tut, wie er fühlt, was er will. Ein reines Kultur- oder Bildungsfernsehen widerstrebt der Dynamik der Medienkultur, des Lebens selbst. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Wir gestehen R-R die Kritik am Fernsehen zu. Vielleicht ist es an der Zeit, wieder einmal über den Sinn des Fernshens zu sinnieren und den Medienkultur-Diskurs aufzufrischen. Aber es wird wohl kaum dazu führen, dass wir Brecht und Shakespeare auf der Mattscheibe begegnen. Und das ist auch gut so. Marcel Reich-Ranicki sagte Nein und suchte die Ausfahrt. Er tritt ab. Es war sein letzter Akt. Über ebenso fragwürdigen Mechanismen der Literaturindustrie oder die abscheuliche Selbstbeweihräuscherung beim Deutschen Fernsehpreis braucht gar nicht geredet zu werden. Sie sind, was sie auch bleiben werden: Teil des Programs. Auch nach Reich-Ranicki.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-6907623348640591487?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/6907623348640591487/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=6907623348640591487' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/6907623348640591487'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/6907623348640591487'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2008/10/was-ist-kultur-im-fernsehen-oder-die.html' title='Kultur im Fernsehen oder die Negation des Reich-Ranicki'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-4864822424311264021</id><published>2008-09-30T08:44:00.000-07:00</published><updated>2008-10-02T13:24:54.735-07:00</updated><title type='text'>+++ News +++ News +++ News +++ News +++</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Der Medienkultur-Blog wird hypermedial! Das zeitweilige Hoch- und Runterscrollen auf dieser Seite könnte mit dem ein oder anderen filmischen, bildlichen oder musikalischen Zeugnis vergangener und heutiger Medienkultur belohnt werden. Auch bestehende Artikel wurden hypermedialisiert!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;++++++++++++&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Mein aktuelles Buch "Medienkultur im Wandel. Autorschaft im Web 2.0" ist nicht nur bei vielen Internet-Buchändlern erhältlich, sondern ab sofort auch über den Weltbild-Vertrieb und die Myersche Buchhandlung zu beziehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;a href="http://www.weltbild.de/medienkultur-im-wandel-christian-hensen/index.html?b=16041205"&gt;weltbild.de&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;a href="http://mayersche.de/index.php?id=53&amp;amp;type=33&amp;amp;suchwort=christian%20hensen"&gt;myersche.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Es ist außerdem in den Bestand der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf aufgenommen worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;a href="http://katalog.ub.uni-duesseldorf.de/F/PPXERLL8LBUNX4IB7EJJCU2PX4QH7VJ87LP3TE28LG97U9L7DP-04198?func=full-set-set&amp;amp;set_number=014708&amp;amp;set_entry=000001&amp;amp;format=999"&gt;UB-Düsseldorf&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;++++++++++++&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;In Planung steht die Teilnahme an der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, DGPuK, am 29. April-01. Mai 2009 in Bremen. Die Tagung trägt den gleichen Titel wie mein aktuelles Buch "Medienkultur im Wandel".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;a href="http://www.dgpuk2009.uni-bremen.de/"&gt;http://www.dgpuk2009.uni-bremen.de/&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-4864822424311264021?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/4864822424311264021/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=4864822424311264021' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/4864822424311264021'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/4864822424311264021'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2008/09/news-news-news-news-news.html' title='+++ News +++ News +++ News +++ News +++'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-55209232058715712</id><published>2008-09-24T15:44:00.001-07:00</published><updated>2008-10-03T16:23:20.044-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Steve Jobs'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Werbung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='McLuhan'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Web 2.0'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Handy'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Apple'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='iphone'/><title type='text'>"Irgendwann stellst Du fest: Das wird alles verändern!"</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Steve Jobs hat ganze Arbeit geleistet. iPods und Mac-Books verkaufen sich wie Brennholz, an der Wall Street zeigt man sich zufrieden und auch im Silicon Valley denkt lange keiner mehr an die Zeit zurück, in der Apple vom großen Bruder Microsoft überrannt wurde. Niemand hat wirklich an Apple geglaubt, doch Steve Jobs belehrt jeden Ungläubigen eines Besseren. Jetzt zieht er das nächste und wohl größte Ass aus dem Ärmel: Das iPhone. Bald schon schleicht es dem Business-Image davon und vibriert nach Aufmerksamkeit heischend in den Taschen der Otto-Normalverbraucher. Nicht Termine und Kontakte werden mehr verwaltet, Emails geschrieben und Börsenkurse verfolgt; in Zukunft werden Fun-Videos und Musikclips heruntergeladen, Community-Seiten aufgesucht, soziale Netzwerke ausgesaugt und Games gespielt– von überall, zu jederzeit. Möglich machen das Subventionierungen von Seiten der Mobilfunk- und Internetanbieter. Das iPhone wird so immer günstiger und wandelt sich auf diese Weise immer mehr vom Prestige-Objekt in einen trendigen Alltagsbegleiter. Den Apple-Funktionären dürfte diese Entwicklung nur Recht sein.&lt;br /&gt;Seit einigen Werbespots wird die intuitive Handhabung des iPhones und die Bereicherung des alltäglichen Lebens propagiert. Doch Apple musste schon ihren letzten Werbespot wegen Irreführung ändern. So versprach der Computerriese Zugriff auf „das ganze Internet“, doch der Verzicht auf Java und Flash schränkt das grenzenlose Surfen erheblich ein, da sich eine Vielzahl von Internetseiten nur mit entsprechend ausgerüsteten Browsern betrachten lassen. Auch Apples einstige Kampagne zum Power Mac G5 (2004) wurde wegen dem Slogan „the world´s fastest computer“ kritisiert. Rhetorik, Vision und Wahrheit liegen bei Apple weit auseinander. Und so geht die penetrante Du-Anrede der nach Verbündung bettelnden Stimme in den Apple-Spots weiter. Und die untermalende Musik mimt die heile Welt. Die Welt wird sicher nicht heiler, doch sie wird um ein weiteres Gadget reicher.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schnell fühlt man sich an die McLuhanschen „Extensions of Men“ erinnert. So würden nach McLuhan elektronische Medien die menschlichen Sinne erweitern und letztlich die Grenzen von Raum und Zeit überwinden helfen. Das Fernrohr erweiterte einst das Auge und ermöglichte eine menschenunmögliche Vergrößerung von Objekten, das Fernsehen brachte uns Ereignisse aus aller Welt zu jeder Zeit ins heimische Wohnzimmer und ließ uns an historischen Großereignissen kollektiv teilhaben, verwandelte die Welt in eine „globales Dorf“. Das Telefon war zu dieser Zeit ja längst schon veraltert. Sprechen und Hören, das Empfangen und Senden von akustischen Informationen gehörte längst schon zum Inventar der Medienkultur. Umso erstaunlicher, ja fast schon ironisch mutet die Renaissance des Telefons an. Sicherlich, heute ist es mobil. Aber, für wen ist mobiles Telefonieren heute noch etwas Besonderes? Es ist zweifellos das Internet, respektive Web 2.0, was das Handy derzeit so attraktiv macht. Getreu dem Vodafone-Motto: „Das echte Internet ist jetzt mobil“, brauchte es wohl erst das Internet, um das Handy wieder ins Gedächtnis zu rufen – oder ist es umgekehrt? Hübsch anzusehen, wie sich die technischen Revolutionen die Bälle zuspielen. Doch reden wir hier überhaupt über technische Revolutionen? Sind es wirklich Neuerungen, die uns Apple und Co. als solche verkaufen wollen?&lt;br /&gt;Die iPods und ihre Ableger sind mittlerweile ständiger Begleiter, nicht nur von technikaffinen Menschen. Doch mitschneiden kann man diesen hochmodernen Geräten nicht. Was bei einfachen Kassettenrecordern schon im Namen steckt – das Aufnehmen - und seit Anbeginn der Geräte mitgedacht wurde, bleibt dem Nutzer von hochmoderner Apple-Technik verwehrt. Ein Schritt in die Vergangenheit? Klar, wer braucht angesichts eines USB-Anschlusses noch eine Rec-Taste, die das Aufnehmen von Musik erlaubt? Erst das iPhone scheint dem Abhilfe zu schaffen: Jetzt hat die Rec-Taste endgültig ausgedient. Sie wird vom virtuellen Download-Button ersetzt. Inhalte jeglicher Art werden dank hochleistungsfähiger UMTS-Netze in der 3G-Version des iPhones sprichwörtlich in Windeseile heruntergeladen. Und der Live-Mitschnitt des hautnah miterlebten Konzertes ist längst in hervorragender Ton- und Bildqualität zu haben. Aufnahmewürdige Veranstaltungen werden heute längst nicht mehr über die menschlichen Sinne aufgenommen. Sie werden mitgeschnitten, um sie vielleicht zu Hause oder mit anderer Begleitung in schönerem Ambiente, und vielleicht zu einer menschlicheren Uhrzeit und vor allem in aller Ruhe genießen zu können.&lt;br /&gt;Schaut man sich die automatisierten Armbewegungen der Handy zückenden Massen bei Events jeglicher Art an, wird man den Verdacht nicht los, dass hier nichts „sinnliches“ mehr am Werk ist. Hier wird nichts mehr miterlebt. Hier werden keine Bilder mehr im Kopf gespeichert. Hier findet die Speicherung auf Flash-Karten statt, die das Leben festhalten, es dokumentieren. Beinahe so, als müsste man anderen oder gar sich selbst beweisen, dass man dort war, dass man teilgenommen hat am Leben, getreu dem Motto: Ich war dabei. Und was passiert, wenn die Speicherkarten gelöscht werden? Memory Erase? Life Error?&lt;br /&gt;Auf den Bahnstrecken der Zukunft erfreut man sich nicht mehr eines grünen Baumes, den man passiert, macht keine überraschenden Entdeckungen mehr der Sorte: Das Haus passt hier  nicht hin. Die iPhones propagieren uneingeschränkte und grenzenlose Kommunikationsmöglichkeiten. In Wahrheit sind sie das Instrument der Kommunikationsverweigerung. Und auf genau das scheinen insbesondere Bus- und Bahnfahrer lange gewartet zu haben. In Zukunft muss man sich nicht mehr der peinlichen Stille, des ungewollten Schweigens und der Angst machenden Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit anderen Mitreisenden ausliefern. Die Stille wird einfach übertönt. Das Schweigen einfach mit sich selbst gebrochen. Die Kontaktaufnahme mit dem Gegenüber einfach verweigert – aus gutem Grund. Mein iPhone. Es klingelt nicht. Aber ich muss ja auch nicht mehr abheben um mich abzusondern.&lt;br /&gt;In Zukunft heißt es nicht mehr, den Hörer abzuheben, sondern selbst abzuheben vom Boden der Realität. Eintauchen in die Weite des virtuellen Universums. Vielleicht ist dieses Abheben einfach Ausdruck einer Sehnsucht nach Ferne, nach Geborgenheit, Glück, Unsterblichkeit. Doch wie sterblich und verletzlich der Mensch ist, das wird er erkennen. Spätestens wenn sich die Flashkarten löschen. Das machen sie eh meist von selbst. Dann sind die Erinnerungen weg. Dann ist geschwärzt, was einmal in bunten Farben vor dem Auge flimmerte, dann ist verstummt, was einmal in schillernden Tönen die Ohren massierte, dann ist erloschen, was man einmal glaubte, erlebt zu haben.&lt;br /&gt;Vielleicht täte man gut daran, mit dem Handy die notwendigen Dinge zu tun („Nur so´n Gedanke“, um eine weitere iPhone-Werbung zu zitieren). Dann ist es eine Erleichterung. Und vielleicht wäre es sinnvoll, auch dem iPhone jenen Respekt vergangener Tage zu zollen und einfach nur abzuheben (bzw. ran zu gehen), wenn es klingelt. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Falls&lt;/span&gt; es klingelt.&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;„All die Jahre ist man rumgelaufen, ohne seine Emails so in der Hosentasche zu haben, ohne Börsenkurse so abrufen zu können, und ohne das Internet so dabei zu haben“, heißt es wieder einmal locker und leicht im iPhone-Werbespot. Und der säuselnde Sprecher muss selber feststellen: „Und man hat überlebt!“ Die nachfolgende Ergänzung: „Die Frage ist nur: Wie?“ mutet fast ein wenig selbstironisch an. Natürlich hat man überlebt. Das weiß Apple sehr genau. Die Frage lautet eher: Wie leben wir weiter? Die neuste der unzähligen Versionen des iPhone-Werbeclips wiegt sich in Sicherheit: „Irgendwann stellst Du fest: Das wird alles verändern.“ Warten wir´s ab!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="410" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/tUFlKFXVwek&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;rel=0"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/tUFlKFXVwek&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="410" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-55209232058715712?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/55209232058715712/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=55209232058715712' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/55209232058715712'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/55209232058715712'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2008/09/blog-post_24.html' title='&quot;Irgendwann stellst Du fest: Das wird alles verändern!&quot;'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-3039426504847085394</id><published>2008-09-09T11:57:00.000-07:00</published><updated>2008-09-24T17:16:56.662-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konzert'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gesamtkunstwerk'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schiller'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunst'/><title type='text'>Schiller live in Bonn: Eine Ode an die Freude!</title><content type='html'>&lt;p class="wording1" style="text-align: justify;"&gt;"Leben heißt träumen, weise sein heißt angenehm träumen." Geht es nach den Worten von Friedrich Schiller, müssen die Besucher des Schiller-Konzertes am Samstag in Bonn besonders weise gewesen sein – so angenehm haben sie geträumt. Grund dafür war ein atemberaubendes Klangkonglomerat aus Pop-, Rock-, Indie- und Trance-Elementen, welches seine Wirkung tat: Menschen jenseits der 30 rissen die Arme in die Luft, wippten unbedarft von einem Bein aufs andere, schlossen für kurze Momente die Augen oder zückten intuitiv einsame Feuerzeuge. Jeder einzelne hat sein ganz persönliches Fest gefeiert, seine eigene Reise ins Innere angetreten, getrieben von der Sehnsucht nach Klängen, Melodien und Beats.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="wording1" style="text-align: justify;"&gt;Wer Schiller auf der Sehnsucht-Tour live erleben durfte, der konnte sich davon überzeugen, dass die Klänge klarer waren als Kristall. Die Stimmen von Jette von Roth, Kim Sanders und Jael glichen einem geschliffenen Diamanten, der die Augen der Besucher zum funkeln brachte. Ein kleines Lächeln auf ihren Lippen legte Zeugnis davon ab, wie angenehm der Traum gewesen sein muss. Zweifellos ist Schiller das, was Produzent Christopher von Deylen als „elektronische Musik mit Seele“ verstanden wissen will. Doch auf der Bühne ist Schiller mehr als nur ein nebulöses Musikprojekt. Schiller präsentiert sich als ausgereifte Band. Syntheziser treffen auf Akustik- und E-Gitarre, elektronische Drums auf solides Schlagzeug. Auch wenn der Frontmann und Produzent betont: „Ich bin Christopher von Deylen und ich bin Schiller“, sind es die Bandmitglieder und die musikalischen „Gäste“, die Schiller komplettieren. Jeder einzelne verfügt über eine Aura, die den Zuschauer und Zuhörer in seinen Bann zieht. Der Mix aus akustischen und elektronischen Klängen schafft eine Atmosphäre, in der Länder eine globale Einheit bilden, in der Vergangenheit und Zukunft im Augenblick des Hörens aufeinander treffen. Ort und Zeit  sind eins bei Schiller. Besonders spürbar beim Klassiker „Glockenspiel“. Die Live-Interpretation des Songs war von &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;musikalischer Effektivität und schlichter Schönheit geprägt und sorgte an diesem Abend einmal mehr für fernöstliche Magie in der Luft.&lt;/p&gt;&lt;p class="wording1" style="text-align: justify;"&gt;Das Live-Konzert von Schiller war ein audiovisuelles Gesamtkunstwerk, die Reihenfolge der Stücke nahezu perfekt. Dass auch die Band einen ungeheuren Spaß hatte, trug zu einem ebenso begeisterten Publikum bei. Gleich zwei Zugaben gönnte Schiller den jubelnden Fans, welche völlig außer sich schienen vor Freude. Zwei Mal zeigten Schiller dann, was noch in ihnen steckt, schmetterten lauter als zuvor – und das nicht weniger virtuos. Am Ende konnte die Band um Christopher von Deylen ihr Glück wohl kaum fassen, schüttelten dankend die Köpfe.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="wording1" style="text-align: justify;"&gt;Dem Besucher bot sich da an jenem Abend des 06. September 2008 auf dem Vorplatz des Kunstmuseums in Bonn – einer maßgeschneiderten Location -&lt;span style=""&gt; w&lt;/span&gt;ahrlich der Musik gewordene Schiller, musikalische Lyrik par excellance, ein Klangerlebnis der besonderen Art. Welch eine Ode an die Freude! Oder doch an die Sehnsucht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="410" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/HPaKG1g518E&amp;hl=de&amp;fs=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/HPaKG1g518E&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="410" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-3039426504847085394?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/3039426504847085394/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=3039426504847085394' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/3039426504847085394'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/3039426504847085394'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2008/09/schiller-live-in-bonn-eine-ode-die.html' title='Schiller live in Bonn: Eine Ode an die Freude!'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-5314529658202764398</id><published>2008-09-02T04:47:00.000-07:00</published><updated>2008-09-09T09:04:24.789-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medienkultur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Veröffentlichung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Web 2.0'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wandel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Buch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Autorschaft'/><title type='text'>Hurra Hurra, mein Buch ist da!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Mit Stolz darf ich dem geneigten Leser dieses Weblogs verkünden: Mein Buch ist ab jetzt käuflich zu erwerben! Nachfolgend gibt es Details, den Original-Klappentext und die Links. Über eine Rezension würde ich mich natürlich unglaublich freuen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;Bis heute stehen Medien- und Literaturwissenschaftler gleichermaßen vor dem Problem, die Bedingungen und Facetten von Autorschaft fachübergreifend zu formulieren. Der Autor Christian Hensen geht der Frage der Autorschaft in neuen Medien nach und legt den Fokus auf das kontrovers diskutierte und vielfach zitierte "Web 2.0". Durch eine Gegenüberstellung der foucaultschen Frage "Was ist ein Autor?" mit der von Verleger Tim O´Reilly "Was ist Web 2.0?" gewinnt der Autor einen interdisziplinären Zugang zum Autorbegriff und verhilft ihm zu einer Neudefinition, welche dem gegenwärtigen Wandel der Medienkultur Rechnung trägt. Auf diese Weise wird der vorwiegend aus Marketing-Kreisen bekannte Begriff "Web 2.0" erstmalig einer kulturwissenschaftlichen Analyse unterzogen. Anhand konkreter Web 2.0-Plattformen wie Weblogs, Wikis, Videoportale und soziale Netzwerke wird eine Typologie des Autors entwickelt und so der Theoriediskurs mit der Medienpraxis konfrontiert. Dabei werden wichtige Web 2.0-Praktiken wie Verlinkung, Indexierung und Ranking in die Untersuchung einbezogen. Das Buch richtet sich an Medien- und Kulturwissenschaftler, ebenso wie an Literaturwissenschaftler und Germanisten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Broschiert: 156 Seiten&lt;br /&gt;Verlag: Vdm Verlag (August 2008)&lt;br /&gt;ISBN-10: 3639077024&lt;br /&gt;ISBN-13: 978-3639077025&lt;br /&gt;Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 0,9 cm&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Medienkultur-Wandel-Autorschaft-Web-2-0/dp/3639077024/ref=sr_1_4?ie=UTF8&amp;amp;s=books&amp;amp;qid=1220356357&amp;amp;sr=8-4"&gt;Amazon.de&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.buecher.de/shop/Buecher/Medienkultur-im-Wandel/Hensen-Christian/products_products/detail/prod_id/24916299/vnode/1/lfa/quicksearch-3-titel/"&gt;buecher.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7673349/hensen_christian_medienkultur_im_wandel_3639077024.html"&gt;Libri.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.bod.de/index.php?id=296&amp;amp;objk_id=166620"&gt;bod.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-5314529658202764398?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/5314529658202764398/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=5314529658202764398' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/5314529658202764398'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/5314529658202764398'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2008/09/hurra-hurra-mein-buch-ist-da.html' title='Hurra Hurra, mein Buch ist da!'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-6409086530257027071</id><published>2008-08-31T09:41:00.001-07:00</published><updated>2008-09-24T17:24:01.509-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Oper'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Filmmusik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Film'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schrecken'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Absurde'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Benigni'/><title type='text'>Die Antithese des Schreckens</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="smalltxt"&gt; Wer erinnert sich nicht an die Frage aller Fragen. Im Film wurde sie 1946 scheinbar zum ersten Mal gestellt. Falsch. Eigentlich wurde sie gar nicht gestellt. Der ganze Film hat sie sich zu Eigen gemacht, sie einverleibt. Die Frage selbst blieb ungestellt, unausgesprochen, und vor allem unbeantwortet: „Ist das Leben nicht schön?“ Die Schauspieler James Stewart und Donna Reed würden die Frage wohl nicht ohne weiteres bejahen. Nicht nachdem George Bailey vor dem finanziellen Ruin stand, seinen Lebensmut verlor und dem zu seiner Hilfe erschienenen „Engel Clarence“ rät, seine Identität am liebsten ganz auszulöschen. Gesagt getan. Keiner seiner Freunde kennt ihn mehr, selbst für seine Familie ist George ein Fremder. Sein Haus, seine Frau, seine Kinder existieren nicht ohne ihn. Kann das Leben nicht doch schön sein?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="smalltxt"&gt;Roberto Benigni schrie die Antwort 1997 mit voller Überzeugung, voller Inbrunst und Lebensfreude aus sich raus: „Das Leben ist schön“! Hat es dafür wirklich 70 Filmjahre gebraucht? Wenn man ehrlich ist, stellt man nach diesem Film auch dieses Diktum wahrlich in Frage. Wie kann das Leben schön sein, wenn Menschenmassen deportiert, Familien auseinander gerissen und Kinder getötet werden. Schnell fühlt man sich an Louis Armstrongs „What a wonderful World“ (1967) erinnert. Als dieses Lied die grausamen Bilder von Toten und Explosionen im Film „Good Morning Vietnam“ (1987, mit Robin Williams) „untermalt“, mutet die Schönheit dieses Liedes so tragisch und schwer an. Ein Lied, das die Bilder ästhetisiert und so die Absurdität des Krieges jedem Zuschauer schonungslos vor Augen führt. What a wonderful World.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="410" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/m1tl0RNuvQo&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/m1tl0RNuvQo&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="410" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="smalltxt"&gt;Doch hat nicht gerade die Abscheulichkeit und Tristesse ein wenig Schönheit verdient? Kann nicht ein kleines Lied ein großes Leid wie selbstverständlich lindern? Die Frohnatur Guido spielt seiner „geliebten Prinzessin“ Dora im Konzentrationslager jenes Stück von Jacques Offenbach (aus Hoffmanns Erzählungen) über die Lautsprecher, das sie beide gemeinsam in der Oper gehört haben. Im Lager sind die beiden räumlich weit voneinander getrennt. Auch im Opernhaus können die beiden nur Blickkontakt aufnehmen. Das Stück zieht ein Band zwischen ihnen, verbindet sie, schweißt sie zusammen. In der Oper wie im Lager. Die Bacarole. Welch eine Schönheit, was für eine „gewaltige“ Rhetorik.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="410" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/pWC8v-evDyQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/pWC8v-evDyQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="410" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="smalltxt"&gt;In „Zeit des Erwachens“ mit Robin Williams und Robert de Niro spielt die Musik gar eine Doppelrolle. Die geistesabwesenden Patienten, welche unter einer unerforschten Schlafkrankheit leiden, hören vielleicht die Musik, die ihnen Dr. Sayer vorspielt. Genau aber weiß das niemand. Auf jeden Fall hört sie der Zuschauer, und sie verleiht dem Schicksal der Menschen eine friedliche Ruhe. Nachdem ein Heilmittel die Patienten kurzzeitig aus ihrem Schlaf erwachen lässt, bringt sie die Musik zum Tanzen. In der Welt der Wachen kommen die Patienten jedoch nicht zurecht, sie erleiden einen Rückfall. Für sie scheint die friedliche Ruhe Erlösung. Und die Musik spielt weiter. Auch für den Zuschauer.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="smalltxt"&gt;Im Jahr 1985 erschien der Song „Wonderful Life“ der britischen Gruppe „Black“. Lange vor Benignis „Das Leben ist schön“ flossen unzählige Tränen, die nicht wussten, ob sie des Lachens oder des Weinens wegen ihre Sache tun. Genau zehn Jahre später exportierten die Schweden Ace of Base wahre Lebenslust in die Radios und sangen „It´s a beautiful Life“. Drei Jahre später setzten sie einen drauf. „Life is a Flower“ hieß es dann völlig unverblümt. Hier bestand kein Zweifel: Diese Botschaft war eindeutig.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="410" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/iyfu_mU-dmo&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/iyfu_mU-dmo&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="410" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="smalltxt"&gt;Manchmal liegt die Wahrheit wohl irgendwo dazwischen. Es gibt unsagbar viel Unrecht und Leid auf der Welt. Doch so lange es Filme gibt wie „Das Leben ist schön“, Stücke wie Offenbachs Bacarole oder Songs wie Blacks „Wonderful Life“ gibt es nur die eine Wahrheit: Das Leben ist schön! Dann sind es die kleinen Dinge, denen man Aufmerksamkeit schenken sollte: „I see Trees of Green, red Roses too. I see them bloom for Me and You, and I think to myself: What a wonderful World.” Der Filmklassiker um George Bailey und Engel Clarence gibt im englischen Originaltitel die Antwort selbst: „It´s a wonderful Life“ heißt der nämlich auch.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-6409086530257027071?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/6409086530257027071/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=6409086530257027071' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/6409086530257027071'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/6409086530257027071'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2008/08/die-antithese-des-schreckens.html' title='Die Antithese des Schreckens'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-5063136782275521709</id><published>2008-08-26T05:37:00.000-07:00</published><updated>2008-08-26T16:04:25.905-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Show'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bibel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ben Becker'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pop'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bühne'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Buch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='live'/><title type='text'>Der Relaunch der Bibel</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;"Groß sind die Werke des Herrn; wer ihrer achtet, der hat eitel Lust daran." (AT, Kap. 111, Vers 002). Eine ähnliche Lust muss wohl auch der Schauspieler Ben Becker derzeit verspüren, bringt er doch das Buch der Bücher in einer dreistündigen "&lt;a href="http://www.bibel2008.com/index02.html"&gt;konzertanten Performance&lt;/a&gt;" auf die Showbühne. Es sei "Ben Beckers göttliches Come Back", schreibt der Spiegel. Vanity Fair überschlägt sich vor Begeisterung: "Jesus mag Gottes Sohn sein, aber Ben Becker ist seine Stimme." Und die Welt bleibt lieber bei den Fakten: "Das Bühnenspektakel riss die knapp 3000 Zuschauer im Tempodrom vor Begeisterung von den Sitzen.“ Bereits 1996 brachte Ben Becker die Bibel ins Fernsehen, spielte Prinz Sidqa im Film "Die Bibel - Samson und Delila", jetzt musikalisiert, ja instrumentalisiert er sie - im "wahrsten" Sinne des Wortes. Und was wahr und falsch ist, das wusste Jesus gewiss, doch weiß das auch Ben Becker? Was dürfte der Zimmermann von einst wohl zum Schauspiel Beckers, zum "Relaunch" der Offenbarungen Gottes sagen? Während Jesus durch Nazareth, Jerusalem und Judäa pilgerte, tourt Ben Becker durch Kiel, Hannover, Köln, Dortmund, Leipzig, Dresden, Hamburg, Stuttgart, München. Auch ihm dürften seine Jünger folgen. Ob die Verkündung des Glaubens auf fruchtbaren Boden fällt, ist fraglich. Die musikalische Überbringung der "Frohen Botschaft" dürfte dem Deutschen Filmorchester Babelsberg zweifellos gelingen.  Der Name der  begleitenden Band Beckers "Zero Tolerance" klingt dagegen eher mephistophelisch als göttlich. Und wenn die Show für die Besucher nur das "kleine Senfkorn Hoffnung" ist, so scheint sie für Ben Becker gleichwohl die Erfüllung. Ben Becker. Ein Virtuose der Bühne oder doch eher ein enfant terrible? Er spielte an der Seite namhafter Schauspieler, sang mit Xavier Naidoo bei Schiller und spricht nun mit tiefer Stimme das Wort Gottes. Fühlt er sich doch zu Höherem als Pop berufen? Es scheint vielmehr, als mache er aus dem Höheren selbst Pop. "Die Bibel - live", preist RTL an, "Best of Bibel" heißt seine Doppel-CD, "Die Bibel - eine gesprochene Symphonie" ist der pathetische und großspurige Titel seiner DVD, und die Internetseite gotteslästert (? bzw. nennt) sich "bibel2008.com". "Relaunch" wird die Auferstehung des Ben Beckers ins Moderne übersetzt. Im Alten Testament heißt es "Du wirst dich nähren deiner Hände Arbeit; wohl dir, du hast es gut." (Kap. 128, Vers 002). Wie wahr, was in der Bibel steht geschrieben. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-5063136782275521709?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/5063136782275521709/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=5063136782275521709' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/5063136782275521709'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/5063136782275521709'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2008/08/die-instrumentalisierung-der-bibel-live.html' title='Der Relaunch der Bibel'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-6616007311555254287</id><published>2008-08-20T14:11:00.000-07:00</published><updated>2008-08-20T14:13:27.298-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medienkultur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Web 2.0'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wandel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Buch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Autorschaft'/><title type='text'>Mein erstes Buch!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_6MyCXBKYceo/SKyIzx8JX-I/AAAAAAAAAAU/cqL3VAehsx8/s1600-h/Buchcover.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_6MyCXBKYceo/SKyIzx8JX-I/AAAAAAAAAAU/cqL3VAehsx8/s400/Buchcover.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5236710889885360098" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-6616007311555254287?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/6616007311555254287/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=6616007311555254287' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/6616007311555254287'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/6616007311555254287'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2008/08/mein-erstes-buch.html' title='Mein erstes Buch!'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_6MyCXBKYceo/SKyIzx8JX-I/AAAAAAAAAAU/cqL3VAehsx8/s72-c/Buchcover.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-1451395189027406925</id><published>2008-08-19T08:10:00.000-07:00</published><updated>2008-09-24T17:17:29.884-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Filmkritik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Film'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Benigni'/><title type='text'>Das Leben ist schön</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Selten hat mich ein Film so sprachlos gemacht wie dieser. Was mit ungeheuerlicher Leichtigkeit begann, endete mit einer schmerzlichen Schwere. Während sich in der ersten Hälfte die Frohnatur Guido (Roberto Benigni), ein jüdischer Buchhändler, mit allerlei Schabernack und Lebensfreude daran macht, seine "geliebte Prinzessin" (Nicoletta Braschi) zu erobern,  schlägt die Komödie im zweiten Teil in pure Tragik um. Just an dem Tag, an dem sein Sohn Giosué seinen fünten Geburtstag feiert, wird Guido mit ihm und seiner mittlerweile angeheirateten Frau Dora in ein Konzentrationalager deportiert. Dort verliert Guido seine Frohnatur keineswegs, gaukelt er doch seinem Sohn vor, die Deportation sei ein Spiel, bei dem man am Ende einen echten Panzer gewinnen könne. Dass Frauen und Männer getrennt würden - beide also ihre Mutter bzw. Frau nie wieder sehen werden - sei die Mannschaftsaufteilung. Auch fürs Essen gebe es Punktabzug. Nur wer am Ende 1000 Punkte auf seiner Liste hätte, würde als Sieger hervorgehen und den "echten Panzer" gewinnen. Im erbitterten Kampf um die Punkte führt das "Spiel" auf eindrucksvolle Weise den Nationalsozialismus ad absurdum. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;"Wie Charlie Chaplin in &lt;a href="http://www.dieterwunderlich.de/Chaplin_diktator.htm"&gt;"Der große Diktator"&lt;/a&gt; oder Radu Mihaileanu in &lt;a href="http://www.dieterwunderlich.de/Mihaileanu_zug_lebens.htm"&gt;"Zug des Lebens"&lt;/a&gt; macht Roberto Benigni die nationalsozialistische Herrschaft in einer surrealen Tragikomödie mit Slapstick-Elementen lächerlich. Dabei wird die Absurdität dieses Schreckensregimes um so deutlicher. Auch wenn man beim Zuschauen immer wieder lacht, handelt es sich bei "Das Leben ist schön" um einen erschütternden Film, und in keiner Minute vergisst man das Grauen hinter der Clownerie." (Dieter Wunderlich)&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Roberto Benigni hat mit diesem Film ein gewagtes Meisterwerk aus dem Ärmel gezaubert, für das er zahlreiche Oscars einheimste. In Italien sorgte der Film 1997 für stürmische Begeisterung. Und bis heute wünscht man sich mehr Filme solcher Klasse. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Am Ende klettert Giosué aus seinem Schrank, in dem er sich verstecken sollte, bis er kein Mucks mehr hörte. Er steht in Mitten eines leeren Platzes. Da, wo zahlreiche Menschen ihr Leben verloren haben, da steht nur noch er. Auf ihn rollt ein Panzer zu, dessen Fahrer ihn zu sich hineinzieht. Auf der Fahrt sieht er seine Mutter. "Tausend Punkte, wir haben gewonnen!", schreit der Kleine in die offenen Arme seiner Mutter. Sein Vater Guido wurde erschossen, als er versuchte, als Frau verkleidet seine Dora zu finden. Zu Beginn des Films gab er einem intelligenten Hotelgast - ironischerweise auch der Arzt im Konzentrationslager - immer Rätsel auf. Dieser fragte Guido darauf hin: "Eh du meinen Namen nennst, bin ich schon nicht mehr da." Das "Schweigen" war die Antwort eines ebenso klugen Guidos. Und genau das bleibt am Ende dieses Films. Ist das Leben nicht schön?&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="410" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/GS4AjOpytKU&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;rel=0"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/GS4AjOpytKU&amp;amp;hl=de&amp;amp;fs=1&amp;amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="410" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;An dieser Stelle sei auch an einen denkwürdigen Moment der Oscar-Geschichte erinnert: An die &lt;a href="http://de.youtube.com/watch?v=8cTR6fk8frs"&gt;Preisverleihung&lt;/a&gt; für "Das Leben ist schön" an Roberto Benigni.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-1451395189027406925?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/1451395189027406925/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=1451395189027406925' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/1451395189027406925'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/1451395189027406925'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2008/08/das-leben-ist-schn.html' title='Das Leben ist schön'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-5901368318966036296</id><published>2008-08-18T11:40:00.000-07:00</published><updated>2008-08-18T12:22:55.425-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kanäle'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kontemplation'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medienkultur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Produzieren'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Aktion'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirklichkeit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Autor'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Web 2.0'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Buch'/><title type='text'>In eigener Sache: Von der Kontemplation zur Aktion</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich selbst kann es kaum noch erwarten. Mein erstes Buch steht in den Startlöchern und wartet darauf, die Intelligenzia dieser Welt zu bereichern! Okay, formulieren wir es bescheidener: Bald wird es veröffentlicht, und es freut sich über jede noch so bescheidene Nachbarschaft anderer Druckerzeugnisse in den Bücherregalen dieser Wohnstuben. Neben Romanen und Sachbüchern wird es sich ebenso wohl fühlen wie neben Belletristik und Kochbüchern. Ohnenhin würde der Leser guten Geschmack beweisen. Das Rezept des Lebens sollte darin zwar nicht gesucht werden, jedoch führt das Buch so mancher Medientheorie die Medienpraxis schonungslos vor Augen, und es entstaubt so manchen Medienbegriff vergangener Tage. Das einfach deshalb, weil es die älteste Vokabel der Mediengeschichte - den Autor - mit der neusten - dem Web 2.0 - konfrontiert. Im Laufe der Arbeit bin ich auf einige überraschende Zitate gestoßen, welche dringend einer Überholung bedurften - oder was viel überraschender war: Viele Zitate von "früher" sind heute aktueller denn je. Scheinbar braucht es erst das "Web 2.0", damit sich so manche Utopien bewahrheiten können. Gleichzeitig findet derzeit eine Entmystifizierung der Medien statt, wie es sie nie zuvor gegeben hat. Wer es noch nicht mitbekommen hat: Wir befinden uns derzeit in einem enormen Wandel der Medienkultur, welcher gerade erst im Begriff ist, den Alltag völlig umzukrempeln. Heute lesen wir nicht mehr nur, hören wir kein Radio mehr, lassen uns nicht mehr vor dem Fernsehen zerstreuen. Kontemplation war gestern, heute ist Aktion angesagt! Heute wird selber geschrieben - und das gleich massenweise - , werden Radiosendungen selber live ausgestrahlt, produzieren Amateure ihre eigenen Sendungen und sind Schirmherren ihrer eigenen TV-Kanäle. Wo dieser Wandel hinführt, bleibt abzuwarten. Wichtig ist, ihn zu erkennen und ernst zu nehmen. Im 21. Jahrhundert wandelt sich Medienkultur, werden Sinnbezüge neu justiert, wird Wirklichkeit individuell. Bald wird es das Buch geben. Der Titel "Medienkultur im Wandel. Autorschaft im Web 2.0" wird das Cover zieren. Es wird die Wirklichkeit der Welt nicht verändern, doch es verändert meine. Und vielleicht entdeckt auch so mancher Leser etwas neues, etwas wofür es sich lohnt, zu lesen. Etwas womit er nicht gerechnet hat. Sich sammeln statt zerstreuen. Aktion statt Kontemplation. Ich selbst kann es kaum noch erwarten.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-5901368318966036296?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/5901368318966036296/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=5901368318966036296' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/5901368318966036296'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/5901368318966036296'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2008/08/in-eigener-sache-von-der-kontemplation.html' title='In eigener Sache: Von der Kontemplation zur Aktion'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-3390765107289397787</id><published>2008-08-10T08:40:00.000-07:00</published><updated>2008-08-10T09:00:17.280-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Film'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Downloads'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Torrents'/><title type='text'>Das Torrent-Syndrom</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Als Torrent-Syndrom bezeichnet man die Krankheit zwanghafter und unkrontollierter Klicks, welche willkürlich sogenannte Torrents auf den Computer laden, was wiederum die rechtswidrige Beschaffung jeglicher Medienformate zur Folge hat. Ebenso wie durch die Tics beim Tourette-Syndrom fühlen sich auch Außenstehende, hier: Medienkonzerne und Behörden, durch die Klicks provoziert. Die Behandlungsmethoden sehen eine Medikation in Form von Psychopharmaka und Neuroleptika vor, wobei auch Verhaltenstherapien Wirkung zeigen. Besonders der Einsatz von Musik, etwa das Spielen von besonders schnellen und rhythmischen Instrumenten soll den Tics entgegen wirken. Nicht so bei den Klicks: Hier sind Musik und Film die eigentlichen Ursachen für das Torrent-Syndrom. Wie ironisch.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-3390765107289397787?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/3390765107289397787/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=3390765107289397787' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/3390765107289397787'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/3390765107289397787'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2008/08/das-torrent-syndrom.html' title='Das Torrent-Syndrom'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-607728682592534140</id><published>2008-08-09T15:47:00.000-07:00</published><updated>2008-08-09T18:35:44.092-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='zeitversetztes Fernsehen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='video on demand'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bilder'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wirklichkeit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Web 2.0'/><title type='text'>Fernsehen zum Nachsehen und die Fürbitte des Digitalen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Was ich gerade tue? Ich sehe Fern während ich schreibe. Außerdem schreibe ich während ich Fern sehe. Das Programm läuft nicht ohne mich weiter. Ebenso wie die Buchstaben nicht von alleine getippt werden, wechseln auch die Bilder nicht alleine einander ab. Sie stehen still. Keiner rührt sie an, so lange ich sie nicht bewege, sie weiter laufen lasse. Während die Buchstaben auf mich warten, in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht zu werden, sind die Bilder bescheidener. Sie warten nur auf mein "go", auf mein "play". Sie laufen dann weiter von alleine. Denn sie können schon laufen. Das haben sie bereits 1832 gelernt, als der Deutsche Simon Stampfer und der Belgier Joseph Plateau das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Phenakistiskop" title="Phenakistiskop"&gt;"Lebensrad"&lt;/a&gt; erfanden. Seitdem läuft das Bild unaufhörlich weiter, fast so wie das Riesenrad, das im Wiener Prater seit 1897 unaufhörlich seine Runden dreht. Nur heute - 2008 - da werden sie endlich gestoppt, die Bilder. Das Zapping geht in die zweite Runde. Zu ihm gesellt sich das "Stopping". Das Drag &amp;amp; Drop des Web 2.0 ist das Zapp &amp;amp; Stopp des Digitalen Fernsehens. Der Videorekorder revolutionierte 1954 das Sehen, indem er Aufzeichnungen und das "Nachsehen" erlaubte. Heute heißt er Festplatte. Die "Media Receiver" dieser Welt erlauben das aktive Eingreifen in die Wirklichkeit der bewegten Bilder. Fortan wird sie manipulierbar. Die  hier lesbaren Buchstaben nähern sich einem Stoppzeichen, dem Punkt. Die Bilder warten auf ihr Weiterleben, ich drücke einfach die Play-Taste des Live-Fernsehens. Was die anderen Menschen lange gesehen haben, lässt in meiner Realität lange genug auf sich warten. Ich werde "nachsehen", ob noch alle Bilder an ihrem Platz sind; da wo ich sie eben verlassen habe. Wenig später werde  ich meinen Fernseher sogar bitten. Wenn er meine Bitte - die fast einer Fürbitte gleicht - erhört, wird er mir ein Video schenken. Er wird es sich beim scheinbar viel größeren Bruder Web 2.0 ausleihen, wird es mir gegen eine kleine Gebühr von lächerlichen Euros schenken und es dann seinem Bruder spätestens nach 24 Stunden "unversehens" zurückgeben. Video on demand heißt die Fürbitte des Digitalen. Pay per view erklärt das Carpe Diem zum höchsten Prinzip. Und wem die Wirklichkeit der Bilder nicht gefällt, der hält die Wirklichkeit am besten einfach an. Living on Video ist endlich Wirklichkeit!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-607728682592534140?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/607728682592534140/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=607728682592534140' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/607728682592534140'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/607728682592534140'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2008/08/fernsehen-zum-nachsehen.html' title='Fernsehen zum Nachsehen und die Fürbitte des Digitalen'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1605779431442813686.post-2897020387509067754</id><published>2008-08-09T05:21:00.000-07:00</published><updated>2008-08-10T17:04:07.430-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Urheberrecht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Download'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Radio'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Web 2.0'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Recht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Internet'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Technik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fernsehen'/><title type='text'>200 illegale Downloads legal oder: Vorsprung durch Technik</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sicherlich, auch das Hören eines ausländischen Senders zu Nazi-Zeiten vor den Lautsprechern des „Volksempfängers“ (VE301) war rechtswidrig und wurde bestraft. Für das Abhören eines „Feindsenders“ wurde sogar die Todesstrafe angedroht. Zu einem entsprechenden Urteil kam es tatsächlich. In ähnlichem Duktus musste „entartete Musik“ wie „Nigger-Jazz“  den stupiden Klängen der Marschmusik weichen. Die „Gleichschaltung“ erlaubte keine Vielfalt. Weitaus gefahrloser, wenn auch nicht unumstritten bahnte sich der Fernseher den Weg in die Welt-Wohnzimmer. Sicher wurden auch hier öffentliche Falschaussagen und sonstige Fehltritte geahndet, doch das betraf die Akteure, nicht die Konsumenten. Medienkritiker aller couleur gingen zwar auch ihnen an den Kragen, sprachen von „negativem Familientisch“ oder „Nullmedium“, doch beim Fernsehen kann man sich  allenfalls „zu Tode amüsieren“. In Zeiten des Web 2.0 ist das anders. Um beim Tod zu bleiben, Internetsucht hat in Korea tatsächlich zu &lt;a href="http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=071119002"&gt;Todesfällen&lt;/a&gt; wegen erschöpfungsbedingtem Organversagen geführt, doch die Bestrafung der Nutzung eines neuen Mediums ist das weitaus häufigere Problem. Niemals in der Mediengeschichte wurde der bloße Medienkonsum mehrfach geahndet als zu Zeiten des Internets. Die Macher der Technik scheinen die Rechnung ohne die Macher der Sittesregeln gemacht zu haben. Wer sich im „Kramladen des Glücks“ (Harald Hillgärtner) einen Song herunterlädt, weil er ihn weder in einem Online-Shop noch in einem anfassbaren Weltgeschäft erstehen kann, der kann sich glücklich schätzen, nicht dem "digital divide" ausgesetzt zu sein und an der Informationsgesellschaft partizipieren zu dürfen. Die technischen Möglichkeiten erlauben das Stöbern in unendlich dimensionierten Archiven aller Mediengattungen. Wer die Nutzung dieser technischen Möglichkeiten unter Strafe stellt, der geißelt damit eine Entwicklung, die demnach niemals hätte Wirklichkeit werden dürfen. Doch wie ist es dazu gekommen? Eigendynamik? Müßig darüber zu reden? Richtig, besser die Folgen eindämmen, Selbstkosmetik betreiben. Gesetze verabschieden, „Körbe“ kassieren, die Exekutive bemühen. Die Generalstaatsanwälte der Länder haben nun die Nase voll. Als hätten sie den Sinn der Medienkultur, nämlich technische Weiterentwicklung, Informationskanalisierung, Wissensentfaltung verstanden, haben sie wahrscheinlich nur die Arbeitsentlastung im Sinn. Nichtsdestotrotz beweisen sie gesunden Menschenverstand, ein doch noch ernst zu nehmendes Rechts- und Unrechtsbewusstsein. So schlagen die Generalstaatsanwälte in NRW vor, die &lt;a href="http://www.welt.de/webwelt/arti2284216/Justiz_verschont_ab_sofort_Raubkopierer.html"&gt;Strafverfolgung&lt;/a&gt; erst ab 200 illegalen Downloads zu beginnen. Ein weiser Entschluss, lediglich den Banden das Handwerk zu legen. Hausdurchsuchungen bei Teenagern, welche ein neues Medium nichts weiter als nutzen, dürften wohl in keinem Verhältnis zur vorgeworfenen Straftat stehen. Der Volksempfänger sollten dem kleinen Geldbäutel der Menschen Rechnung tragen. Der kleine Geldbäutel von Teenagern scheint also doch ein technisches und rechtliches Pendant zur Seite gestellt zu bekommen. Selbstverständlich sollte das Urheberrecht gewahrt bleiben und das Werk der Künstler respektiert werden. Ab wann man die Grenze des Respekts überschreitet, ist sicherlich schwer zu beurteilen. Sachsen-Anhalt zieht gar die Grenze erst bei 3000 Songs  oder 200 Filmen. Ein Gesetz-Entwurf bezüglich der Download-Toleranzen wird denn auch wohl nicht zu erwarten sein. Vielleicht sind ja „Radiotracker“ die modernen Volksempfänger, mit denen man ganz legal sogar aufzeichnen darf, selbst „entartete Musik“. &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Manchmal sollte man sich über die Folgen eines „Vorsprungs durch Technik“ Gedanken machen, bevor es zu spät ist. &lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;a href="http://www.welt.de/webwelt/arti2284216/Justiz_verschont_ab_sofort_Raubkopierer.html"&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1605779431442813686-2897020387509067754?l=medienkultur.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://medienkultur.blogspot.com/feeds/2897020387509067754/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=1605779431442813686&amp;postID=2897020387509067754' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/2897020387509067754'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1605779431442813686/posts/default/2897020387509067754'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://medienkultur.blogspot.com/2008/08/200-illegale-downloads-legal-oder.html' title='200 illegale Downloads legal oder: Vorsprung durch Technik'/><author><name>Christian Hensen</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14746408874257628580</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry></feed>
